Auf den Punkt gebracht

Viele Hotelbetreiber und Hotelgäste haben eines gemeinsam: Sie wollen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für ihr Geld. Wie sich solch eine Win-Win-Situation beim Innenausbau von Hotels erreichen lässt, skizziert das von Häfele auf der Bau gezeigte Hotelkonzept ALLYN.

Was erwarten Gäste wirklich während ihres Hotelaufenthaltes? Darauf fokussiert sich die Startup- Hotelmarke ALLYN (all you need) des Hotellerie-Experten Alain Cheseaux. Gemeinsam mit dem Hotelplaner und Think-Tank »Monoplan«, beide aus Zürich, haben Sie darauf aufbauend ein modernes Hotelkonzept entwickelt. Auf der Bau in München präsentierte Beschlagspezialist Häfele als beteiligter Kooperationspartner das Ergebnis auf 200 m² Standfläche: Das »Smarte Hotel der Zukunft«.

Wirklich wichtig, so die Analysen, sind für Gäste ein komfortables Bett zum Entspannen, eine starke Dusche zum Auftanken und ein superschnelles Wi-Fi, um den Tag erfolgreich zu beginnen. Das Gasterlebnis wird durch eine Vielzahl von digitalen »Touchpoints« geprägt.

Völlig überzeugt haben mich beim Rundgang über den Messestand mit Häfele Markenkommunikator Ralf Biehl die starken Details. Die Umsetzung des Hotel-Mock-up erfolgte aus dem mehr als 300 Produkte umfasssenden Häfele-Hotelsortiment, darunter auch manch neu Entworfenes und fein ins Detail Durchkonstruierte – von der Eingangstür über die Bettleuchte bis zum Badaccessoire. Vieles davon lässt sich nicht nur im Smart-Hotel einsetzen. Die 1200 cm breite Kleinküche etwa, mit der in der Spüle integrierten Spülmaschine, wäre einer meiner Favoriten beim Umbau einer Einliegerwohnung oder eines Appartements in eine flotte Studentenbude.

Erweiterter Häfele-Hotelbaukasten

Die Finessen aus dem Hotelbadsortiment überzeugen auch für jedes andere Bad, wie etwa die verspiegelte Glastür mit steigenden Band oder die an der Duschtür montierte Griffstange-Handtuchhalter-Kombi. Badspiegel und Kosmetikspiegel sind aufeinander abgestimmt in unterschiedlichen Größen erhältlich, haben ein integriertes Soundsystem für perfekte Rasur-Beats und eine Heizung gegen Beschlagen durch Wasserdampf. Die direkte und indirekte LED-Beleuchtung ermöglicht die Lichtstimmung, die der Gast am Morgen oder Abend wünscht.

Auf dem Messestand war mittig das eigentliche Hotelzimmer mit Bad angeordnet. Drumherum alles das, was ein Hotelkonzept als Ganzes ausmacht. Also inklusive Foyer mit Self-Check-in, Konferenz- und Co-working-Ambiente, »Wohnzimmer« und Bar. Die Besucher tauchten ein in eine Hotelerlebniswelt mit smarter Ausstattung, gedacht für urbane Ballungsräume, perfekt ausgerichtet auf das Rebranding von bestehenden Beherbergungsbetrieben, aber genauso gut geeignet für Umnutzungen von Gewerbeliegenschaften und für Neubauten. Gästezielgruppe ist dabei der Geschäftsreisende in Mittel- und Großstädten. ALLYN basiert genau auf dem Komfort, den Hoteliers zum Betrieb und Gäste während ihres Hotelaufenthalts tatsächlich brauchen. Der öffentliche Bereich dient als Wohnzimmer und bietet Raum, um sich auszutauschen und zu arbeiten.

Urban und wirtschaftlich

Die digitalen Komponenten wie ein perfektes WLAN-Netz, Self-Check-in, Smartphone-Key, die App zur Buchung individueller Services sind Teil des Gesamtkonzeptes. Formen und Oberflächen sind bei dem Sortiment gut aufeinander abgestimmt. Bei der Konzeption von Gastzimmern und Bädern können Planer und Betreiber schnell und zielgerichtet die zueinander passenden Produkte und Systeme auswählen. Sie profitieren von weltweiter Verfügbarkeit, einheitlicher Qualität und durchgängiger Gestaltung.

Win-Win für Investor und Gast

Das realisierte Konzept »ALLYN stay smart« verspricht Immobilienbesitzern überdurchschnittliche Renditen und dem Gast, zu einem sehr günstigen Zimmerpreis, ein komfortabel smartes Ambiente. So entsteht eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Mit dem Hotel-Mock-up blieb sich Häfele auf der Bau in seiner Rolle als Akteur und Impulsgeber im Objektgeschäft treu, nahm gesellschaftliche Herausforderungen wie den Generationswechsel in der Hotelerie an und denkt diese mit Partnern weiter.


dds-Redakteur Hubert Neumann war von den starken Details und Lösungen aus dem Hotel-Baukasten angetan. Weniger von der Anmutung der Holzwerkstoffe. Die Renditeorientierung der Zielgruppe macht die Materialwahl verständlich.


Steckbrief

Häfele bedient als Familienunternehmen in über 150 Ländern die Möbelindustrie, Planer und das Handwerk mit Möbel- und Baubeschlägen sowie elektronischen Schließsystemen. 2018 erzielte die Häfele Gruppe mit über 7800 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,4 Mrd. Euro. www.hafele.com