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Ein starker Jahrgang

Gesellenstücke Gute Form Köln 2021
Ein starker Jahrgang

Die Innung Köln hat im Juni 2021 in der Ausstellung der Gesellenstücke zur Guten Form eine Vielzahl hervorragender Arbeiten gezeigt – eine große Herausforderung für die Jury.

Mit zwei ersten Preisen und einem zweiten sowie zwei dritten Preisen hat sich die Jury Gute Form auf Innungsebene Köln im Juni 2021 am Ende eines langen Tages zu einem Ergebnis durchgerungen, das alle akzeptieren konnten, auch wenn der Weg dahin schwierig war. Ein dritter Preis wurde am Folgetag neu nominiert, da sich das Gesellenstück als Kopie herausstellte. Über die fünf Preise hinaus wurden drei Gesellenstücke belobigt. Die Summe der insgesamt acht ausgezeichneten Arbeiten spricht für das hohe Niveau am Rhein, das wieder sichtbar gestützt wurde durch einen Gestaltungsworkshop in Klausur, zu dem alle Auszubildenden im dritten Lehrjahr eingeladen waren. Obermeister Michael Kals und Cassia Krause, die gemeinsam mit Hans Krauss in Köln das Amt des Lehrlingswartes von Hauke Schmidt übernommen hat, moderierten die fünfköpfige Jury. Juroren waren Manuela Abbing, Lea Schumschal, Angela Siecker, Michael Lautwein und Johannes Niestrath.

Das gewohnte System gestaffelter Bewertung der Preise eins bis drei plus Belobigungen kam in diesem Wettbewerb einmal mehr an seine Grenze. Die Idee, alle Stücke in der engeren Wahl auf gleicher Ebene in ihrer Qualität zu charakterisieren und darunter einen ersten Preis für die Teilnahme am Landeswettbewerb zu benennen, fand keine Mehrheit – ein Argument war, zum Charakter eines Wettbewerbs gehöre ein Ranking, das letztlich auch zur Teilnahme motiviere.

Oft reicht schon ein kleiner Abstand, um Dinge in einem anderen Licht erscheinen zu lassen. Das war sprichwörtlich der Fall, als zwischen 18 und 19 Uhr nach der kraftzehrenden Jury die tief stehende Sonne in den Werkstattraum fiel und die Gesellenstücke wie Skulpturen in Licht und Schatten tauchte. Auch das Formulieren von Jurytexten mit Cassia Krause und Michael Kals hat dazu beigetragen, unser errungenes Ergebnis zu objektivieren. Eine Erfahrung, die ich bei allen Jurys mache, ist die objektivierende Wirkung der Nacht: Meine Idealvorstellung wäre, man könnte ein vorläufiges Ergebnis skizzieren und es am Folgetag noch einmal überprüfen – das würde vielen Arbeiten und den Entwicklungsprozessen, die dahinterstehen, manchmal gerechter werden.


dds-Redakteur Johannes Niestrath ist ein großer Freund des zweiten Blicks: Gerade bei den Jurierungen zur Guten Form zeigt sich mit etwas Abstand, wie sehr das Ergebnis einer Jury oft aus dem Moment heraus geboren ist.


Steckbrief

Bei der Guten Form auf Innungsebene Köln waren insgesamt 52 Gesellenstücke im Berufskolleg Ulrepforte ausgestellt, davon wurden fünf prämiert und drei weitere belobigt. Diese acht Arbeiten zeigen wir in diesem Beitrag! Weitere folgen dann im November. Alle Kölner Stücke im Überblick:

www.tischler.nrw/dgf-innungen-2021/
koeln-2021/

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