Werk Modulküche von Jan Cray

Erfolgreicher Autodidakt

Mit einem kleinen Team aus Tischlern, Holzmechanikern und Bootsbauern mischt Jan Cray derzeit die etablierte Küchenlandschaft auf: In seiner Werkstatt in Hamburg Altona entstehen modulare Serienmöbel und Küchen mit hanseatischem Charme.

Jan Cray fertigt in Hamburg mit einem kleinen Team und erlesenen Zulieferern aus der Region selbst entworfene Möbel in modularer Bauweise. Der Stil ist eigenwillig und markant: Robuste Stahlgestelle aus gefalztem Blech, pulverbeschichtet und mit Bolzen verbunden, kombiniert mit sorgfältig aufgearbeiteten Gerüstbrettern, Massivholzplatten oder in Linoleum beschichteten Platten. Serienmöbel wie aus einer Werft – in der Anmutung charaktervoller Individuen, die ihren Preis haben und inzwischen auch eine überregionale Fangemeinde. Das nicht zuletzt dank Jans Schwester Anna, die sich professionell um das Marketing kümmert.

Seit Anfang 2018 entstehen in der Werkstatt in Altona auch bemerkenswerte Küchen, ebenfalls im modularen Konzept. Anfangs noch als Geheimtipp weitergereicht, hat sich die »Werk Modulküche« auf exklusiven Designmessen wie der Blickfang nun auch bei solventen Privatkunden außerhalb von Hamburg herumgesprochen. Veröffentlichungen in Wohn- und Lifestyle-Magazinen multiplizieren ihre Bekanntheit. Offensichtlich trifft Jan Cray mit diesem Entwurf den Nerv der Zeit: endlich eine Alternative zum ewigen Plattenkorpus, ausgestattet mit feinsten technischen Komponenten, aufgebaut in einer klaren Struktur aus Vierkantstahl mit flächenbündigen Füllungen – nach Kundenwunsch in Eiche oder mit Linoleum belegt. Oder ganz aus Stahl.

Leidenschaft als Inspiration

Jan Cray hat seine Leidenschaft für den Möbelbau früh entdeckt und dabei immer seine eigenen Ideen verfolgt. Aufgewachsen nahe Lüneburg, setzte er für seine Zukunft weniger auf die Schule als auf seine Reiselust und den praktischen Tatendrang. Ausgebildet als Mechatroniker, mit verschiedenen Reisen und auch unternehmerischer Erfahrung im Möbelbau in Spanien im Gepäck, arbeitet Jan Cray seit 2013 als selbstständiger Möbelbauer in Hamburg, inzwischen mit einem kleinen aus Tischlern, Holzmechanikern und Bootsbauern bunt gemischten Team von sechs Mitarbeitern. Im März hatte ich die Gelegenheit, mir in Hamburg ein Bild der Werkstatt zu machen – sie versteckt sich in einem Wohngebiet, noch dazu hinter gigantischen Überseecontainern mit Jan-Cray-Logo, die aktuell zum Showroom ausgebaut werden. In der kleinen Tischlerwerkstatt diese Küchen aus der Nähe zu betrachten, war so beeindruckend, wie wenn aus einem Schuppen ein Lamborghini herausfährt. Nicht ein hochtechnisierter Maschinenpark macht hier das erfolgreiche Produkt, sondern eine ausgereifte Idee, ein gutes Team und leistungsfähige Zulieferer.

Durchdacht bis ins Detail

Die »Werk Modulküche« hat vier Module, die sich frei miteinander kombinieren lassen: Das freistehende Inselmodul in drei Ausführungen, das Wandmodul, das Hochmodul und ein Kombimodul, jeweils mit bis zu neun Korpuselementen pro Zeile. Arbeitsflächen werden aus warmgewalztem Edelstahl (ABK), Corian oder Vollkernplatte hergestellt. Fronten in Eiche oder Linoleum ergänzen das Skelett aus Vierkantstahl zum Korpus mit industriellem Charme. Materialpuristen erhalten die Küche auf Wunsch komplett in Stahl. Das solide Konzept der Modulküche gewährt hygienische Bodenfreiheit und Flexibilität im Auf- und Umbau, das auch im Hinblick auf mögliche Umzüge. Zu den Besonderheiten zählt auch das massive Wandpaneel, das in verdeckt eingefrästen C-Profilen Tablare und Behälter, Topfdeckelhalter, Messerblock und Weiteres organisiert, was beim Kochen gebraucht wird.

Die Modulküche wird über ausgewählte Händler und hauptsächlich im Direktvertrieb vermarktet.

Arbeitsplatten aus Edelstahl


dds-Redakteur Johannes Niestrath war im März 2019 bei Jan Cray in Hamburg vor Ort. Coole Möbel und die besondere Mischung aus Teamgeist und Tatendrang in der kleinen Werkstatt waren nachhaltig inspirierend!


Steckbrief

Jan Cray – Möbel und Küchen
Werkstatt: Struenseestraße 31
22767 Hamburg-Altona

Besucher sind willkommen, sollten sich aber telefonisch anmelden:
Tel.: (040) 60785280

www.jancray.de

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