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Ausland gut, Inland flau

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Ausland gut, Inland flau

Talsohle durchschritten? Der Vorsitzende des VDMA Fachverbands Holzbearbeitungsmaschinen Dieter Siempelkamp und Geschäftsführer Dr. Werner Neubauer
Auf der Mitgliederversammlung am 6. und 7. Mai 2004 gab der VDMA Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung der Branche.

Für das Jahr 2003 geht der VDMA Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen von einem geringen Rückgang der Produktion bzw. Stagnation aus. Für 2004 wird ein Zuwachs um zwei Prozent prognostiziert. Der Fachverband vertritt 114 Hersteller, die rund 90 Prozent des produzierten Volumens repräsentieren.

Viele deutsche Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen konnten im Jahr 2003 die Rückgänge auf dem Binnenmarkt nur durch gesteigerte Exporte ausgleichen. Die Gesamtausfuhr stieg um acht Prozent auf 1,94 Milliarden Euro. Damit verbuchen die deutschen Hersteller einen Welthandelsanteil von 31 Prozent. Die Exportquote stieg auf 65 Prozent.
„Unter dem Strich“, so der Vorsitzende des Fachverbands, Dieter Siempelkamp, könne von einem „verhaltenen Optimismus bei den Verbandsmitgliedern“ gesprochen werden. Enttäuschend sei dagegen das Nachmessegeschäft der Holz-Handwerk verlaufen. Die Euphorie der Veranstaltung habe sich nicht in konkreten Aufträgen niedergeschlagen.
Die USA sind für die deutschen Hersteller auch im Jahr 2003 wichtigster Einzelmarkt mit einem Volumen von 234 Millionen Euro (+ 16 Prozent im Vergleich zu 2002). Neu steht an zweiter Stelle China mit 163 Millionen Euro (+ 76 Prozent) und an dritter Stelle Russland mit 135 Millionen Euro (+ 41 Prozent). Im Jahr zuvor wurden Rang zwei und drei noch von den wichtigsten europäischen Abnehmerländern Frankreich und Italien eingenommen, die nun mit 129 bzw. 82 Millionen Euro an vierter und siebter Stelle stehen. Rang fünf und sechs nehmen Großbritannien (98 Millionen Euro) und Polen (89 Millionen Euro) ein.
Die deutsche Holzwirtschaft (Möbelindustrie, Holzhandwerk u.a.) ist weltweit der größte Binnenmarkt für Holzbearbeitungsmaschinen. Im Spitzenjahr 2000 wurden hier fast zwei Milliarden Euro in Holzbearbeitungsmaschinen und -anlagen investiert. Nach anhaltender Konjunkturflaute betrug dieser Wert im Jahr 2003 noch rund 1,3 Milliarden Euro – ein Rückgang um 35 Prozent. Davon wird etwa ein Viertel durch importierte Maschinen abgedeckt.
Die italienischen Hersteller mussten in 2003 zweistellige Auftragsrückgänge hinnehmen. Die Importe von italienischen Holzbearbeitungsmaschinen nach Deutschland fielen in 2003 um 17 Prozent auf 63 Millionen Euro.
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