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The Paradise Now: Theke und Wandverkleidung einer Bar

Theke und Wandverkleidung in The Paradise Now Bar
Mineralwerkstoff im Paradies

Theke und Wandverkleidung der The Paradise Now Bar in Düsseldorf sind aus dem Mineralwerkstoff Himacs gefertigt. Die Schreinerei Heller hat diesen sogar hinterleuchtet.

Julia Kornek-Strack, Leitung Marketing und Kommunikation, Becher GmbH & Co KG

Bars sind magische Orte, Sie laden zum Verweilen ein, geben ihren Gästen die Möglichkeit, aus dem Alltag auszubrechen. Um einen solchen Ort zu schaffen, braucht es immer das richtige Ambiente: Die Location und Ausstattung müssen das Konzept perfekt widerspiegeln , um Gästen einen einmaligen Abend an einem unvergesslichen Ort zu bescheren.

Wenn es darum geht, einen solchen Ort zu schaffen, spielen moderne Werkstoffe ihre Stärken aus – so wie es bei der Bar »The Paradise Now« im Düsseldorfer Medienhafen gelungen ist, die zum Großteil aus dem Mineralwerkstoff LG Himacs errichtet wurde. Die Schreinerei Schreinerei Karl Heller GmbH, ebenfalls aus Düsseldorf, hat das Projekt 2020 umgesetzt. Der Mineralwerkstoff wird in Deutschland vom Holzgroßhändler Becher vertrieben.

Meisterwerk aus Himacs

Als Gastronom Walid El Sheikh mit seiner Vision von einer Bar mit einem tropisch anmutenden Innenraumdesign in hochwertiger Marmorästhetik an Schreinermeister Daniel Heller herantrat, stellte er ihn vor eine echte Herausforderung. Heller sollte mit seinem Team die Wandverkleidung der Bar und den Arbeitsbereich der Barkeeper bauen.

Sowohl die besonderen optischen Vorstellungen mit Beleuchtung und integriertem Wasserfall als auch die Feuchtigkeit und Hygienestandards, die ein Barbetrieb mit sich bringt, stellten vor die Aufgabe, einen passenden Werkstoff zu finden. Holz kam nicht infrage. Der gewünschte Werkstoff sollte an Marmor erinnern, aber transluzent und beleuchtbar sein. Also beriet sich Heller mit dem Holzgroßhändler Becher, mit dem er schon seit 2010 zusammenarbeitet.

In Abstimmung mit David Wolf, Himacs-Produktmanager bei Becher und Leiter der Unternehmenssparte Becher InoArt, wurde schnell klar, dass Himacs sowohl die technischen Anforderungen in der Umsetzung als auch die optischen Vorstellungen des Gastronomen würde erfüllen können: »Himacs ist ideal für den Barbetrieb. Das Material kann fugenlos verarbeitet werden, ist leicht zu reinigen und antibakteriell. Und sollte mal etwas brechen oder verkratzen, kann die Oberfläche neu verklebt und abgeschliffen werden«, erläutert David Wolf die Vorteile des Werkstoffs.

Aus einer Hand

Egal ob Kleben, Verformen oder Schleifen, Heller und sein Team setzten die Bar von Anfang bis Ende eigenständig nach den Vorstellungen ihres Kunden um. Dabei unterstützte das Team von Becher mit kreativen Lösungsansätzen und Verarbeiterschulungen. Für den Wasserfall in der Wandverkleidung wurde ein Rundbogen aus Himacs erstellt.

Dafür baute Heller eine Form aus Biegesperrholz, mit deren Hilfe der erhitzte Mineralwerkstoff die Kontur des Rundbogens erhielt. Für Verformung von Himacs werden Temperaturen bis zu 150 Grad benötigt. »Wir hatten keinen Ofen, also haben wir eine Furnierpresse verwendet. Bei Temperaturen zwischen 130 und 135 Grad und einer längeren Aufheizzeit konnten wir den Mineralwerkstoff dann in die gewünschte Form bringen«, so Daniel Heller.

