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Köln bleibt am Ball

Ausbildung
Köln bleibt am Ball

Durch die Größe der Innung und eine engagierte Vorbereitung der Auszubildenden bietet der Wettbewerb Gute Form der Tischler-Innung Köln jährlich einen großen Fundus an außergewöhnlichen Gesellenstücken.

Einmaliger Erfolg kann wohl eine glückliche Fügung sein – aber beständig gut sein ist eine echte Leistung. Das gilt nicht nur im Sport, sondern auch im Handwerk. Ein ideales Barometer für die allgemeine Fitness in Sachen Gestaltung ist die »Gute Form« auf Innungsebene. Nur hier lässt sich die Bandbreite eines Jahrgangs beurteilen, auf Landes- und Bundeswettbewerben sieht man dagegen immer eine Auswahl der Besten. Die Tischler-Innung Köln stellt seit vielen Jahren unter Beweis, dass es für einfallsreiche Gesellenstücke auf hohem Niveau eine Erfolgsformel gibt, und die heißt trainieren.

Kölner Azubis haben die Gelegenheit, im Vorfeld an einem Gestaltungsseminar teilzunehmen, das vom Berufskolleg Ulrepforte und der Innung Köln organisiert wird. Wer unter fachkundiger Anleitung die Idee für sein Gesellenstück entwickeln oder weiter ausarbeiten möchte, findet hier Unterstützung. Man sieht es den Stücken an!
Ein Objekt fiel im Gesamtbild der ausgestellten Stücke aus dem Rahmen: Eine überdimensionale Flasche aus Holz mit der Funktion eines Kühlschranks – ein Gag oder ein ernstzunehmendes Möbelstück? Nach einer engagierten Diskussion einigte sich die Jury darauf, einen Sonderpreis zu verleihen, der in der Wertung den ersten drei Preisen gleichkommt.
Die belobigten Stücke zeichnen sich durch besondere Details aus, die die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich ziehen und das ansonsten weitgehend bekannte Erscheinungsbild der Stücke wieder aufbrechen. Die Belobigungen greifen in der Regel einen Teilaspekt der Formgebung eines Stückes heraus, die besonders gelungen erscheint. Es kann darin aber keine Wertung im Sinne eines vierten Preises gesehen werden.
Gesellenstücke stehen gestalterisch im Kontext der Prüfungsanforderungen. Das wird besonders anschaulich beim Hifi-Möbel von Felix Bernasconi. Wäre die Ansichtsfläche eines Gesellenstücks nicht auf 1,25 m2 beschränkt, hätte die Basis der verschachtelten Volumen noch verbreitert werden können. Das hätte zu einem harmonischeren Gesamtbild beigetragen. Die gedrungene Gestalt geht also nicht auf ein Unvermögen des Gestaltenden zurück, sondern macht auf vorgegebene Grenzen aufmerksam. An der Jury beteiligten sich im Juni 2008 Dena Moncef, Tischlerin und Studentin an der Kölner Design Akademie, Prof. Reinhard Paulus, Designer, Dipl.-Ing. Manfred Stommel-Prinz, Architekt und Studienrat, unterrichtet Holztechnik, Entwurf und Konstruktion am Berufskolleg Ulrepforte, Michael Kals, Tischlermeister und Gestalter im Handwerk, Lehrlingswart der Tischler-Innung Köln und Johannes Niestrath, dds. JN
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