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Vielseitigkeit wird geboten

Ausbildung
Vielseitigkeit wird geboten

Rund 40 Werkstätten bieten Studierenden an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle die Möglichkeit, selbstständig an Projekten zu arbeiten. In der Holzwerkstatt werden auch Tischler ausgebildet, die das inspirierende Umfeld zu schätzen wissen.

Martin Büdel, Leiter der zentralen Werkstätten

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ist mit über 1000 internationalen Studierenden eine der großen Kunsthochschulen in Deutschland. Im Fachbereich Kunst schließen die Studierenden ihr Studium mit dem Diplom oder Staatsexamen ab, im Fachbereich Design mit dem Bachelor und Master. Dazu gehört der Studiengang Innenarchitektur, der auch bei Tischlern und Schreinern beliebt ist.
Etwa 40 Werkstätten bieten den Studierenden die Möglichkeit, selbstständig an Projekten zu arbeiten und sie prototypisch umzusetzen. Die Holzwerkstatt bietet im räumlichen und inhaltlichen Kontext mit der Metall-, Kunststoff- und Digitalen Werkstatt viel Raum zum Experiment – beginnend mit einfachen Verfahren bis hin zu komplexen digitalen Fertigungsmethoden. Ein Dutzend Mitarbeiter kümmert sich hier vorrangig um die Belange der Studierenden und unterstützt sie bei der Umsetzung ihrer Projekte. Hier geht es in erster Linie um Hilfeleistungen, welche die Studierenden, je nach den individuellen Fähigkeiten, in die Lage versetzen, Ideen möglichst selbstständig zu verwirklichen.
In der vorlesungsfreien Zeit bieten die Werkstätten aufbauend auf eine allgemeine Werkstattbelehrung unterschiedliche Kurse an. Wer die Werkstätten nutzt, wird zudem jährlich mit einem eigens produzierten Film auf sachgerechte, sichere Nutzung hingewiesen. Als drittes Aufgabengebiet stellen die Werkstätten Mobilar und Ausstattung für den eigenen Bedarf der Kunsthochschule her. Dabei wird die gestalterische Haltung der Burg auch außerhalb ihrer Grenzen sichtbar: Auf der Leipziger Buchmesse im März 2017 war der neue Messeauftritt der Burg Giebichenstein erstmalig auf über 40 m2 Fläche gezeigt. Die Idee des Standes wurde durch Studierende des Fachgebiets Buchkunst formuliert, dann von Mitarbeitern der Zentralen Werkstätten hinsichtlich der Realisierung überarbeitet und gemeinsam mit den Studierenden umgesetzt. Im Rahmen dieser zwei Hauptaufgaben werden in den Zentralen Werkstätten der Burg drei Lehrlinge im Tischlerhandwerk ausgebildet.
Unkonventionelle Ausbildung
Die bisherige Erfahrung zeigt, wie die experimentellen Ansätze der Studierenden den Blick aller Mitarbeiter und ganz besonders der Auszubildenden über eine konventionelle Bearbeitung der üblichen Materialien hinaus stark erweitern können. Den Azubis stehen neben den Möglichkeiten der Zentralen Werkstätten mit der Metall-, Kunststoff- und Digitalen Werkstatt auch weitere Angebote innerhalb des Lehrangebots der Hochschule offen: So können sie Vorlesungen und Präsentationen besuchen oder an CAD-Kursen teilnehmen. Schon früh werden die Auszubildenden mit komplexen Aufgaben betraut. Sie sind volljährig, bearbeiten ihre Projekte weitgehend eigenständig und haben das Recht, auch Fehler zu machen – eine inspirierende Atmosphäre, die auch für die Planung des Gesellenstücks förderlich ist. Joel Grosenick: »Zwischen dem Fachwissen der Kollegen und den immer neuen Projekten der Kunst- und Designstudenten ist die Burg ein besonderer Ort, um das Tischlerhandwerk zu erlernen. Es macht mir Spaß, an der Umsetzung neuer Möbelkonzepte und Produktideen beteiligt zu sein. Durch die eigeninitiative Arbeit und den gestalterischen Anspruch fühle ich mich hoch motiviert und bestens vorbereitet für mein Gesellenstück!«
Hinter den Zentralen Werkstätten der Burg stehen Spezialisten und Universalisten: Zum bunten Team zählen Innenarchitekten und Industriedesigner, ein Metallkünstler, Handwerksmeister und Facharbeiter. Sie bündeln eine große Bandbreite an Kompetenzen. Hin und wieder wird auch in neuer Kollege gesucht, derzeit ein Tischlermeister oder eine Meisterin mit CAD-/CAM-Kenntnissen, der die Holzwerkstatt an der Schnittstelle zur Kunststoffwerkstatt und digitalen Fertigungsmethoden unterstützt und Interesse hat, neben der Betreuung der Studierenden auch bei der Ausbildung und dem Kursprogramm mitzuwirken.

Meister gesucht

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle sucht für die Zentralen Werkstätten ab sofort einen Tischlermeister/in, der das Team der Holzwerkstatt, insbesondere an der Schnittstelle zur Kunststoffwerkstatt und den digitalen Fertigungsmethoden, unterstützt. Schwerpunkte sind neben der Betreuung der Studierenden die Ausbildung und Umsetzung des Kursprogramms.www.burg-halle.de
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