Gebrauchtmaschinen

Die Neue, eine Gebrauchte

Die Anschaffung einer gebrauchten Holzbearbeitungsmaschine kann eine sinnvolle Alternative zum Kauf einer neuen Maschine sein. Holztechniker Ludger Reuther von Surplex gibt Tipps, worauf man dabei achten sollte.

Ludger Reuther, Surplex GmbH, Düsseldorf

Weil sich auf vielen Maschinen jüngerer und teilweise auch älterer Baujahre noch gut und zuverlässig produzieren lässt, sind sie eine attraktive Alternative zu Neumaschinen. Das Einsparpotenzial ist teilweise erheblich. Viele Features der aktuellsten Maschinen werden vom Betrieb womöglich gar nicht benötigt, müssen aber mitbezahlt werden. Das macht gerade jüngere Gebrauchtmaschinen zu einer attraktiven und auch kostengünstigen Option.

Das Angebotsspektrum des Marktes ist riesig und reicht von Handmaschinen und Geräten über Klein- und Standardmaschinen bis zu kompletten Produktionslinien. Allein Surplex verkauft z. B. mehr als 60 000 Positionen pro Jahr. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle Verfügbarkeit einer Gebrauchtmaschine, wogegen man auf Neumaschinen in manchen Fällen mehrere Monate lang warten muss.

Szenarien, die den Kauf einer Gebrauchten sinnvoll erscheinen lassen sind u. a.:

 Modernisierung

 Produktionsumstellung/-erweiterung auf neue Produkte

 höhere Produktionskapazität bzw. schnellere Durchlaufzeiten gewünscht (Bearbeitungszeit bei jüngeren Maschinen oft kürzer. Beispiel Kante: Rüsten in der Lücke)

 höhere Qualität gefordert (neuere Maschinen arbeiten oft präziser, schneller und materialoptimierter als ältere Maschinen)

Ein weiterer Vorteil jüngerer Maschinen ist die bessere Produktionsvorbereitung: Der Maschinenbediener muss nur noch abgespeicherte Daten aufrufen, manuelle Programmierung und Umrüstvorgänge entfallen, es entstehen weniger Fehler.

Besichtigung unter Strom möglich?

Wer sich für eine Gebauchtmaschine interessiert, sollte versuchen, die Maschinen noch »unter Strom« zu besichtigen. Dadurch kann man sich selbst einen Eindruck vom Zustand der Maschine machen. Das Gespräch mit dem Vorbesitzer/Maschinenbediener liefert Erkenntnisse über eventuell an der Maschine notwendige Arbeiten, Nachrüstungen etc. Zu den Informationen, die der Verkäufer/Vermarkter liefern sollte, zählen folgende:

 Wie lautet die genaue Maschinenbezeichnung?

 Wieviele Betriebsstunden ist die Maschine gelaufen?

 Welche Bauteile wurden bereits repariert/getauscht/erneuert?

 Was zählt zum Lieferumfang?

Von der Plattensäge …

Je nach Maschinenart gilt es, ganz unterschiedliche Dinge zu beachten.

Plattenaufteilsägen. Wesentlich bei der Auswahl einer passenden Säge ist, welches Material in welchem Plattenformat verarbeitet werden soll. Wenn größere Stückzahlen zu fertigen sind, liegt die Wahl einer Säge mit Etikettendrucker nahe. Dies erlaubt die nahtlose Werkstückübergabe an andere Systeme und die Anbindung an Materiallager mit automatischer Beschickung – die passende Materialvorstapelung durch die Maschine ermöglicht vollautomatische Bearbeitungsdurchläufe – z. B. nachts, wenn niedrigere Energiekosten anfallen. Neuere Maschinen verfügen über frequenzgeregelte Motoren und Teilsysteme – die genaue Anpassung an aktuelle Auslastungen ermöglicht einen deutlich geringeren Energieverbrauch.

Kantenanleimmaschinen. Modernere Kantenanleimmaschinen sind in der Regel etwas kompakter gebaut als ältere Maschinen. Dennoch erreichen sie höhere Durchsätze. Frequenzgeregelte Motoren und Teilsysteme sorgen für eine höhere Energieeffizienz. Aktuellere Maschinen sind oft mit einem Laser- oder Heißluftaggregat für Nullfugen ausgestattet – immer häufiger können diese Maschinen auch gebraucht erworben werden.