Für die Theke der Bar wurden die Frontverkleidung und die Fußsockel mit Himacs ausgebaut. »Dafür haben wir eine Stahlkonstruktion eingesetzt, die mit einem transparenten Plexiglas und einem transparenten Kleber bearbeitet wurde, damit das Himacs-Material homogen durchleuchtet werden kann«, erklärt der Schreinermeister.

Durch den Einsatz von Himacs haben die Experten auch an der Theke eine optisch nahtlose Oberfläche geschaffen, die fugenlos zusammengesetzt ist und beleuchtet werden kann. Sowohl bei der Theke als auch bei der Wandgestaltung bedienten sich Heller und sein Team an der Farbvielfalt von Himacs und brachten die Farben Ispani, Arctic White und Black zum Einsatz.

Vielseitiger Werkstoff

In der Bar The Paradise Now in Düsseldorf zeigt Himacs sich im wahrsten Sinne des Wortes von seinen schönsten Seiten. »Gemeinsam haben wir in der Bar ein ganz besonderes Ambiente zum Wohlfühlen und Sein geschaffen. Alle Möglichkeiten, die der Mineralwerkstoff bietet, wurden hier professionell, kreativ und nachhaltig umgesetzt«, so Schreinermeister Heller.


Himacs und andere exklusive Materialien

Holzgroßhändler Becher setzt auf exklusive Materialien mit dem Geschäftsbereich InoArt. Darunter zusammengefasst werden nachhaltige Produkte für den dekorativen Innenausbau sowie umfangreiches Wissen um deren Verarbeitung. So haben Architekten, Planer und Handwerksbetriebe die Möglichkeit, sich in der Becher-Akademie schulen zu lassen, um ihre Kompetenzen zu erweitern.

InoArt bietet fünft Produkte, die ausschließlich über Becher zu beziehen sind: das feuchtraumgeeignete Wandsystem Fibo, den Mineralwerkstoff Himacs, den Verbundwerkstoff aus 100 Prozent Recyclingpapier PaperStone, Wand- und Deckenverkleidungen von Hunter Douglas sowie das technische Furnier Karuun.

Portrait_David_Wolf.jpg»Wir sind Bindeglied zwischen Architekt, Bauherr und Verarbeiter und bieten in dieser Funktion ganzheitliche Unterstützung von der Planung bis zur Umsetzung. Wir bieten Hilfestellung zu Material, Planung und Verarbeitung und sind Ansprechpartner für technische Fragen«, sagt David Wolf, der die Becher-Akademie und den Bereich InoArt leitet.

Als Tischlermeister kann er langjährige Erfahrungen in der Verarbeitung verschiedener Werkstoffe vorweisen. »In der Akademie können unsere Kunden ihre Kompetenzen erweitern und erhalten dadurch einen echten Mehrwert. Gleichzeitig möchten wir eine Plattform bieten, auf der ein Austausch unter Kollegen stattfinden kann und unsere Kunden sich so noch besser für wichtige Zukunftsthemen aufstellen können«, erläutert Wolf das Konzept.

Einen Zusatztermin für die Schulung zum Mineralwerkstoff Himacs bietet die Becher-Akademie am 24. November 2022 von 10 bis 15 Uhr in Maintal bei Frankfurt am Main an. Anmeldung und Informationen unter
www.becher-holz.de/akademie


Steckbrief

Objekt: The Paradise Now
40219 Düsseldorf
www.the-paradise-now.de

Bauherr: Walid El Sheikh

Planer/Designer: Moritz von Schrötter, Charles Bals (Parasol Island)

Innenausbau:
Schreinerei Karl Heller GmbH
40599 Düsseldorf
www.schreinerei-heller.de

Mineralwerkstoff:
Himacs in den Farben Ispani, Arctic White und Black
www.himacs.eu

Lieferant:
Becher GmbH & Co. KG
www.becher-holz.de


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