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Favoriten ohne Ende

Gesellenstücke Gute Form Bayern 2019
Favoriten ohne Ende

Im Landeswettbewerb Gute Form Bayern 2019 waren weit mehr hervorragende Gesellenstücke zu sehen, als von der Jury prämiert und belobigt werden können. Hier kommen einige davon.

Nur einer kann gewinnen heißt es immer, und bei der Guten Form auf Landesebene gewinnen sogar zwei – denn mit bis zu zwei Gesellenstücken kann jeder Landesverband an der Guten Form auf Bundesebene teilnehmen. Welche Stücke letztlich in Hannover oder in München beim Bundesentscheid stehen, darüber entscheidet die jeweilige Landesjury. Nicht immer fällt eine Entscheidung einvernehmlich und manchmal täte es gut, man könnte sie, wie alle wichtigen Beschlüsse, einmal durch die Nacht tragen, um sie gewissermaßen mit Abstand von einer höheren Warte aus zu überprüfen: Das ist bei der Jurierung der Guten Form aus pragmatischen Gründen nicht vorgesehen.

Wer häufiger an Jurierungen teilnimmt, wird das Gefühl gut kennen, womöglich nicht jedem Exponat gerecht geworden zu sein. Manchmal schließt man sich zu schnell einer Mehrheit an, die vielleicht nichts an einem Stück findet, was eben auch heißen kann, Entscheidendes nicht erkannt zu haben. Deshalb hat sich zumindest bei den Jurierungen der Guten Form auf Landes- und Bundesebene bewährt, die Stücke in die nächste Runde zu nehmen, für die sich zumindest ein Fürsprecher findet. Gelingt ihm oder ihr, weitere Juroren zu überzeugen, hat das Stück eine Chance, weiter zu kommen. Gelingt es nicht, entscheidet die Mehrheit. Wäre es auch denkbar, dass eine gesamte Jury ein Stück nicht versteht? Diesen schlechtesten Fall versucht man durch eine möglichst kompetente, vielseitig besetzte Jury weitgehend auszuschließen. Dennoch kommt es vor, dass sich ein Gesellenstück erst im Nachhinein erschließt. Man geht am Tag nach der Jury noch einmal durch die Ausstellung und denkt: warum haben wir das gestern eigentlich nicht gesehen? Manchmal kommen leichte Zweifel sogar schon während der Jury auf, wenn Entscheidungen gerade getroffen sind. Dann nochmal ein spätes Veto einzulegen, ist eine Frage des Mutes und nicht zuletzt auch der Kondition nach einem langen Tag.

Wir stellen die Gesellenstücke von Korbinian Melf, Linus Enzmann, Ludwig Weidenhiller, Lukas Leibl und Luisa Stemmer hier vor, damit sie gesehen und in ihrer Idee ebenso verstanden werden sollen, wie die belobigten und prämierten Stücke, die wir in der Februarausgabe vorgestellt haben. Selbstverständlich soll nicht behauptet werden, dass wir mit unserer Sicht auf Gesellen- oder Meisterstücke immer richtig liegen. Objektivität bleibt ein hohes Ziel, das auch mit mehreren Juroren nie ganz zu erreichen ist.

Video zur Öffnungsfunktion: Gesellenstück Linus Enzmann

Video zur Öffnungsfunktion: Gesellenstück Ludwig Weidenhiller

Erster Teil der Gesellenstücke von der Guten Form Bayern


dds-Redakteur Johannes Niestrath war als Jurymitglied bei der Guten Form Bayern 2019 an der Auswahl der beiden Preisträger beteiligt, die im März 2020 am Bundeswettbewerb in München teilnehmen.

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