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Die Preisträger im Porträt

dds-Preis der Arthur Fancke'schen Stiftung 2016
Die Preisträger im Porträt

In dieser und der kommenden Ausgabe stellen wir ausführlich die Gewinner des dds-Preises der Arthur Francke’schen Stiftung 2016 vor. In den beiden Kategorien »Nachwuchstalente« und »Unternehmertalente« wurden jeweils zwei gleich dotierte Preise vergeben. Ebenso in den Kategorien »Inspirierte Gestalter« und »Feine Handwerker«, die zusammen mit dem Porträt der Gewinnerin des Sonderpreises »Künstlerischer Ausdruck« in der Juniausgabe folgen. Wir bedanken uns herzlich bei 80 Teilnehmern aus der ganzen Republik für ihren Beitrag!

Nachwuchstalente
Die Hoffnungsträger unserer Zunft stellen früh unter Beweis, dass sie beruflich auf dem richtigen Pferd sitzen: Obwohl sie noch ganz am Anfang stehen, beeindrucken sie durch bodenständige Ideen und eine hohe Leistungsbereitschaft. Mit Jakob Stärk und Georg Willig hat die Jury zwei motivierte Nachwuchstalente ausgezeichnet.

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Jakob Stärk, 97332 Volkach: Das Wesentliche im Blick
Mit seinen 18 Jahren zeigt Jakob Stärk im dritten Ausbildungsjahr bereits erstaunliche fachliche Kompetenz: In seinem hoch rationalisierten Ausbildungsbetrieb hat er eigenständig den Arbeitsablauf für die effiziente Serienfertigung einfacher Perkussionsinstrumente, sogenannter Kachons, entwickelt und für die Produktion und Montage eingerichtet. Er übernahm auch die Einarbeitung von Mitarbeitern in die neuen Fertigungsabläufe. Sein Arbeitgeber bescheinigt ihm in jeder Hinsicht eine positive Ausnahmepersönlichkeit. Das Preisgeld von 1000 Euro soll diese Begabung fördern und ein Beitrag zur beruflichen Weiterentwicklung sein.

 

 

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Georg Willig, 50823 Köln: Vielseitig begabt, hoch motiviert
Ein selbst entwickelter Ausziehtisch im ersten Lehrjahr, eine komplette Küche nach Feierabend oder die Gestaltung einer Leuchte – was Georg Willig anpackt, hat Hand und Fuß. Nach dem Abitur hat sich der heute 22 jährige über zwei Praktika an den Tischlerberuf herangetastet und dann an der TH Aachen seine Ausbildung begonnen, die er im Sommer abschließen wird. Ein sozialer Einsatz in Guatemala und ein Azubi-Austausch in Frankreich zeigen den Blick über den Tellerrand. Die Jury sieht eine Begabung in Entwurf und Konstruktion sowie die Fähigkeit, Vorhaben mit Ausdauer zu Ende zu bringen. Das Preisgeld von 1000 Euro soll ihn darin bestärken, seinen Weg im Handwerk fortzusetzen.

Unternehmertalente
Ohne ihre Kompetenz geht im Handwerk gar nichts: Unternehmergeist gehört einfach dazu, wenn man seine Leistung am Markt verkaufen muss. Jannis Stadtmann und Moritz Schumacher zeigen auf persönliche Weise, wie man mit pfiffigen Ideen und einer guten Portion Mut frühzeitig die Weichen für seine berufliche Existenz stellen kann.
40139202Jannis Stadtmann, 32657 Lemgo: Kreative Geschäftsideen
Die erfolgreiche Vermarktung selbst entwickelter Produkte bleibt für viele ein Wunschtraum. Der 24-jährige Jannis Stadtmann setzt sie auf kleiner Flamme mit Fantasie, handwerklichem Geschick und ansprechenden Präsentationen in die Tat um: Sein Bausatz für eine Einkaufskiste, subtil gestaltete Schneidbretter oder eine solide Gartenbank orientieren sich bodenständig am alltäglichen Bedarf und finden bereits ihre Käufer. Nach Abitur, Tischlerlehre und kurzer Gesellenzeit studiert Jannis inzwischen Holztechnik in Lemgo. Dort sprudeln seine Ideen munter weiter. Das Preisgeld von 1000 Euro soll seinen ausgeprägten unternehmerischen Geist weiter beflügeln.
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Schreinermeister Jürgen Bellut (links) mit seinem ehemaligen Lehrling und zukünftigen Nachfolger Moritz Schumacher
Moritz Schumacher, 69483 Wald-Michelbach: Nachfolger mit Vorschusslorbeeren
Wer mit 21 Jahren darauf zugeht, seinen Ausbildungsbetrieb zu übernehmen, verdient Respekt: Moritz Schumacher hat nach seiner Ausbildung zwei Jahre lang Erfahrungen als Geselle gesammelt und schließt im Sommer die Meisterschule für Schreiner in Schwetzingen ab. In seinem einstigen Ausbildungsbetrieb will er dann zunächst als angestellter Meister Schritt für Schritt in die Rolle des Unternehmers hineinwachsen. Sein ehemaliger Ausbildungsmeister ist davon überzeugt, dass Moritz „alle erforderlichen Qualitäten für einen erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit“ mitbringt. Das Preisgeld von 1000 Euro soll seinen mutigen Schritt in die Verantwortung anerkennen.

Hintergrund

Der mit 10 000 Euro dotierte, jährlich ausgeschriebene dds-Preis der Arthur Francke’schen Stiftung fördert junge Talente im Tischler- und Schreinerhandwerk.
Der Preis 2016 wird unterstützt von den Unternehmen Festool, Häfele und Ostermann.
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