Pilzmodifiziertes Holz von Mehling & Wiesmann

Dieses Furnier gilt als Trüffel unter den Hölzern

Angesagt bei Furnier ist das Einmalige, Kontrastreiche, Exotische, nicht so etwas Langweiliges wie gesundes Holz im Einheitsfarbton. Heißbegehrt sind Holzfehler, etwa Kernbuchenholz. Als Geheimtipp gilt das pilzmodifizierte Holz von Mehling & Wiesmann. Kurt Siedler stellt es vor.

Kurt Siedler, Mehling & Wiesmann

Marmor oder Tuschezeichnungen sind die Assoziationen, die unsere pilzmodifizierten Furniere hervorrufen. Die ausdrucksstarken Bilder des Holzes entstehen durch Holzpilze, die ihren Weg durch das Naturmaterial fressen. Selbstredend, dass jeder so modifizierte Stamm als ganz besonderes Unikat gilt. Diese Stämme lassen sich nicht reproduzieren. Auch wenn die Holzexperten inzwischen einen reichen Erfahrungsschatz gesammelt haben und das Pilzwachstum unter möglichst kontrollierbaren Bedingungen fördern, sind die Ergebnisse nicht vorhersehbar.
Wenn unsere Spezialisten im Furnierwerk eine sogenannte »Trüffelbuche« in die Messermaschine einspannen, steigt die Spannung in der ganzen Halle: Geben die Furnierblätter das her, was das Aussehen des Stamms verspricht? Rechnet sich die lange Lagerzeit und das Hegen und Pflegen des Pilzes? Ziel ist eine möglichst gleichmäßig und über die gesamte Stammlänge attraktive Zeichnung und zugleich eine Qualität des Holzes, mit der der Schreiner arbeiten kann. Deshalb gibt es die Trüffelbuche auch vlieskaschiert im Angebot. Geben wir dem Pilz zu lange Zeit, dann bleibt uns nur erstklassige Blumenerde.
Die Furniere der Trüffelbuche konnten die Designwelt auf Anhieb überzeugen und den Interzum Award 2015 sowie den German Design Preis 2016 gewinnen. Die Nachfrage nach den Furnieren mit marmorartiger Oberfläche steigt kontinuierlich an und reicht von Los Angeles bis Tokyo. Dort werden sie zu hochwertigen Möbelstücken und Küchen verarbeitet. Wir, von Mehling & Wiesmann, befassen uns intensiv damit, mit Pilzen noch weitere Veredlungsprozesse von Holz zu forcieren. Wir wissen jetzt, wie wir unter kontrollierten Laborbedingungen Verfärbungen im Holz durch Pilzbefall erzeugen, verschiedene Farbstoffe mit Hilfe von Enzymen isolieren und vermehren können. Damit werden wir ganz dem Zeitgeist entsprechend unser Naturprodukt auf die vermutlich natürlichste Art und Weise einfärben. Denn bereits jetzt fragen die Möbelindustrie sowie Tischler und Schreiner wieder verstärkt nach bunten Hölzern, die auf moderne und elegante Art und Weise mit silbergrauen und dunkel geräucherten Furnieren kombiniert werden können. Das kommt uns gelegen, ist doch unser Furnier- und Sägewerk in Lohr im Spessart seit Jahren bekannt für das Räuchern und Versilbern von Hölzern wie Eiche, Lärche oder Hainbuche.

Kontakt

Mehling & Wiesmann GmbH 97816 Lohr am Main Tel.: (09352) 8793-0, Fax: -11 www.mehling-wiesmann.de