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Tischler ahoi

Ausbildung
Tischler ahoi

Warum nicht mal ein Brett für Wasserski anstelle des ewigen Schachbretts anfertigen? Ein Ausbilder der »Überbetrieblichen«, ein Berufsschullehrer und zwölf Azubis vom Kölner Berufskolleg Ulrepforte wagten sich buchstäblich in neue Gewässer vor.

Der Erfolg jeder Ausbildung steht und fällt mit der Verpackung der Lehrinhalte: Sind die Azubis mit Begeisterung am Werk, bleibt auch etwas hängen. Achim Allrich, Ausbilder am BBZ der Handwerkskammer Köln und Gert Spießbach, Lehrer am Berufskolleg Ulrepforte, haben für ihre Azubis der Tischler-Mittelstufe einen Workshop mit Erlebnisfaktor auf die Beine gestellt. Nach allen Regeln der Tischlerkunst durfte jeder sein individuelles Kiteboard anfertigen. Krönender Abschluss war ein Testlauf auf der Wasserskianlage in Brühl, wo sich alle Teilnehmer und Sponsoren des Projekts einfanden.

Auch wenn der Spaß im Vordergrund stand – im Hintergrund wurden jede Menge fachliche Inhalte vermittelt: Entwerfen in CAD, Schablonenbau mit dem Bearbeitungszentrum, sicherheitsbewusstes Rüsten und Bedienen von Standardmaschinen, insbesondere der Formatkreissäge und Tischfräse, Arbeit mit einer Verleimschablone, Furnieren etc. Die Azubis hatten im Vorfeld bereits den TSM 2 Kurs absolviert. Ideen und Vorlagen für die Bretter gab es im Kölner Surfshop, der auch Fußschlaufen und Finnen lieferte. Mit Unterstützung von CAD und CNC entstanden Schablonen. Fachgerecht zusammengefügte Furniere mussten nicht nur gut aussehen sondern den Anforderungen standhalten, die an ein Sportgerät gestellt werden. Die Optik allein macht noch kein gutes Kiteboard! Werkstoffe, Leime, Lacke und Beschläge wurden so ausgewählt, dass sie auch den harten Einsatz auf dem Wasser überstehen. Damit jeder sein Bord auf Anhieb erkennt, konnten mit einem Folienplotter individuelle Motive für die Oberfläche erstellt werden.
Das Projekt hat den Beteiligten so gut gefallen, dass die Idee entstand, die Inhalte dem Oberflächenlehrgang für Tischler/Schreiner anzupassen. Bei den örtlichen Berufsschulen soll dann im Vorfeld abgefragt werden, wer an dem Projekt Interesse hat. So werden in der Region Köln in Zukunft auch andere wassersportbegeisterte Auszubildende die Möglichkeit haben, innerhalb der Überbetrieblichen Unterweisung ihr individuelles Kiteboard zu fertigen. JN
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