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Rheinland-Pfälzischer Möbeltag: Zukunft ist digital

Die Teilnehmer des 6. Rheinland-Pfälzischen Möbel- und Innenausbautags konnten sich in den Vorträgen unterschiedliche Anregungen zum Thema Digitalisierung holen FV Leben Raum Gestaltung
Unter dem Motto »smart – vernetzt – digital« griff der diesjährige Rheinland-Pfälzische Möbel- und Innenausbautag ein aktuelles Thema auf. Die zum sechsten Mal ausgerichtete Fachtagung fand Ende Oktober im Wasems Kloster Engeltal in Ingelheim statt.

Den Auftakt ins Programm machte Martin Beeh, ehemaliger Hochschuldozent an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe für das Fach Möbel und Küchendesign, mit seinem Vortrag »Materialmix im Schreinerhandwerk«. Er stellte interessante Neuheiten und Designideen vor, die rege diskutiert wurden. Die Bandbreite ging von preisgekrönten Designküchen bis zu Wandbelägen, die nach dem Anbringen eine gewollte Patina im Shabbylook bilden.
Im Anschluss zeigte Michael Elbs von der Unternehmensberatung E4büro auf, wie man als Handwerker am besten den Weg durch den digitalen Dschungel findet. »Die Masse der Informationen, die auf die Betriebe einprasseln, werden immer komplexer und bringen nicht wenige Betriebsinhaber an den Rand der Verzweiflung«, wusste er zu berichten. Elbs, der selbst Schreinermeister und Inhaber einer Schreinerei ist, empfiehlt unterschiedliche Apps, die dabei helfen können, den Überblick zu bewahren wie die »digitale Sekretärin«, die Termine und Kontakte managt oder die automatisch gesteuerte Rechnungsvorbereitung.
Nach der Mittagspause informierten Juri Boos und Matthias Ruhe von Desvicon über 3D-Druck im Handwerk. Anhand eines 3D-Druckers wurden die gängigsten Verfahren präsentiert und Möglichkeiten und Chancen für die anwesenden Schreiner aufgezeigt. Parallel wurde ein Projekt für den Möbelbau gedruckt.
Zum Abschluss der Tagung widmete sich der Möbel- und Innenausbautag wieder einem klassischen Möbelbauthema. Thomas Radermacher, Sachverständiger im Tischlerhandwerk, stellte die neu erschienene Richtlinie zur visuellen Beurteilung von Holzoberflächen vor. Die Richtlinie kann sowohl vom Sachverständigen als auch vom Tischler oder Schreiner selber im Rahmen der Fertigung, der werkseigenen Produktionskontrolle, der Abnahme und im Falle von Streitigkeiten angewendet werden, setzt aber eine geeignete sach- und fachkundige Person voraus.
Konzipiert wurde die Veranstaltung federführend von der Fachgruppe Möbel- und Innenausbau. Dominic Honnert, Betriebstechnischer Berater beim Fachverband Leben Raum Gestaltung, moderierte den Möbeltag.

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