Holzöl: Das sollte man wissen (8 Artikel)

Geöltes Massivholz vermittelt eine natürliche Anmutung und liegt damit voll im Trend. Doch woraus besteht eigentlich Holzöl? Welche Eigenschaften haben die Produkte und wofür eignen sie sich? Antworten von dds-Redakteur Georg Molinski

Eigenschaften von Holzölen
Holzöle bilden anders als Lacke und Lasuren keinen geschlossenen Film auf der Oberfläche. Sie dringen tief in das Holz ein, sättigen die obere Schicht und bewahren seine natürliche Optik und Haptik. Je nach Wahl des Produktes verändern sie aber auch die Optik. So feuern die meisten Öle das Holz an und lassen seine Farbenpracht zur Geltung kommen. Einige Öle sind auch pigmentiert, um einen bestimmten Farbton zu erzielen.

Marktübersicht: Holzöle für den Wohnbereich

In der Anwendung erweist sich Holzöl als universell und vor allem recht unkompliziert. Der fehlende Film bringt aber Nachteile mit sich, nämlich geringere Beständigkeiten gegen mechanische und chemische Belastungen. Bei Fußböden, Arbeits- oder Tischplatten entstehen schneller Wasserflecken oder mechanische Abnutzungen. Mit entsprechenden Pflegesets lässt sich das jedoch auch vom Endkunden recht flink und einfach reparieren. Um auch mit Öl einen guten Schutz gegen Feuchtigkeit zu erzielen, muss es sehr tief in das Holz eindringen können. Ein 0,8 mm dünnes Furnier wird kaum die dafür notwendige Eindringtiefe bieten. Geöltes Holz bleibt atmungsaktiv oder diffusionsoffen. Das Öl macht es strapazierfähig und abriebfest. Die meisten Holzöle eignen sich auch für Kinderspielzeuge und Möbeloberflächen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen.

Öl plus Wachs = Hartwachsöl
Der beim reinen Holzöl fehlende Schutzfilm lässt sich durch die Beigabe von Wachs dennoch erzielen. Diese Produkte nennen sich Hartwachsöl. Der Ölanteil dringt wie oben beschrieben tief ein, während das Wachs einen dünnen, leicht glänzenden Film bildet, der jedoch nicht an die Härte und Beständigkeit eines Lackfilmes heranreichen kann. Viele Wachse lassen sich nur im erhitzten Zustand ab 80 °C verarbeiten oder eben kalt in der Öl-Wachs-Kombination.

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