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Natürliche Hölzer und handwerkliche Verarbeitung prägen nach Ansicht von Pfleiderer nach wie vor das Möbeldesign
Pfleiderer

Eine Reise durch Farbwelten und Strukturen

Pfleiderer kennt die Wohn- und Farbtrends von morgen schon heute. Bei den »Inspiration Days« im Bielefelder Lenkwerk präsentierte das Unternehmen seinen Kunden aus der Möbel- und Küchenindustrie welche Designs und Farbwelten die Branche und unser Lebensumfeld zukünftig prägen werden.

Nach wie vor sind natürliche Hölzer und handwerkliche Verarbeitungen im Möbeldesign angesagt. »Es ist weniger rustikal als bisher, aber durch ausdrucksstarke Maserungen bleibt es lebendig, schwungvoll und natürlich«, erklärt Christiane Gebert, Leiterin Design und Entwicklung bei Pfleiderer. Durch die Kombination von hellen Hölzern mit Anthrazit und kühlen Grautönen erreicht man eine nordische, wohnliche Ausstrahlung. Holzdekore wie Esche, streifige Eiche und Rüster kommen hier ebenso wie Sandstein zum Tragen. »Eine ruhige klare Formensprache mit großzügigen Flächen und die Reduktion auf das Wesentliche sind typisch für dieses schlichte Design«, so Gebert.

Understatement und Lässigkeit

Mit Metallschwarz, Beton, Spachtel und Putz wird die Coolness alter Industriegebäude in die Wohnräume geholt. In filigranen Konstruktionen werden hochwertige und technische Materialien kombiniert und zeugen so von Understatement und Lässigkeit. »Einen optischen Feinschliff erhält dieser Trend mit technischen Strukturen«, erklärt Gebert. »Gebürsteter Stahl und matte Steinstrukturen passen ebenso dazu wie patinierte Oberflächen wie Rost oder Spachteltechnik.«

Vereinzelung und Tradition

Auch traditionelle Handwerklichkeit steht wieder hoch im Kurs: Große Flächen wurden schon immer mit handwerklicher Raffinesse aus Einzelelementen zusammengefügt. So entstanden zauberhafte Intarsien in Holz und Stein, lebendige Mosaike und Fresken. Diese Tradition erfährt Aktualität in Kombination mit schlichten Hölzern und Unitönen, die durch die Vereinzelung der Kombinationsmaterialien Ausdrucksstärke gewinnen. Durch das Aufbrechen der Flächen ermöglichen Intarsien und Mosaike spannende Interpretationen und somit Individualität.

Veredelung und Brillanz

»Auch die Ästhetik der 1950er und 60er Jahre erlebt derzeit eine Renaissance«, erzählt Gebert. Typisch für diese Zeit sind zierliche Einzelmöbel und organische Formen in Kombination mit filigranen Konstruktionen. Exotische Hölzer im Zusammenspiel mit Marmor und Metallen wie Bronze und Gold lassen dieses Design edel und kostbar wirken. Interpretationen von Glas unterstützen dabei die Leichtigkeit durch die imaginäre Transparenz. »Besonders wichtig sind bei diesem Trend die passenden Strukturen«, betont Gebert. »Oberflächen in hochglanz, samtmatt oder auch gesandstrahlt unterstreichen die Noblesse dieser Materialien.«

Insofern sind Strukturen inzwischen von immenser Bedeutung. Haptik und optische Eindrücke wie Glanz und Mattigkeit, scharfkantige Details oder weiche Übergänge schenken Hölzern, Steinen, Metallen und Textildekoren Glaubwürdigkeit und Qualität. 2017 hat Pfleiderer insgesamt zehn Strukturen entwickelt, davon fünf Verbundstrukturen für Schichtstoff und Direktbeschichtung. Schwerpunkte analog der Dekortrends sind hier Metallstrukturen wie gebürsteter Stahl und Rost, eine matte Sandstruktur, eine raue Textilstruktur sowie diverse tiefe Holz- und Steinoberflächen.

Die Inspiration Days fanden im Dezember 2017 zum zweiten Mal statt. In dieser Zeit stehen in der Branche wichtige Entscheidungen über zukünftige Designs und Trends an.