Startseite » Technik » Bauelemente »

Was man bei Feuchtraumtüren beachten sollte

Praxistipp: Feuchtraumtüren
Die richtige Tür fürs Bad

Rainer Hofer von Jeld-Wen erklärt, was man unter Feuchtraumtüren versteht und wie man damit durch Kompetenz in der Beratung gutes Geld verdienen kann.

Der Renovierungs- und erst recht der Sanierungsmarkt ist für Schreiner und Tischler immens wichtig. Schließlich werden mehr als 80 Prozent der Investitionen hier getätigt und nicht im Neubau, so Schätzungen. Bei Kunden vor Ort fällt vielen Schreinern auf, dass in Bädern und WCs oft herkömmliche Innentüren anstelle von Feuchtraumtüren eingebaut sind.

Durch die artfremde Nutzung sind die Türen im Laufe der Zeit häufig unansehnlich geworden und sollten ausgetauscht werden. Diesen Umstand können sich Türenprofis zu Nutze machen und in der Beratung mit fundiertem Wissen zum Thema Feuchtraumtüren punkten.

Was heißt »Feuchtraumtüren«?

Eine Beanspruchung von Türen im Feuchtraumbereich liegt dann vor, wenn auf die Oberfläche der Bauteile kurzfristig Feuchte einwirkt. Dies kann hohe Luftfeuchte sein oder direktes Spritzwasser im unteren Türbereich. In der Vergangenheit lag die Betonung in der Praxis eher auf dem Wort »Spritzwasser« als auf dem Wort »Feuchteeinwirkung«.

Die in Wohngebäuden üblicherweise auftretenden Luftfeuchten wurden von den Türen im Regelfall immer absorbiert. Nach RAL-Gütezeichen unterscheidet man zwischen Feuchtraum- und Nassraumtüren. Letztere werden bei der Prüfung einer noch höheren Beanspruchung ausgesetzt und müssen dieser schadlos standhalten.

Clevere Schreiner können durch kompetente Beratung und fachgerechte Montage (z. B. durch die Versiegelung der Anschlussfugen) ihr Standing beim Kunden erheblich verbessern. Damit wird der Schreiner Teil einer Lösung sowie einer Präventivmaßnahme und ist nicht Teil eines vorhandenen Problems. Dieser emotionale Unterschied in der Wahrnehmung beim Kunden sollte es dem Schreiner wert sein, der Feuchtraumtür mehr Beachtung zu schenken.

Hinweis: Holz-/Holzwerkstoffzargen sollten zu Fußböden, welche feucht gewischt werden, einen ca. 3 mm hohen Abstand haben und versiegelt werden. Hierfür muss die Zarge ggf. etwas eingekürzt werden.


JeldWen_R.Hofer_SW.jpgRainer Hofer ist Schulungsleiter von Jeld-Wen Deutschland. Jeld-Wen bietet ein umfangreiches Sortiment von Innentüren für höchste Ansprüche z. B. an Brand-, Rauch-, Schall-, Strahlenschutz oder Sicherheit im Objektbereich.


Weitere Beiträge und Tipps von Rainer Hofer

Aktuelles Heft
Titelbild dds - das magazin für möbel und ausbau 8
Aktuelle Ausgabe
08/2022
EINZELHEFT
ABO
dds-Zulieferforum
Tischlerhandwerk in Zahlen

Zahl der Betriebe im Tischlerhandwerk

dds auf Facebook


dds auf YouTube

Im dds-Channel auf YouTube finden Sie:
– Videos zu Beiträgen aus dds
– Kollegen stellen sich vor
– Praxistipps-Videos
– Maschinen & Werkzeuge

Abonnieren Sie dds auf YouTube »

[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]