Günter Schmitz ist Eigentümer und Geschäftsführer des luxemburgischen Bauelementeanbieters Coplaning. Als Erfolgstrainer der hauseigenen Akademie Denkhouse gibt er Seminare für Handwerksunternehmer und deren Mitarbeiter. Infos unter www.denkhouse.com

Von A-, B- und C-Mitarbeitern. Der Kollegentipp von Günter Schmitz

Gerade mal 15 Prozent der deutschen Arbeitnehmer ab 18 Jahren haben eine hohe emotionale Bindung zum Unternehmen. Der große Anteil (70 Prozent) hat nur eine geringe emotionale Bindung und 15 Prozent haben gar keine.

Wir nennen die Gruppe mit hoher Bindung A-Mitarbeiter. Sie sind motiviert, engagiert und setzen sich überdurchschnittlich stark für die Unternehmensziele ein. Die mittlere Gruppe, die B-Mitarbeiter, laufen mit und machen ihren Job, bringen aber keine Extraleistungen. Und C-Mitarbeiter boykottieren sogar das Unternehmen. Sie bringen nicht nur Minderleistung, sie stecken andere Kollegen auch mit ihrer negativen Stimmung an. Von Kunden ganz zu schweigen. Die meiste Zeit verschwenden Unternehmer leider mit diesen C-Mitarbeitern: durch Gespräche, Ermahnungen und Ähnliches. Es bleibt kaum Zeit, sich um die wirklich guten Mitarbeiter, die As zu kümmern. Sie bedürfen des Lobs und der Förderung. Ihnen gebührt volle Aufmerksamkeit.
Bei den B-Mitarbeitern muss man schauen, wer zu einem A-Mitarbeiter weiterentwickelt werden möchte und dazu auch in der Lage ist. Eine ganz einfache Methode hierzu ist die sogenannte Einstellungs-Kompetenz-Matrix. Dabei werden alle Mitarbeiter von der Führungsmannschaft unter die Lupe genommen. Dazu zeichnet man sich ein Koordinatenkreuz auf. Die Horizontale spiegelt die emotionale Bindung zum Unternehmen wider. Rechts ist die Einstellung sehr gut, links schlecht. Analog die Vertikale: Sie spiegelt die Fachkompetenz wider, oben sehr hoch, unten niedrig. Somit ergeben sich vier Quadranten. Die A-Mitarbeiter sind oben rechts einzuordnen, also mit einer positiven Einstellung und einer hohen Fachkompetenz. Unten rechts sind die einzuordnen, die zwar topp zum Unternehmen stehen, jedoch noch nicht die nötige Fachkompetenz besitzen. Dies sind die Bplus-Mitarbeiter. Durch gezielte Schulungen können sie sich zu A-Mitarbeitern entwickeln. Mitarbeiter mit negativer Einstellung aber hoher Fachkompetenz sind Bminus-Mitarbeiter. Mit ihnen müssen ernsthafte Gespräche geführt werden, wie sie sich die Zukunft im Unternehmen vorstellen und was sie dafür zu tun gedenken. Unten links sind die C-Mitarbeiter. Sie weisen eine negative Einstellung und eine schlechte Fachkompetenz auf. Hier steht eine konsequente Trennung unweigerlich vor der Tür.
Viel Erfolg! Ihr Günter Schmitz