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Fahrbericht Ford E-Transit und Marktübersicht 3,5-t-E-Transporter

Fahrbericht Ford E-Transit
Doppelte Steckdosenpower

Jens und Patricia Fritzsche waren für dds mit dem »Ford E-Transit« unterwegs und haben in einer Marktübersicht zehn weitere E-Transporter der 3,5-t-Klasse zusammengestellt.

Redaktionsbüro Fritzsche, Frankfurt/Main

Hier finden Sie die Marktübersicht »E-Transporter der 3,5-t-Klasse« zum Download

Anschnallen, Knopf drücken, tief Ein- und Ausatmen und Spaß haben. Was sich nach Adrenalinkick auf einer Rennstrecke anhört, ist unsere Probefahrt im Ford E-Transit. Das Testrevier ist der Vogelsberg mit vielen Kurven, Bergauf- und Bergab-Passagen. Hier zeigte der Elektro-Transit, was in ihm steckt. Die knapp 2,5 Tonnen Leergewicht lassen sich extrem agil bewegen. Elektro-typisch ist der Transporter gut am Gas, man spürt kaum Wankbewegungen in den Kurven und er bleibt absolut spurstabil. Das bringt ordentlich Spaß bei der Fahrt und geht beim E-Transit noch mit gutem Gewissen einher. Bei all dem Fahrvergnügen ist es vorteilhaft, dass der Transporter auf der Autobahn bei 130 Kilometern pro Stunde abregelt – sonst würde die Batterieanzeige ebenfalls im Rekordtempo absinken.

Leistungsstarke Motoren

Die Konstruktionsweise des Transporters unterscheidet sich deutlich von den Wettbewerbern, was man an den starken Fahreigenschaften spürt. Ford setzt beim E-Transit auf Heckantrieb und verbaut das Antriebsmodul an der Hinterachse. Konstruktionsbedingt kommen deshalb Schraubfedern an der Hinterachse zum Einsatz und die Räder sind einzeln aufgehängt. Diese Bauweise bietet im Vergleich zu Starrachsen mit Blattfedern enorme Komfortvorteile. Das sonst typische Poltern im unbeladenen Zustand ist beim Ford nicht zu hören. Auch beladen bleibt der Große äußerst ruhig. Der Nachteil ist eine höhere Ladekante als bei den Wettbewerbern. Dieses Manko möchte Ford zukünftig mit einer optionalen und absenkbaren Luftfederung verbessern.

Der E-Transit bietet aktuell die höchste Motorleistung aller Elektrotransporter. Zur Auswahl stehen bei Ford E-Motoren mit 184 PS oder 269 PS, die 430 Nm Drehmoment bereitstellen. Im Zusammenspiel mit den 68-kW-Batterien fährt man damit etwa 250 km weit. Neben dem Spaß beim Fahren kommt im E-Transit die Sicherheit keinesfalls zu kurz. Zahlreiche Assistenzsysteme halten den Transporter feinfühlig in der Spur. Beeindruckend ist, wie der automatische Parkpilot den großen Transporter auch in die kleinste Lücke dirigiert.

Hilfreich ist der 12-Zoll-Touchscreen in der Cockpitmitte. Er gewährt beim Parken oder Rangieren einen tollen Rundumblick. Über das Display lassen sich vielfältige Funktionen steuern, um das Fahrzeug sinnvoll zu bedienen. Vier bis sechs Tasten unter dem Touchscreen geben einen Schnellzugriff auf häufige Komfort- und Sicherheitsfunktionen und der danebensitzende Lautstärketaster reguliert das Entertainment-System. Ebenfalls per Drehregler wird die Ein-Stufen-Automatik gesteuert.

Viel Platz vorne und im Laderaum

Insgesamt ist das Cockpit modern und durchdacht gestaltet. Alles hat seinen Platz und Ablagen stehen in verschiedenen Größen ausreichend bereit. Einziger Mangel: Die Kopfstützen sind zu kurz. Diese passen nur für Personen bis zu 1,85 m Körpergröße.

Gewohnt viel Platz bietet der E-Transit hinter der Fahrerkabine. Die bis zu 15 m³ fassende Ladefläche ist optimal für große Transportgegenstände. Der robuste Kunststoffboden verzeiht dabei auch eine etwas ungestüme Beladung. Ein wirklicher Pluspunkt sind die optionalen Steckdosen hinten rechts im Laderaum.

An das »Pro Power On Board«-System für einen Aufpreis von 1200 Euro netto können gleichzeitig zwei 230-V-Geräte im Laderaum und ein weiteres Gerät zwischen den Sitzen angeschlossen werden. Insgesamt stehen 2,3 kW Leistung bereit. Damit gehört die lästige Kabeltrommel der Vergangenheit an.

Der Vergleich zum Wettbewerb

Unsere Tabelle in der Marktübersicht zeigt, dass bereits viele Hersteller mit E-Transportern im 3,5-t-Segment vertreten sind. Dementsprechend groß ist die Konkurrenz. Ford hat sich lange Zeit gelassen, um den ersten reinen E-Kastenwagen auf den Markt zu bringen. Das Warten hat sich unserer Meinung nach aber gelohnt. Leistungsstarke Motoren, eine mit 130 km/h autobahntaugliche Maximalgeschwindigkeit, großer Akku mit ansprechender Reichweite, bis zu 1600 kg Nutzlast, top Fahreigenschaften sowohl in als auch außerhalb der Stadt, eine hohe Variantenvielfalt und viele weitere positive Eigenschaften. Damit setzt der E-Transit einen neuen Maßstab in dieser Klasse, an dem sich die Konkurrenz zukünftig messen lassen muss. Auch preislich reiht sich der Ford gut ein, ist aber oft besser ausgestattet. So kann der E-Transit für Handwerker zur ersten Wahl werden.


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