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Flinker und vielseitiger Helfer

Technik
Flinker und vielseitiger Helfer

Es gibt immer wieder etwas zu verleimen: Rahmen, Gestelle, Fenster, Türen, Massivholzplatten oder Korpusse. Mit Schraubzwingen ist das meistens ein kompliziertes und langwieriges Unterfangen, mit der Multipresse läuft das flink und ordentlich.

Wir haben uns für die Multipresse von Barth entschieden, weil das Verleimen unserer Möbelfronten mit Schraubzwingen viel zu lange dauert. Durch die Erweiterung der Presse mit einem einhängbaren 90°-Anschlag und einer zweiten Seitendruckeinrichtung können wir jetzt vier Fronten auf einmal verleimen – eine enorme Zeit- und Platzersparnis. Im Nachhinein frage ich mich, warum wir mit der Anschaffung so lange gewartet haben. Die Zeitersparnis bei allen Verleimarbeiten ist nicht zu glauben. Die Presse zahlt sich durch ihre Vielseitigkeit in kürzester Zeit ab«, sagt Schreinermeister Ulrich Flick in Melle. Er ist ein typischer Anwender der »Multipresse« aus dem Hause Barth. »Die« Multipresse gibt es eigentlich nicht, denn jedes Modell ist exakt auf die Bedürfnisse des Anwenders zugeschnitten, ein ausgetüfteltes Baukastenprinzip macht es möglich. Eine Multipresse ersetzt viele verschiedene Pressen und ist somit eine Universalpresse.

Je nach Größe, Ausstattung und Automatisierungsgrad liegt die Investitionssumme bei einer groben Größenordnung von 5000 bis 20 000 Euro. Die Presse besteht aus einem leicht geneigten Grundgestell mit senkrechten Seitenanschlägen, verfahrbaren senkrechten Traversen, Seitendruckeinrichtungen, Gegenlagern und Spannelementen. Bereits beim Grundgestell hat der Anwender die Wahl, ob es groß, klein, fahrbar auf Rädern oder von beiden Seiten aus bestückbar sein soll. Auf den verfahrbaren Presseinheiten lassen sich die Gegenlager durch einfaches Einstecken in die Rastbolzen fixieren. Die Druckelemente an der Seitendruckeinrichtung sind stufenlos verstellbar.
Verschiedene Spannsysteme
Bei den Druckelementen kann der Tischler und Schreiner zwischen dem mechanischen Zahnstangengetriebe, der Handspannhydraulik, der zentralen Handspannhydraulik und dem elektrischen Hydraulikbetrieb wählen. Die preiswerteste Variante ist das Zahnstangengetriebe mit einem besonders leichtgängigen, manuellen und selbsthemmenden Schneckenantrieb. Damit lässt sich mit bis zu 800 kg spannen.
Höhere Pressdrücke und mehr Komfort bietet die Handspannhydraulik an jedem Spannelement. Sie pumpt zweistufig. Solange bis die Druckplatte auf das Werkstück auftrifft, bewegt sich der Spanner recht flink, danach wechselt das Übersetzungsverhältnis in den Druckaufbaumodus. Im Barth-Programm gibt es auch eine zentrale, ebenfalls zweistufige Handspannhydraulik, mit der sich alle Zylinder gleichzeitig bedienen lassen. Noch mehr Möglichkeiten bietet die Dualhydraulik, die den Zentral- und den Einzelmodus unterstützt. Damit lässt sich beispielsweise ein Spanner stärker anziehen als die anderen. Die aufwendigste und komfortabelste Lösung ist die zentrale elektrische Hydraulikpumpe.
Die Gegenlager und Druckschuhe gibt es mit bis zu 60 cm Tiefe, sodass sich die Presse auch als Korpuspresse einsetzen lässt. Hier sorgt ein Exzenterspanner dafür, dass der Pressdruck auch die Korpusvorderkante erreicht.
Barth Maschinenbau 84550 Feichten Tel.: (08634) 689858, Fax: 982727 www.barth-maschinenbau.de
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