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Raumobjekt Hammermeister stellt Betrieb auf Wasserlack um

Raumobjekt Hammermeister stellt Betrieb auf Wasserlack um
Keine Duftnote mehr

Viele Tischler und Schreiner sind davon überzeugt, dass sie nur mit PUR-Lack hervorragende Oberflächen erzielen können. Thomas Hammermeister in Heinsberg wollte das nicht glauben.

Wegen des Geruchs nach Lösemitteln hat Thomas Hammermeister seinen 12-Mann-Betrieb Raumobjekt Hammermeister in Heinsberg bei Mönchengladbach vor drei Jahren von PUR- auf Wasserlack umgestellt. Die 1994 von Thomas Hammermeister gegründete Tischlerei bedient das obere Marktsegment in den Bereichen Kochen, Wohnen, Arbeiten, Schlafen, Baden, Empfangen, Objekte und Entspannen. Stärkster Bereich ist die Küche. Das Preisniveau für eine Küche von Hammermeister beginnt bei 45 000 Euro. Die Kunden beklagten, dass die soeben eingebauten Einrichtungen »riechen«.

Thomas Hammermeister wollte auf gar keinen Fall mehr Produkte mit so einer negativen Duftnote ausliefern. Weil die Lösemittellacke außerdem auch noch belastend für seine Mitarbeiter sind, entschloss sich der Tischler, auf Wasserlacke umzusteigen, ließ sich von verschiedenen Lackherstellern beraten und entschloss sich für ein Lacksystem vom Lackhersteller Hesse.

Hammermeister stellt oft weiße oder bunte, matte oder halbmatte Lackflächen her. Diesen Bereich hat der Innenausbauer auf Wasserlack umgestellt. Hochglanzflächen lackiert er immer noch mit PUR-Lack. Ob eine furnierte Holzoberfläche einen Wasser- oder einen PUR-Lack erhält, hängt davon ab, welche Anfeuerung des Holzes sich der Kunde wünscht.

Basis für die weißen oder bunten Wasserlackflächen ist meistens Grundierfolie auf MDF oder eine Melaminharzoberfläche. Anders als Holzoberflächen stellen sich bei Kontakt mit Wasser hierauf keine Fasern auf, die den Lackfilm aufrauen. Hesse empfahl, sowohl für den Füller als auch für alle Lackschichten einen Zweikomponentenwasserlack einzusetzen, weil sich der Lack mit dem Härter besser vernetzt und das Holz besser vor Feuchtigkeit schützt. Zum Lackaufbau sollte nach Empfehlung des Lackherstellers in der Regel je nach Deckfarbe eine helle oder dunkle Füllerschicht gehören, gefolgt von einer farbigen Decklackschicht und bei der besseren Ausführung noch eine abschließende Klarlackschicht, die für eine höhere Beständigkeit sorgt und auch den Glanzgrad bestimmt.

Das von Hesse empfohlene Lacksystem mit dem 2K-Hydro-Pigmentfüller »HDP 5640–9343«, dem 2K-Decklack »Hydro-PUR Color HDB 5470« und dem 2K-Karlack »Hydro-PUR Primo HDE 5400x« besteht überwiegend aus einer Acrylatdispersion mit einem Anteil an PUR-Dispersion. Die Auswahl und die Mengenverhältnisse verschiedener Bindemittel entscheiden über die Qualität des Lackfilms.

Kein Geruch, schneller, effizienter

Thomas Hammermeister sagt: »Wir haben von der Umstellung des Lacksystems nur profitiert und nicht nur die eigentlichen Ziele, Möbel ohne Lösemittelduftnote und die geringere Lösemittelbelastung unserer Mitarbeiter erreicht. Darüber hinaus arbeiten wir auch viel schneller und effizienter, weil der Hydrolack mit einem höheren Festkörpergehalt pro Auftrag deutlich mehr Schichtdicke erzeugt. Außerdem trocknet der Lack viel schneller, und zwar bei Raumtemperatur. Es reicht, die Luft mit einem ganz normalen Ventilator zirkulieren zu lassen.« –GM


Steckbrief

Anwender: Raumobjekt Hammermeister, Thomas Hammermeister, 52525 Heinsberg
www.raumobjekt.de

Lack: Hesse GmbH & Co. KG
59075 Hamm, www.hesse-lignal.de

 

 

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