Türsysteme von Moralt

Überzeugender Neustart

Seit der Unabhängigkeit von anderen Gesellschaftern konzentriert sich die Moralt AG nun ganz auf das Geschäft mit Haustürrohlingen und Holzwerkstoffen für Innentüren. dds-Redakteur Hubert Neumann hat das neu aufgestellte Unternehmen besucht.

Ende September 2018 hatte der Vorstand der Moralt AG Klaus Feile zu einem »Oktoberfest« an den neuen Standort Hausham geladen, rund 20 km weg vom früheren in Bad Tölz. Hunderte Gäste waren gekommen – nationale und internationale Handelspartner, Entwicklungspartner aus vielen Instituten, die an den Zulassungen für Brand-, Schall- und Einbruchsschutz der Moralt- Produkte beteiligt sind und die Familien der aktuell 37 Mitarbeiter. Sogar zwei Geistliche waren vor Ort – aus der Überzeugung, dass auch bestens optimierte Prozessabläufe immer Teil eines größeren Ganzen bleiben, begann das Fest folgerichtig mit der Segnung des neuen Standorts.

Nach turbulenten Jahren mit wechselnden Investoren liegen heute alle Aktien in den Händen von Vorstand Klaus Feile. In den neuen Standort wurde eine Mio. Euro investiert, weitere hohe Investitionen zur Flexibilisierung der Produktion folgen. Die neue Eignerstruktur hilft, das Unternehmen innovativ nach vorn auszurichten. So gehört Moralt seit 2016 zu den Preisträgern der mittelständischen Innovations-Elite Deutschlands. Ausschlaggebend für diese Ehrung ist ein erfolgreiches Innovationsmanagement.

Aus der Praxis entwickelt

Seit der Neuaufstellung fokussiert sich Moralt auf Türrohlinge und Türsysteme für die lizenzierte Eigenfertigung von Funktionstüren. In diesem Spezialgeschäft ist das Unternehmen etabliert. Was für Laien unvereinbar wirkt, ist an der Tagesordnung: Brandschutztüren aus Holz! Hinzu kommen Funktionen wie Rauch- und Schallschutz, Einbruchhemmung sowie Wärmeschutz bis hin zur Passivhaustauglichkeit. Auf dieser Grundlage lassen sich nun hochwertige Innen- und Außentüren für das Premiumsegment fertigen, die zugleich Anforderungen an Nachhaltigkeit erfüllen. Moralt hält zahlreiche Patente und gehört international zu den relevanten Playern der Branche.

Das größte Potenzial der Oberbayern liegt in ihrer Praxisnähe. Deutlich wird dies auch im Gespräch mit Vertriebschef Christian Stöhr, der seit 15 Jahren bei Moralt arbeitet: Angefangen hat er im Rahmen seiner Diplomarbeit als Rosenheimer Werksstudent, später wurde er Produktions- und auch Logistikleiter. Auch heute noch kann man den Praxisfreak zuweilen in der Entwicklungsabteilung oder an der CNC antreffen. Das Moralt-Entwicklungsteam befasst sich dabei nicht nur mit Standardversuchen für Funktionstüren. Erfüllte Normbedingungen in allen Ehren – wenn im Alltag die Türelemente hochgedämmter Wohnungen ohne Windfangpuffer auch Extremen jenseits der Norm ausgesetzt sind, müssen sie diesen auch standhalten. Manches Patent ist vermeintlich banal – so sorgt ein hochverdichteter Mittellagenaufbau etwa dafür, dass sich Kondenswasserdampf nicht ansammeln kann. Thermisch getrennte Flachstahlstabilisatoren toppen übliche Aluminiumeinlagen. Man muss das eben nur technisch umsetzen können!

Im Verkauf kann Christian Stöhr auf den üblichen Marketingsprech verzichten – er vermittelt seinen Handwerkerkunden aus innerer Überzeugung, dass Moralt-Produkte eine ideale Basis für gute Geschäfte mit Türen bieten.


Klaus FeileVorstand Moralt AG

»Zur Inno-vations-Elite Deutschlands zu zählen, ist motivierender Anspruch!«

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