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Meisterteam quo vadis?

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Meisterteam quo vadis?

Die ehemals größte Verbundgruppe für Tischler und Schreiner hat schwere Zeiten hinter sich. Zeichnet sich mit der guten Konjunktur eine Aufwärtsentwicklung ab? dds hat sich auf der Jahreshauptversammlung Mitte April in Eisenach ein Bild gemacht.

Das Meisterteam ist eine der großen Verbundgruppen für Tischler und Schreiner. Interne Probleme und ein konjunkturbedingter Mitgliederschwund haben die 1984 gegründete Kooperation in den letzten Jahren gebeutelt. Mit einer Zahl von rund 250 Betrieben sowie 50 Partnern in regionalen Kooperationen sieht Geschäftsführer Thomas Schley die Talsohle erreicht.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Verbundgruppe, Horst Brockmann, gab sich auf der Gesellschafterversammlung am 20./21. April optimistisch: »Beim Meisterteam stehen die Signale auf Wachstum«. Die gute konjunkturelle Entwicklung mache sich bei den Mitgliedsbetrieben positiv bemerkbar. Auch eigene Faktoren wie zum Beispiel eine hohe Identifizierung der Mitglieder mit ihrem Meisterteam und ein weiter verstärkter Erfahrungsaustausch unterstützten die Wachstumsimpulse.
Thomas Schley verspricht sich einen neuen Schub vom Aufbau gewerke-übergreifender regionaler Kooperationen (siehe Kasten). Die inzwischen fünf regionalen Verbünde bieten Leistungen des Bau- und Ausbauhandwerks aus einer Hand an und werden dabei von der Meisterteam-Gruppe unterstützt. Für das laufende Jahr kündigte Schley den Aufbau von zwei weiteren regionalen Kooperationen an.
Auch auf dem Markt der Gebäudesanierung und des Umweltschutzes werden Meisterteam-Mitglieder aktiv begleitet. So konnten bisher 35 Betriebsinhaber und Mitarbeiter zu Initialberatern für energetische Gebäudesanierung qualifiziert werden. In der Modul-Gruppe (Modul = Meisterteam organisiert den Umweltschutz langfristig) beschäftigen sich Betriebe mit der Nachhaltigkeit von Produkten und deren Anwendung im Bau- und Ausbaubereich.
Erfa-Arbeit ist am wichtigsten
Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in Eisenach hatten sich knapp 50 Betriebe mit etwa 90 Personen eingefunden. Neben der Gesellschafterversammlung standen verschiedene Fachvorträge auf dem Programm, u. a. zu den Themen Materiallieferung, Holzvergütungsverfahren und Sicherheitsaspekte an Türen. In einer begleitenden kleinen Messe präsentierten Meisterteam-Lieferanten ihre Produkte und Dienstleistungen – von Glas, Holz und Farbe bis zu Berufskleidung und Service. Die Attraktivität des Meisterteams, so zeigt sich in den Gesprächen vor Ort, rührt für die Mitglieder vor allem aus dem organisierten Erfahrungsaustausch unter den Betrieben her. Die Inhaber treffen sich regelmäßig in Erfa-Gruppen, um sich gegenseitig zu beraten und voneinander zu profitieren. Daneben spielen natürlich die Einkaufskonditionen bei den Vertragslieferanten eine gewisse Rolle, sowie die Marketingunterstützung durch die Meisterteam-Zentrale.
Starke Kooperationen sind wichtig für das Handwerk. Schon deshalb ist den Meisterteam-Machern zu wünschen, dass sie aus der Entwicklung der vergangenen Jahre gestärkt hervorgehen. Die Zeichen stehen gut dafür. HJG

Meisterteam Neues Modell: regionale Kooperationen

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Gewerkeübergreifende regionale Kooperationen bieten »Handwerk aus einer Hand«.
Karl Brandt, Inhaber der Tischlerei Brandt in Steinfurt, hat sich mit Kollegen aus den Gewerken SHK, Elektro, Maler, Trockenbau und Fliesen zum »Meisterteam Münsterland« zusammengeschlossen. Für ihr Marketing nutzt die Gruppe die Dachmarke Meisterteam in Form eines Lizenzvertrages. Auftragnehmer des Kunden bleibt bei diesem Modell jeder einzelne Handwerker, die Betriebe stimmen sich jedoch, was Angebot, Termine und Leistungen angeht, untereinander ab. Federführend ist jeweils der, der den Erstkontakt zum Kunden hat. Karl Brandt: »Wir treffen uns alle sechs bis acht Wochen zu gemeinsamen Besprechungen. Jeder Handwerker, der mitmacht, hat ein großes Eigeninteresse, dass alles reibungslos läuft. U. a. haben wir einen gemeinsamen Ehrenkodex ausgearbeitet und uns auf die unbedingte Einhaltung von Terminen verständigt. So konnten wir bereits einige größere Aufträge gemeinsam realisieren.«
Meisterteam Münsterland ist bereits die fünfte regionale Kooperation, in der sich verschiedene Gewerke zusammengeschlossen haben. Die kooperierenden Betriebe machen zum Beispiel durch Flyer, Beteiligung an regionalen Messen und Internet-Auftritte auf sich aufmerksam und nutzen dabei die Elemente des Meisterteam-Marketings. So wird in diesem Jahr eine spezielle Ausgabe des Meisterteam-Wohnmagazins für die regionalen Kooperationen herausgegeben. Damit soll insbesondere auf die Leistungen für Haus- und Wohnungsmodernisierer aufmerksam gemacht werden. HJG
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