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Moderates Wachstum

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Moderates Wachstum

Die Anzahl der in Deutschland eingebauten Fenster wird 2016 erneut zulegen. Das geht aus der jüngsten Studie der vier führenden Branchenverbände hervor.

Der Fensterabsatz des laufenden Jahres wird voraussichtlich mit einem Plus von rund 1,9 Prozent abgeschlossen. Das bedeutet rund 13,6 Mio. vermarktete Fenstereinheiten (FE). 2016 wird der Markt in Deutschland – gemessen an der Anzahl der tatsächlich eingebauten Fenster – mit plus 2,9 Prozent auf rund 14 Mio. FE zulegen. Das geht aus der jüngsten Studie der Branchenverbände VFF (Verband Fenster+Fassade), BF (Bundesverband Flachglas), Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie sowie Pro-K (Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff) hervor, die in Zusammenarbeit mit der Heinze GmbH aus Celle erstellt wurde.

In den Bausegmenten Neubau, Renovierung, Wohnbau und Nichtwohnbau wird für das kommende Jahr mit stabilen Zuwächsen gerechnet. Da für 2016 ein ordentlicher Anstieg der Wohnbauaktivitäten um 3,8 Prozent prognostiziert wird, der Nichtwohnbau mit 1,2 Prozent aber nur leicht zunimmt, ergeben sich leichte Anteilsverlagerungen. 66,7 Prozent der verkauften Fenster werden 2016 im Wohnbau verbaut (2015: 66,1 Prozent), vor allem im Mehrfamilienhausbau sind die höchsten Zuwachsraten zu erwarten. Der Nichtwohnbau kommt auf 33,3 Prozent, nach 33,9 Prozent in 2015. Bei der Verteilung der Rahmenmaterialien werden im Vergleich zum laufenden Jahr nur sehr geringe Veränderungen erwartet.
Der Absatz von Außentüren entwickelt sich ebenfalls recht positiv: »2016 werden in Deutschland rund 1,423 Mio. Außentüren verkauft, 2015 waren es noch rund 1,377 Mio. Stück. Dies entspricht einer Steigerung um rund 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ist auf den höheren Anteil im Wohnbau zurückzuführen“, sagt der Geschäftsführer des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie, Stephan Schmidt. Die größten Steigerungsraten in den Bausegmenten schafft der Neubau mit 4,1 Prozent, der Renovierungssektor legt um 2,9 Prozent zu, der Wohnbau gewinnt 3,8 Prozent und der Nichtwohnbau schafft plus 1,5 Prozent. Mit Blick über alle Rahmenmaterialien hinweg wird mit Zuwächsen zwischen 2,9 Prozent und 3,5 Prozent gerechnet, die Marktanteile bleiben relativ konstant: Türen aus Aluminium können sich mit einem Marktanteil von 32,2 Prozent auf Augenhöhe mit Kunststofftüren mit 32,8 Prozent behaupten. Jede vierte Außentür (25,6 Prozent) wird 2016 aus Holz gefertigt. Sonstige Rahmenmaterialien finden bei 9,4 Prozent der Verwender ihren Einsatz.
Importe nehmen zu
»Der Gesamtmarkt für Fenster und Haustüren in Deutschland entwickelt sich durchaus freundlich. Dabei steigt aber die Zahl der Importe deutlich – ein Umstand, den es intensiv zu beobachten gilt«, so Jochen Grönegräs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas. Zudem befinden die Verbandsgeschäftsführer abschließend: »Die Art der Bauherren hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Waren im Jahr 2003 noch 69 Prozent der Bauherren private Haushalte, so sind es im Jahr 2014 nur noch 49 Prozent. Diese Entwicklung hat Einfluss auf die Anforderungen an die Hersteller und stellt den Markt vor neue Herausforderungen.« –HJG

Leichter Zuwachs

14 Mio. FE

Im kommenden Jahr werden voraussichtlich 14 Mio. Fenstereinheiten in Deutschland abgesetzt. Das sind knapp drei Prozent mehr als im laufenden Jahr.
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