Temperguss- und Ganzstahlzwingen von Bessey

Kraft und Feinheit

Starres oder elastisches Spannen? Manch einer macht daraus eine Glaubensfrage. Bessey baut Zwingen, die beiden Anforderungen gerecht werden. Der folgende Beitrag erläutert die speziellen Eigenschaften von Temperguss- und verschiedenen Ganzstahlzwingen.

Vor über 80 Jahren hat Bessey den Maßstab dafür gesetzt, was auch heute noch eine gute Zwinge ausmacht: Stabilität, Spannkraft, Sicherheit, Lebensdauer. Bei der klassischen Tempergusszwinge der Serie TG sind Ober- und Unterteil gegossen und mit Wellen verstärkt, was die Zwinge starr macht und schnellen Kraftaufbau mit wenigen Spindeldrehungen ermöglicht. Das Wellenprofil stärkt die Arme, was sich bei schrägem Spannen auszahlt. Die Hohlprofilschiene mit Riffelung verhindert das Abrutschen. Für Sicherheit ab 80 mm Ausladung sorgt zudem die integrierte Rutschsicherung. Ein Gewindestift im Gleitbügel greift in die Riffelung und verhindert das ungewollte Lösen oder das Abrutschen des Unterteils. Der Klassiker ist geeignet für kraftvolles und starres Spannen, z. B. beim Verleimen von Vollholz. Der Anwender spürt direkt den Widerstand und weiß genau, wie stark er die Zwinge anziehen muss. Je nach Ausführung sind bis zu 6000 N möglich.

Ganzstahlzwingen sind leichter, bei höherer Stabilität und Flexibilität. Ihr Festbügel mit Druckplatte ist aus einem Stück geschmiedet, dadurch wird eine leichte Federung erreicht. Die Spindel lässt sich öfter drehen, bis die gewünschte Spannkraft aufgebaut ist. So lässt sich der Druck materialgerecht auf das Werkstück abstimmen. Ganzstahlzwingen sind unempfindlicher gegenüber Vibrationen, z. B. von Elektrowerkzeugen. Die Ganzstahlzwingen der Serie GZ ermöglichen bis zu 6000 N Spannkraft. Sie lassen sich schneller spannen als TG-Zwingen: pro Umdrehung bauen sie 20 Prozent mehr Kraft auf.

Die Omega-Schraubzwinge GMZ hat ihren Namen vom griechischen Buchstaben Omega, weil der Bogen des Festbügels diesem ähnelt. Zum einen wird durch die Form der Federweg vergrößert. Schwingungen werden noch besser aufgefangen, sodass die Spannkraft bei Vibrationen erhalten bleibt. Zum anderen ermöglicht der Omega-Bogen Spannen ins Eck. So gewinnt die Zwinge ggf. fehlende Millimeter bei der Ausladung und vermeidet versehentliches Zerdrücken der Ecke. Der Druckaufbau pro Spindeldrehung ist noch geringer als bei GZ. Es wird weniger Kraft beim Ansetzen benötigt und der Druck kann bis 5000 N fein dosiert werden.

Die Hebelzwinge GH verfügt statt des Gewindes über einen Rastmechanismus: Mit geringem Kraftaufwand werden schnell hohe Spannkräfte erreicht. Bis zu 8500 N sind möglich. Die Hebelzwinge ermöglicht schnelleres Spannen als mit Spindelzwingen– wichtig vor allem, wenn viele Zwingen rasch gesetzt werden müssen. Der Rastmechanismus spannt gut dosierbar und fast zu 100 % vibrationssicher.

Bessey Tool GmbH & Co. KG

74321 Bietigheim-Bissingen

Tel.: (07142) 401-0, Fax: -451

www.bessey.de

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