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Transporter-Union

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Transporter-Union

Citroën, Fiat und Peugeot bieten ihre im Prinzip baugleichen Fahrzeuge auch als Schreiner- mobil an.

Mein Citroën Jumper ist mit einem einfachen Modul-Ausbau ausgerüstet, bestehend aus Sicherheitsboden, Regal- und Schubladenschrank, praktischen Systemstangen sowie Halteösen und Verzurrschienen an den Wänden und im Boden. Ich bin sehr zufrieden, und die Kundschaft lobt mein sauberes, stets aufgeräumtes Auto.“ Schreinermeister Jan Gössel aus Dresden hat seinen Transporter als Ausstellungsfahrzeug günstig über seinen lokalen Citroën-Händler erworben.

Ausgebaut wird der „Jumper“ von der Firma Servicemobil; hier lässt auch Fiat seine Schreinerautos umrüsten, während Peugeot Deutschland ausschließlich Sortimo beauftragt. Citroën, Fiat, Peugeot? Die drei haben eines gemeinsam: Seit elf Jahren kommen ihre Transporter – neben dem Jumper der „Ducato“ von Fiat und der „Boxer“ von Peugeot – aus dem Fiat-eigenen italienischen Werk Sevel, eine bewährte europäische Transporter-Union.
Angeboten wird das Trio in den Gewichtsklassen 2,9 t, 3,3 t und 3,5 t, mit Radständen von 2,85 m bis 4,0 m, als Kasten, Kombi und Bus, Doppelkabiner, Pritsche und Fahrgestell. Jede der Firmen hat sich auf bestimmte Zielgruppen spezialisiert und baut ihre Transporter nach deren Bedürfnissen aus.
Die Holzhandwerker haben jedoch alle drei im Visier. Das ist für den Schreiner durchaus von Vorteil, kann er doch „seinen“ Transporter dort bestellen, wo ein Händler dieser Marken nicht weit ist und guten Service verspricht. Dazu gehört, dass im Falle eines Falles auch noch spät abends ein Mechaniker vorbeikommt und den Lastesel wieder flottmacht, damit der Schreiner am nächsten Morgen pünktlich auf der Baustelle ist.
Als Antrieb stehen beim Jumper vier Dieselmotoren und ein Erdgas-Benzin-Motor zur Verfügung (siehe Kasten). Das sehr gute Fahrwerk reagiert weitgehend unabhängig von der Beladung. Der Fahrkomfort ist für Transporter erfreulich hoch. Das Cockpit ist sachlich und ergonomisch durchdacht. Es gibt genügend Ablagen, und der höhenverstellbare Sitz wird allgemein gelobt. Fahrerairbag, ABS und Servolenkung sind serienmäßig, Beifahrer-Airbag, ARS (Anti-Schlupf-Regelung), Standheizung und Navigationsgerät gibt es als Extras.
Brüder als Konkurrenten
Während die drei Hersteller ihre Transporter gemeinsam entwickeln und bauen, gehen sie im Vertrieb getrennte Wege und treten am europäischen Markt als Konkurrenten auf. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn sie das Angebot für den Transporter demnächst erweitern und dann mit Zwillingsreifen und mit weiteren Gewichtsklassen (bis 5,5 t oder gar 6,0 t) aufwarten.
Citroën lockt Neukunden mit Verbandskonditionen (bis zu 20 Prozent), einem dichten Händlernetz in Deutschland (700) und Europa (10000) und Zweijahresgarantie ohne Kilometerbegrenzung. Hinzu kommen eine Langzeit-Mobilitätsgarantie sowie preiswerte Ausstattungsangebote.
Preislich recht attraktiv ist auch die Modul-Schreiner-Technik der Firma Servicemobil. Ein einfacher, meist ausreichender Ausbau mit Sicherheitsboden, einem Regal mit Ablagen und Schubladen, „Spurstangen“ zum sicheren Transport von Schränken, Möbeln, Fenstern, Türen etc. sowie Zurrleisten an den Seiten, im Boden und an der Frontwand schlägt lediglich mit 2000 Euro zu Buche.
Nicht eingerechnet ist dabei die Kostenersparnis durch ein ordentlich eingeräumtes Fahrzeug, das aufwändige Suchaktionen vermeiden hilft. Hohen Stellenwert haben auch die verbesserte Sicherheit im Laderaum, der Schutz des Fahrers und der sachgemäße Transport von Möbeln und anderen Gütern. Nicht zuletzt fällt man beim Kunden angenehm auf, wenn das Schreinerfahrzeug vorbildlich aufgeräumt und sauber ist. Das weckt Sympathie und schafft Vertrauen.
Immerhin hat Jan Gössel auch etwas zu bemängeln: Bei geöffneter Kastentür lässt sich die Innenraumbeleuchtung nicht ausschalten. Das geht auf die Batterie. Sein Verbesserungsvorschlag ist bereits in Köln bei Citroën.
Legt man den Citroën-Jumper-Kasten-Basispreis von 18350 Euro zugrunde, zieht den Verbandsrabatt von 20 Prozent (3670 Euro) ab und addiert dazu die Kosten für den einfachsten Ausbau, kommt man auf einen Gesamtpreis von 16680 Euro (plus MwSt.). Kein anderes Schreinermobil kann mit einem so günstigen Preis aufwarten. Brigitte Rolfes
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