Maschinen & Anlagen

Effizient arbeiten mit Vakuum

Holzverarbeitende Betriebe müssen heute flexibel, schnell und liefertreu sein – dies gelingt, wenn man Rationalisierungspotenziale im Unternehmen voll ausschöpft. Andreas Dölker von Schmalz beschreibt wie die Vakuumtechnik Schreinern und Tischlern dabei helfen kann.

Um Rationalisierungspotenziale in Unternehmen auszuschöpfen und interne Prozesse zu optimieren bietet der Vakuum-Spezialist Schmalz aus dem Schwarzwaldort Glatten ein breites Portfolio für manuelle und automatisierte Handhabungsprozesse. Holzverarbeiter profitieren von mehr Effizienz und einer gesteigerten Produktivität. Die Anforderungen an die Vakuumtechnik zur sicheren Handhabung von Werkstücken aus Holz sind so unterschiedlich wie anspruchsvoll. Denn der nachwachsende Rohstoff wird oft in sehr rauer Umgebung verarbeitet. Viel Staub und Späne beeinträchtigen ein problemloses Greifen ebenso wie Astlöcher, Porosität, Verwindungen und Risse. Lackierte Oberflächen verlangen wiederum eine besonders schonende Behandlung. Ungleichmäßige Stapelbilder, verschiedene Abmessungen und eine häufig undefinierte Aufnahmeposition des Werkstücks stellen weitere Herausforderungen an die Handhabungstechnik. Darüber hinaus sind in der Holzindustrie schnelle Taktzeiten, sinkende Produktionskosten sowie Energieeffizienz gefragt. Schmalz unterstützt entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dazu zählen Vakuum-Komponenten, Vakuum-Greifsysteme, Systeme zur manuellen Handhabung sowie Aufspannlösungen.

Effizienzpotenziale schlummern
Vor allem manuelle Arbeitsabläufe wie Bewegen von Holzplatten, Zuschnitten oder Baugruppen sind weit verbreitet. Bei der Beladung von Plattenaufteilsägen durch einen Bediener kommen manuell geführte Vakuum-Handhabungssysteme zum Einsatz. Um unterschiedliche Formate und Gewichte prozesssicher zu greifen, hat Schmalz zwei Baureihen im Programm: den Schlauchheber »Jumbo« und die Hebegeräte »VacuMaster«. Jumbo erleichtert das häufige Heben von Werkstücken unterschiedlicher Geometrien bis zu einem Gewicht von 300 kg. Das Gerät wird von einer Person bedient – präzise und ergonomisch. Handhabungszeiten lassen sich deutlich senken. Um Holzwerkstücke mit einem Gewicht von bis zu 2000 kg zu transportieren, eignen sich die ebenfalls von einer Person geführten Geräte der Baureihe VacuMaster. Sie sind modular aufgebaut, robust und zuverlässig. Für ergonomisches Arbeiten in allen Höhen sind schwenkbare Bedienbügel im Programm. Mit Sauggreifern, die auf der Traverse stufenlos verstellbar sind, lassen sich auch unhandliche Platten mit verschiedenen Größen einfach bewegen. Für das sichere Transportieren empfindlicher Glasscheiben und Fenster sowie von vorstehenden Flügel- und Setzhölzern empfiehlt sich der Einsatz von »VacuMaster Window«. Das komplette Rationalisierungspotenzial lässt sich in Verbindung mit Aluminium-Kranen heben. Sie sind leichtgängig, was sich nicht nur auf die Effizienz im innerbetrieblichen Materialfluss auswirkt, sondern vor allem auf die Ergonomie. Der Kraftaufwand zum Kranverfahren ist gering, die Werkstücke lassen sich leicht und schnell in die gewünschte Position bringen.
Fixieren mit Unterdruck
Nach dem Zuschnitt folgt als nächster Prozessschritt häufig die Bearbeitung auf einem CNC-Bearbeitungszentrum. Für solche Maschinen unterschiedlichster Hersteller bietet Schmalz verschiedene Spannlösungen. Vakuum-Blocksauger fixieren die flachen Werkstücke sicher an der Unterseite, die Maschine kann die Platte anschließend an allen Kanten sowie an der Oberseite bearbeiten. Das Unternehmen entwickelte etwa neue Blocksauger für den Einsatz auf CNC-Holzbearbeitungsmaschinen von Biesse. Die Sauger VCBL-B sind mit den Original-Saugern kompatibel und lassen sich einfach in der Saugeraufnahme der Maschine fixieren. Die Sauger von Schmalz machen die teure Wiederbeschaffung kompletter Blocksauger etwa bei Kollision oder Verschleiß überflüssig: Der einfache Austausch der Saugplatten genügt. Bei herkömmlichen Systemen muss der gesamte Blocksauger gewechselt werden. Ersatzteilkosten und Maschinenstillstandzeiten werden so reduziert.
Mit automatisierten Systemen, wie dem Flächengreifer »FXP/FMP«, schöpfen Anwender weitere Rationalisierungspotenziale aus. Zur Strömungsoptimierung hat Schmalz Systeme mit speziellen Einschubelementen und leckagefreien Strömungsventilen ausgestattet. Tests haben ergeben, dass solche Greifsysteme durchschnittlich 86 Prozent mehr Saugkraft auf sägerauen Werkstücken erzeugen und 87 Prozent mehr Saugkraft auf Werkstücken mit glatter Oberfläche als vergleichbare Produkte am Markt. Für den Anwender bedeutet dies ein prozesssicheres Greifen von Werkstücken, eine verbesserte Energieeffizienz und eine kosteneffizientere Fertigung.

Vakuumtechnik ist vielfältig nutzbar

ach so

Ob bei Mikrochips fürs Handy, Pralinen in der Schokoladenfabrik, Blistertüten für Gummibärchen oder 60-m-Rotorblätter für Windkraftwerke – Vakuumhebetechnik lässt sich nahezu unbegrenzt einsetzen.

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