CNC-Maschinen. Die 5-Achs-Bearbeitung gehört bei CNC-Maschinen der gehobenen Klasse mittlerweile zum Standard. Hieraus ergeben sich verkürzte Zeiten für den Aggregatetausch. Deutlich größere Bearbeitungswege für y- und z-Achse erlauben das Arbeiten mit größeren Werkstücken. Durch allgemeine Fortschritte im Maschinenbau wird die kostengünstige Realisierung sehr leistungsstarker Maschinen möglich – jüngere Maschinen verfügen in der Regel über bessere Antriebstechnik und laufen ruhiger.

Formatkreissägen. Hier sind insbesondere Fortschritte bei Bedienung und Verfahren der Maschine zu erwähnen: modernere Maschinen sind komplett über Programm steuerbar, besser ansteuerbar, verfahren schneller und nach Dateneingabe – hierdurch lässt sich im Vergleich zur manuellen Dateneingabe eine weniger fehleranfällige und bessere Bearbeitung der Werkstücke realisieren.

… bis zum Gabelstapler

Absauganlagen. Absaugungen jüngerer Bauart sind durch Frequenzregelung in der Lage, ihren Volumenstrom genau an die Auslastungen der gerade laufenden Maschinen anzupassen. Hierdurch wird gegenüber älteren Maschinen ein deutlich energieeffizienterer Betrieb möglich. Bei Reinluft-Absauganlagen – einer der modernsten Bauformen – handelt es sich um komplett geschlossene Systeme, aus denen keinerlei Staub mehr in umliegende Räume austreten kann.

Gabelstapler. Aktuelle Modelle verfügen gegenüber älteren Modellen meist über eine kompaktere Bauform und einen geringeren Wendekreis – bei besserer Leistung. Die präzisere Steuerung ermöglicht auch die engere Stellung von Regalsystemen und dadurch entsprechende Kostenvorteile.

Regale, Handmaschinen etc. Aktuelle Regalsysteme verfügen oft über größere Fächer und größere Tragkraft. Neuere Arbeitsplätze sind mit materialschonenderen Vakuumhaltevorrichtungen ausgestattet: Die Werkstücke können mit weniger Kratzern bearbeitet werden. Energieverteiler befinden sich aktuell immer häufiger direkt am Arbeitsplatz – hieraus ergibt sich eine erhöhte Arbeitssicherheit. Moderne Handmaschinen verfügen in der Regel über aktuelle Akkutechnik ohne Memoryeffekt – und sind dadurch immer flexibler und länger einsetzbar.


Europas Marktplatz Nr. 1 für Gebrauchtmaschinen der Holz- und Metallbranche

Surplex vermarktet gebrauchte Maschinen und Anlagen für die Metall- und Holzindustrie. Dreh- und Angelpunkt dabei ist die Onlineplattform surplex.com, über die alleine im vergangenen Jahr rund 60 000 Positionen gehandelt wurden. Die Plattform ist in 18 Sprachen verfügbar und wird monatlich von über 500 000 Besuchern aus mehr als 150 Ländern besucht.

Das zum Einsatz kommende Vermarktungsmodell hängt ganz vom Wunsch des Verkäufers ab:

 geht es um sofortige Liquidität, kauft Surplex eine Maschine an und verkauft sie auf eigene Rechnung weiter

 bei großen Posten oder wenn die Zeit drängt, sind Versteigerungen interessant

 geht es um Erlösoptimierung, vermarktet Surplex Maschinen im Kundenauftrag.

Sitz des Unternehmens ist in Düsseldorf, Niederlassungen gibt es in Italien, Frankreich, Spanien, Schweiz, UK, Dänemark, Polen, Benelux und Rumänien. Surplex beschäftigt rund 180 Mitarbeiter.

Surplex GmbH,40472 Düsseldorf,
Tel.. (0211) 422737-64, www.surplex.com,
alexander.peitz@surplex.com

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