Martktübersicht zu Klasse-M-Sauger für professionelle Handwerker

Gesaugt, getan

Mobile Entstauber haben unterschiedliche Aufgaben: Absaugen von Elektrowerkzeugen auf dem Bau oder im Bankraum, und Saubermachen nach getaner Arbeit. In unserer Marktübersicht stellen wir 18 kabelgebundene M-Sauger vor – Akkugeräte folgen in der nächsten Ausgabe.

Jörg Zinsser, Tischler und Fachjournalist

Das Kabel hat ausgedient – so stellt sich die Entwicklung der Elektrowerkzeuge in den letzten Jahren dar. Leistungsfähige Akkus erschließen den netzunabhängigen Werkzeugen neue Anwendungsgebiete. Werden diese Werkzeuge allerdings mit einem mobilen Entstauber abgesaugt, ist noch weitgehend der netzstrombetriebene Industriesauger Standard. Unsere Marktübersicht konzentriert sich deshalb zunächst auf Geräte dieses Typs, deren Aufgabe es ist, auf der Baustelle staubfreies Arbeiten nach Staubklasse-M-Standard zu ermöglichen, bzw. nach Beendigung der Arbeit für Sauberkeit zu sorgen. Im zweiten Teil, in der Septemberausgabe 2018, stellen wir akkubetriebene Sauger vor, die allmählich auf dem Markt erscheinen. Hier steht ein Generationswechsel in den Modellreihen der Hersteller bevor, an dem derzeit vielerorts gearbeitet wird. Eine Herausforderung ist dabei, Geräte zu entwickeln, die hinsichtlich der Leistung, also des Volumenstroms, dasselbe Level erreichen wie kabelgebundene Geräte. Die Laufzeiten der Akkugeräte sollten außerdem ausreichen, um im Arbeitsalltag auf der Baustelle einen ganzen Tag mit einer Ladung abzudecken. Technisch ist das heute machbar – die Arbeit besteht darin, die Technik zur Serienreife zu bringen, d. h. neue Maschinenteile und elektronische Komponenten einschließlich Software zu entwickeln. Die Preise der Geräte werden, da die Technik mit geringeren Stückzahlen startet, eher am oberen Ende der Skala liegen – so lange, bis das Neue Standard ist: Der Hybridsauger von Hilti ist einer von zwei Geräten in unserer Übersicht, die im vierstelligen Bereich liegen.

Verbesserungen meist im Detail

Die technischen Anforderungen, welche die Sauger bewältigen müssen, sind in den letzten Jahren nicht sprunghaft angestiegen. Eine bedeutende Leistungsverbesserung erreicht allerdings Festool durch einen vorgeschalteten Zyklonabscheider: Fallen große Staubmengen und Späne an – wie beispielsweise beim Schleifen von Trockenbauspachtel oder beim Arbeiten mit dem Elektrohobel –, trennt und sammelt der Vorabscheider bis zu 95 Prozent von Staub und Spänen, bevor sie im Absaugmobilfilter landen.

Ansonsten gibt es Detailverbesserungen an den Geräten, welche die Praxistauglichkeit betreffen: Festool hat z. B. einen neuartigen, besonders glatten Saugschlauch entwickelt, der nirgends mehr hängen bleibt oder sich verhakt, sowie eine Kabelaufwicklung mit einem Klappmechanismus, der das schnelle Abnehmen des aufgerollten Kabels mit einem Griff ermöglicht, ohne es abwickeln zu müssen. Neuere Geräte bieten auch die Möglichkeit, Systemboxen auf dem Gehäuse anzudocken, sodass der Sauger als Werkzeugablage und rollende Transporthilfe dient. Tendenziell wird versucht, mit weniger Schaltern und Bedienelementen auszukommen und die Geräte so zu konzipieren, dass sie »von alleine wissen, was sie zu tun haben«. Die Einschaltautomatik beispielsweise, die den Sauger in Betrieb setzt, sobald das abgesaugte Elektrowerkzeug startet, wird von Makita und Festool auf die drahtlose Bluetooth-Technik umgestellt: Ein Bluetooth-Sender am Elektrowerkzeug ist mit einem ebensolchen am Sauger gekoppelt, sodass auch Akkuwerkzeuge, die nicht mehr per Stromkabel am Sauger hängen, diesen fernsteuern können.

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