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Ausblick auf die IAA

Marketing & Betriebsführung
Ausblick auf die IAA

Technische Innovationen, Facelifts und neue Modelle zeigt die IAA Nutzfahrzeuge vom 22. bis 29. September 2016 in Hannover. Was tut sich bei den Transportern?

Patricia Fritzsche

Aufsehen erregen dürfte am Messestand von Volkswagen der in Eigenregie entwickelte Crafter: Wurde der Lastenesel nämlich bisher in Kooperation mit Mercedes als Zwilling zum Sprinter gefertigt, rollen ab Herbst 2016 selbst entwickelte Fahrzeuge im VW-Werk Poznan in Polen vom Band. Einen kleinenEinblick gab es bereits auf der Messe Bauma im April 2016: Hier konnte man »hinter die Kulissen« in den unverkleideten Laderaum des neuen Transporters schauen. Ansonsten zeigt Volkswagen bis heute nur Renderings der dynamischen Karosserie, die mit dem besten cW-Wert ihrer Klasse aufwarten soll, was den Erlkönigen im Blechkleid noch nicht anzusehen ist. Die Gestaltung des Fahrerhauses orientiert sich am Caddy und am Transporter T6, hier darf man also mit einem wohnlichen Cockpit rechnen.
Fiat fährt mit der gesamten Nutzfahrzeugflotte zur IAA: Doblò Cargo, Ducato, Fiorino, Fullback, Scudo und Talento. Pick-up Fullback und Kleintransporter Talento genießen hier als jüngste Familienmitglieder besondere Aufmerksamkeit: Der Fiat Fullback tritt im beliebten Midsize-Pick-up-Markt seit Mai 2016 gegen Mitbewerber wie den Ford Ranger oder Volkswagen Amarok an. Punkten kann er mit einem günstigen Einstiegspreis ab 27 500 Euro, drei Karosserievarianten, sechs Antriebskonfigurationen und einer maximalen Anhängelast von mehr als drei Tonnen. Der Talento ist in Deutschland erst seit Ende Juni erhältlich, daher noch selten auf der Straße zu sehen, was sich aber bald ändern könnte – er schließt bei Fiat die Lücke zwischen Doblò Cargo und Ducato. Eine praktische Idee ist die CargoPlus-Klappe in der Trennwand zum Laderaum: Dank der Öffnung unter dem Beifahrerdoppelsitz können Gegenstände bis 4150 mm Länge transportiert werden. Fiat bietet den Talento mit fünf verschiedenen Antriebsaggregaten an, die alle bereits die Euro-6-Norm erfüllen.
Zwei leichte Nutzfahrzeuge sollen die Besucher der PSA-Gruppe begeistern. Bei Citroën steht der neue Jumpy im Mittelpunkt der Präsentation. Bei Peugeot hört das baugleiche Modell auf den Namen Expert. Die beiden Kastenwagen bieten nicht nur eine frische Optik, sondern präsentieren als Highlight eine elektrische Schiebetür mit Öffnungssensor: Mit einer Fußbewegung setzt sie sich ohne das Bedienen des Türgriffs in Bewegung. Außerdem zeigt Citroen Sonderlösungen für Schreiner, Fenster-, Messe- und Trockenbauer.
Nissan präsentiert als Weltpremiere den NV 300. Der Nachfolger des Primastar wird in Kooperation mit Renault und Opel gefertigt und soll bei Nissan die die Lücke zwischen NV 200 und NV 400 schließen. Einzelheiten zu Motoren, Ladekapazität und Preisen werden erst zum Messebeginn verraten. Zudem zeigt Nissan den Elektro-Van e-NV 200 und Varianten des Pick-ups Navara.
Iveco zeigt die Neuheiten unter der Motorhaube: Der Kastenwagen Daily ist ab sofort mit Erdgas- und Elektroantrieb zu haben. Die Batterieladung soll mit zwei Batterien 110 km Reichweite ermöglichen, wenn drei Batterien verbaut werden, steigt sie auf 160 km. Ausgestellt wird die Busvariante des E Daily.
Ford zeigt zahlreiche technische Innovationen für die Transit- und Transit-Custom-Baureihen. Neben neuen Motoren sind vor allem die Assistenzsysteme zu nennen: Fahrspurassistent mit Müdigkeitswarner, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Distanzanzeige und -warner, Auffahrwarnsystem, aktiver Notbremsassistent und Verkehrsschild-Erkennungssystem. Zudem gibt Ford einen breiten Überblick über das Angebot zertifizierter Aufbauhersteller, die die Transit-Familie nutzerspezifisch erweitern.
Nicht alle Hersteller lassen sich im Vorfeld der Messe tief in die Karten blicken, dazu gehören zum Beispiel auch Mercedes und Opel. Wir berichten in den kommenden Ausgaben, was sie für Handwerker Neues auf den Markt bringen.

Steckbrief

Die IAA Nutzfahrzeuge ist weltweit die wichtigste Leitmesse für Transport, Logistik und Mobilität. Vom 22. bis 29. September 2016 werden in Hannover rund 2000 Aussteller erwartet. Veranstalter ist der Verband der Automobilindustrie VDA. Alternative Antriebe und automatisiertes Fahren sind die großen Zukunftsthemen. Für Handwerker stehen besonders die leichten Transporter um 1,5 t Nutzlast im Fokus unserer IAA-Vorschau. Eine Marktübersicht ist für die Novemberausgabe geplant. Wer sich in Hannover selbst ein Bild der Neuheiten machen möchte, kann ein Tagesticket für 22 Euro erwerben, Samstag und Sonntag kostet der Eintritt 13 Euro pro Tag.
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