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Möbelprojekt an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Möbelprojekt an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Stichwort Homeoffice

Innenarchitektur Studierende an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle haben sich in einem Möbelprojekt mit dem aktuellen Thema Homeoffice auseinandergesetzt.

Hochschule und Werkstätten geschlossen, bitte zu Hause bleiben – ungewohnte Rahmenbedingungen für das Möbelprojekt der Innenarchitekten! Was sie im Corona-Sommer 2020 dennoch daraus gemacht haben, zeigen beispielhaft fünf ausgewählte Arbeiten. Das Thema lag in der Luft: Homeoffice! Wer eine handwerkliche Vorbildung im Holzbereich hatte, durfte mit Blech arbeiten. Um das Projekt möglichst realistisch anzugehen, hat der Dozent Klaus Michel die Anforderungen in einen Kundenauftrag verpackt: »Ihr seid zehn Jahre älter, habt ein bis drei Kinder und einen Partner, der nicht ständig mit eurem Bürokram konfrontiert sein will. Zum Arbeiten braucht ihr einen Laptop, Skizzenbücher, Aktenordner, Papier, Locher, Tesa etc, den Umfang legt ihr selbst fest. Strom wäre sicherlich nicht schlecht, Licht möglich, ob in zehn Jahren aber noch ein Drucker nötig ist – vielleicht eher nein! Als Richtwerte für das Volumen gilt etwa 400 x 2100 x 400 mm oder 800 x 800 x 400 mm. Harte Vorgaben sind mindestens eine Schublade und Türe oder Klappe. Es sollen Möbelbeschläge und moderne Plattenwerkstoffe zum Einsatz kommen, Massivholz nur für Rahmen, Beine oder Pfosten. Als Beschläge sollen mindestens Scharniere oder Klappenbeschlag und ein Auszug verbaut werden. Für euren Entwurf könnt ihr euch gerne Anregungen bei bestehenden Entwürfen holen – vieles Neue ist die Interpretation des alten in einem neuen Material oder einer neuen Technologie. Etwas Vorhandenes fünf Prozent besser zu machen reicht schon – eines der Grundprinzipien der japanischen Kultur!«

Ein kleines Gesellenstück

Tischler und Schreiner erinnert die Aufgabenstellung nicht zufällig an die Vorgaben für ein Gesellenstück: Auf diese Weise sollen Innenarchitektur Studierende ein potenzielles Serienmöbel gewissermaßen einmal komplett durchexerzieren. Es kommt dabei weniger auf die handwerkliche Ausführung an, vielmehr geht es darum, die Nutzungsanforderungen an ein Möbel konkret in einen Entwurf zu übersetzen und diesen mit zeitgemäßen Materialien, Zulieferprodukten und Techniken umzusetzen. Das ist trotz eingeschränkter Werkstattnutzung und ohne den üblichen Support in der Hochschule hervorragend gelungen! –JN

Weiteres Möbelprojket aus der Burg Giebichenstein


Steckbrief

Das Möbelprojekt hat Prof. Klaus Michel im Studiengang Innenarchitektur an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle im Sommersemester 2019 betreut, unter künstlerischer Mitarbeit von Maren Englisch. Die Prototypen wurden Corona-bedingt ohne Support der Campus-Werkstätten von den Studierenden in Eigenregie umgesetzt.

www.burg-halle.de

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