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Organische Verbindung

Technik
Organische Verbindung

Wie Synapsen im Gehirn ziehen sich Skulpturen aus Mineralwerkstoff durch einen gläsernen Kubus. Die freien Formen mit dem Material umzusetzen forderte das Können des Verarbeiters heraus.

Auf dem Firmengelände des Familienunternehmens Glaskoch in Bad Driburg, das unter der Marke »Leonardo« Glas- und Geschenkartikel vertreibt, entstand ein repräsentatives Gebäude – der Leonardo »Glass Cube«. Das Designbüro 3deluxe in Wiesbaden entwarf dafür ein Gestaltungskonzept, das Architektur, Innenraumgestaltung, Grafikdesign und Landschaftsplanung zusammenführt. Die Rosskopf & Partner AG (www.rosskopf-partner.com), Händler und Verarbeiter von Mineralwerkstoffen, übernahm die anspruchsvolle Umsetzung der skulpturalen Strukturen im Inneren und Äußeren des Gebäudes aus dem Mineralwerkstoff »LG-Hi-Macs«. Darüber hinaus fertigte der Mineralwerkstoffspezialist Tresen, Tische und Verkleidungen an.

Die bauliche Struktur des Leonardo Glass Cube besteht aus zwei formal unterschiedlichen Elementen: Einem quaderförmigen Hüllenvolumen und einer mittig in den Raum eingestellten Freiform. Die offene Grundrissgestaltung ermöglicht eine multifunktionale Nutzung der insgesamt 1200 m² als Produktpräsentationszonen, Seminarräume und Arbeitsbereiche. Drei plastische, weiße Volumenkörper, so genannte »Genetics« verknüpfen die separaten Gebäudezonen. Ihre Oberflächen setzen sich jeweils aus zwei tiefgezogenen Halbschalen aus Mineralwerkstoff zusammen. Die Unterkonstruktion besteht aus einem Stahlgestänge, das von einer Holzskelettkonstruktion ummantelt wird. Die Schwierigkeit bei der Herstellung lag einerseits in der Passgenauigkeit der einzelnen Elemente, andererseits in den geringen Radien in dem die dreidimensionale Verformung der Oberflächenschalen geschehen musste. Für deren Produktion mussten zunächst Modelle in Originalgröße erzeugt werden.
Auf der pfostenfreien Glasfassade taucht das Motiv der Genetics, wie ein Scherenschnitt, erneut auf. Die bis zu 6 m hohen Außengenetics wurden von der Sockel- bis zur Attikaverkleidung fugenlos verarbeitet. Dafür wurde eigens eine wetterfeste Klebetechnik sowie eine Unterkonstruktion entwickelt.
Am 24. Mai 2007 eröffnete das 8 Millionen teure Firmengebäude nach über dreijähriger Bauzeit. Als Firmenwahrzeichen soll es in Zukunft den kommunikativen Gesamtauftritt der Marke Leonardo unterstützen. AG
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