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Wettbewerb Handwerk + Form 2018: Möbel aus dem Werkraum Bregenzerwald

Wettbewerb Handwerk + Form 2018
Ästhetik im Alltag

Ein ausgeprägter Sinn für Maß und Material hat im Bregenzerwälder Handwerk Tradition. Der Wettbewerb »Handwerk + Form« soll das Verständnis dafür fördern und lebendig halten. Wir waren im Oktober zum achten Wettbewerb vor Ort – ausgewählte Exponate.

Unter den vielen Gestaltungswettbewerben im Handwerk nimmt der internationale Wettbewerb Handwerk + Form eine besondere Rolle ein. Er findet alle drei Jahre im österreichischen Andelsbuch statt und ist ein wichtiger Impulsgeber für die regionale Handwerkskultur im Austausch mit Gestaltern aus dem In- und Ausland. Für den achten Wettbewerb im Oktober 2018 hatten sich insgesamt 74 Handwerker aus der Region Bregenzerwald mit 103 Gestaltern aus Österreich, der Schweiz, Deutschland, Italien und Ungarn zusammengetan. Aus den 122 Einreichungen sind von der internationalen Gestalterjury 30 Objekte in den Kategorien Auszeichnung, Anerkennung und Belobigung prämiert worden. Legendär ist die Form der Ausstellung: Die rund 120 Exponate können an zwei Wochenenden in alten Stadeln, Werkstätten und anderen besonderen Orten im beschaulichen Dorf Andelsbuch erwandert werden. Wer sich in einem der Partnerhotels des Werkraums in der Umgebung einquartiert, etwa im Hotel Schwanen in Bizau, kann erleben, wie sich die Sensibilität für Handwerk und Form auch im Innenausbau niederschlägt. Eine echte Reiseempfehlung für Tischler und Schreiner!

Werkraum Bregenzerwald
Zum Werkraum haben sich seit seiner Gründung im Jahr 1999 rund 90 Handwerks- und Gewerbebetriebe in der Region Bregenzerwald zusammengeschlossen. Die als Verein organisierte Plattform verfolgt das Ziel, Mitglieder in allen Belangen zu unterstützen sowie die Vorrangstellung des regionalen Handwerks zu sichern und zu pflegen. Dazu trägt der Wettbewerb Handwerk + Form bereits seit 1991 maßgeblich bei. Auf Anregung des Handwerkervereins Andelsbuch in Zusammenarbeit mit Grafikdesigner Harry Metzler initiiert, wird der Wettbewerb ab dem Jahr 2000 vom 1999 gegründeten Werkraum Bregenzerwald alle drei Jahre ausgeschrieben.

Zwei Meilensteine des Werkraums Bregenzerwald sind die Eröffnung des von Peter Zumthor geplanten Werkraumhauses in Andelsbuch im Jahr 2013 und drei Jahre später der Werkraumschule in Kooperation mit der Handelsschule Bezau. Das Werkraumhaus als Sitz des Vereins sowie prominenter Showroom und Forum für Ausstellungen und Veranstaltungen steht als architektonischer Ausdruck des handwerklichen und gesellschaftlichen Anspruchs seiner Mitglieder zentral im Ort. Die neue Werkraumschule vermittelt in einer fünfjährigen Ausbildung eine handwerkliche Lehre und einen Handelsschulabschluss in einem. Besonders ist, dass der Entscheidung für ein Gewerk eine Schnupperphase vorangeht, in der die Schüler vom Installateur über den Polsterer bis zum Tischler verschiedenste Berufe kennen. Die Werkraumschule sieht ihren Auftrag in zeitgemäßer Ausbildung und Nachwuchsförderung im Handwerk. -JN

Zum Beitrag Handwerk + Form 2015


Innen ist außen

Drei Schubladen aus Weißtanne werden von einem Gestell aus Eiche ohne Außenkorpus auf innen liegenden Kulissen geführt. Die Inszenierung des Gebrauchs schafft wechselnde Perspektiven.

Kommode in Weißtanne und Eiche


Zwei Gazellen

Die ausgestellten Ahornbeine der maximal filigranen Böcke sind konisch in die trapezförmigen Querstücke aus Fichte gegratet und mit Holznägeln fixiert.

Tischböcke in Ahorn und Fichte


 Stabiles Leichtgewicht

Das Leichtgewicht in Weißtanne von 1680 g lotet die Materialgrenzen aus. Die gewölbte Sitzfläche und flexible Rückenlehne bieten einen hohen Sitzkomfort.

Stuhl in Weißtanne


Sinnliche Sternenfrucht

Der Polsterhocker in mattrotem Leder begeistert durch sinnliche Anmutung und handwerklicher Qualität.

Sitzhocker in rotem Leder


Flechtwerk

Der Quader aus geflochtenen, brünierten und gewachsten Messingstreifen inszeniert in seiner Schlichtheit die meisterhafte Handarbeit.

Bank aus geflochtenen Messingstreifen


Charakterstücke

Das kantige Wechselspiel der vertikalen Profile mit den weichen Radien der Sitzfläche geben dem Stuhl aus massiver Esche seine charakteristische Gestalt.

Massivholzstühle, Esche natur und schwarz gebeizt


 Wohnliche Feuertruhe

Der Kachelofen mit Ofenbank ist nach einem Entwurf von Marie Janssen gewerkeübergreifend von Keramiker, Metallbauer und Tischler gebaut worden.

Kachelofen mit Ofenbank aus Keramik, Kupfer und Buche


Stilisierter Schlitten

Kufengestell in Esche mit gegenläufig konisch gefrästen Aufrechten und mit Bergwiesenheu gefüllter Leinenauflage.

Tagesbett in Esche, Auflage in Leinen


Sakraler Raum

Formal reduziertes Ensemble aus Altartisch, Ambo und Tabernakel in Eiche, Mooreiche, Gold und Edelstahl.

Sakralmöbel in Eiche und Mooreiche


Hölzerner Vorhang

Der plastisch wirkende Vorhang im Format von 2500 x 500 x 2300 mm zeigt orthogonal verbundene Segmente aus Weißtanne.

Holzvorhang in Weißtanne


Anachronistisches Accessoire

Farbige Porzellanablagen ergänzen Boxen aus Kirsche und Kastanie zum Schreibtischset.

Schreibtischset mit Auflage aus Porzellan


Vorbild Wäscheklammer

Möbeltypus der Klappgarnitur, umgesetzt als elegante Leichtbaukonstruktion in Ahorn.

Klappbarer Tisch und Bank in Ahorn


Freundlicher Empfang

Kompakte, abgestufte Bank in massiver Ulme mit Filzauflage. Der Stauraum unter der Sitzfläche erschließt sich über eine frontale Klappe.

Flurbank im Ulme mit Filzauflage


Frei nach Vorbild

Der Stuhl in Esche und Ahorn ist eine Hommage an den Klassiker »1945« des Schweizer Designpioniers Jacob Müller (1905 bis 1998).

Massiver Stuhl in Ahorn und Esche


Hoch hinaus

Ein Klappmechanismus verwandelt den Stehtisch in einen Flipchart. Das vielseitige Möbel ist mit Liebe zum Detail ausgeführt.

Flipchart in Esche und Messing


Einfach genial

Das Regal aus durchgefärbter MDF lässt sich ohne Werkzeug aufbauen: Die Fachböden nehmen auf den abgestuft gefrästen Aufrechten ihre fixe Position ein.

Regale aus durchgefärbter MDF


 

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