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Trotz guter Konjunktur ist der Jahresumsatz 2018 im Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandel leicht rückläufig
Foto: BVDM

Möbelhandel mit dem Jahr 2018 unzufrieden

Der Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandel hat im Jahr 2018 einen um 2 Prozent niedrigeren Umsatz erzielt als im Vorjahr. Dennoch liegt der Jahresbruttoumsatz mit 32,9 Mrd. Euro aber weiter auf hohem Niveau. Dies ergibt sich aus Hochrechnungen auf Basis der ersten zehn Monate 2018.

Dabei sind die Rahmenbedingungen in Deutschland für den Handel gut: Die Beschäftigungsquote ist auf Rekordniveau, das verfügbare Einkommen steigt. Die Arbeitslosenquote ist so gering wie nie nach der Wiedervereinigung. Selbst die Neubautätigkeit hat wieder leicht zugenommen. Doch auf den Umsatz der Branche zahlt alles dies im Moment nicht ein.

Die Gründe für den Umsatzrückgang sind laut BVDM, Handelsverband Möbel und Küchen, vielschichtig: Der heiße Sommer, der bereits im April begann und sich bis September hinzog, hat den Handel schwer gebeutelt. Als im Spätsommer die Umsätze endlich wieder spürbar anzogen war klar, dass die fehlende Nachfrage von fünf Monaten nicht mehr ausgeglichen werden kann.

Auch die steigenden Immobilienpreis und Mieten drücken auf die Umzugsbereitschaft der Deutschen und damit auf die Neigung neue Möbel anzuschaffen.

Selbstkritisch sieht der BVDM aber auch hausgemachte Gründe für den schwachen Umsatz: etwa die Werbung mit Superlativen, die sich abnutzen, sowie Rabattschlachten mit angeblich gesparte Mehrwertsteuer oder Prämien. Da diese Botschaften von einer Branche, die für viele Zeitungen der wichtigste Anzeigenkunde ist, bis in fast jeden Haushalt getragen werden, entstehe der Eindruck, dass sich viele große Möbelhäuser nicht wirklich voneinander unterscheiden.

Für 2019 erwartet der BVDM eine lebhaftere Nachfrage.