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Schritt für Schritt zur Funknachrüstung

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Schritt für Schritt zur Funknachrüstung

Motorisierte Rollläden und Sonnenschutzprodukte bringen nicht nur dem Anwender einen Mehrwert. Dirk Geigis erklärt, wie Fensterbauer von der Nachrüstung per RTS-Funk profitieren und intelligente Hausautomationssysteme interessante Umsatzperspektiven bieten.

Dirk Geigis , Somfy gmbh

Immer mehr Kunden entscheiden sich heute gegen eine verdrahtete Ansteuerung und setzen stattdessen auf eine Lösung per Funk. Viele Fensterbauer lassen sich diese lukrativen Aufträge jedoch entgehen und verweisen bei der Hausautomation auf benachbarte Gewerke.
Verlässlich und leicht zu installieren
Dabei können elektronische Einsteckantriebe zur Motorisierung von Rollläden und Sonnenschutz einfach montiert und nachgerüstet werden. Das bietet auch den Vorteil, dass keine zusätzlichen Steuerungskabel verlegt werden müssen. Der Fensterbauer spart bei der Montage vor Ort viel Zeit und Geld und der Kunde muss keine Großbaustelle mit Staub- und Schmutzbelastung fürchten. Das richtige Drehmoment eines elektronischen Funkeinsteckantriebs ergibt sich aus der Fläche und dem Material des Behangs und kann schnell anhand von Zugkrafttabellen ermittelt werden. Zur Montage wird der Rohrmotor einfach in die vorhandene Welle eingeschoben. Für die unterschiedlichen Wellentypen und -durchmesser kommen passgenaue Adapter und Mitnehmer zum Einsatz, die auch für die präzise Endlagenerkennung der jeweiligen Behänge zuständig sind.
Der Antrieb muss über das Kabel nur noch an das Stromnetz, z. B. per Hirschmannkupplung, angeschlossen werden. Dazu sollten Fensterbauer am besten über die Zusatzqualifikation als Elektrofachkraft im Schreinerhandwerk verfügen. Danach können Drehrichtung sowie die gewünschten Endlagen über ein Montagekabel oder per Funksender eingerichtet werden.
Einzeln, zentral oder in Gruppen
Dank der laufenden elektronischen Drehmomentüberwachung sind die Fahrwege sehr präzise. Eine Hinderniserkennung beim Schließen und der integrierte Festfrierschutz verhindern unnötige Wartungsarbeiten. Der Funkstandard RTS ermöglicht es, die Behänge sowohl einzeln als auch zentral anzusteuern oder in individuellen Gruppen zusammenzufassen. Mit einem Funkhandsender lassen sie sich von jedem Ort der Wohnung oder des Hauses aus bedienen. Wer dagegen Zentralsteuerungen bevorzugt, wird sich in der Regel für eine RTS-Funkprogrammschaltuhr entscheiden, mit der die Antriebe entweder manuell oder über automatische Zeitbefehle angesteuert werden.
Flexible Funktechnik
Die jeweiligen Öffnungs- und Schließzeiten können nach Wunsch und für jeden Wochentag einzeln programmiert werden, sodass den Lebensgewohnheiten der Bewohner jederzeit Rechnung getragen wird. Eine Zeitautomatik bietet darüber hinaus die Möglichkeit, optional einen Helligkeitssensor anzuschließen, um noch intelligenter zu automatisieren. Auch Sonnen-, Wind-, Regen- und Temperatursensoren lassen sich je nach Wunsch in das bestehende System integrieren. Ebenso kann eine Anwesenheitssimulation gewählt werden, bei der sich die Behänge zu unterschiedlichen Zeiten in Bewegung setzen und potenzielle Übeltäter fernhalten. Da die RTS-Komponenten untereinander alle kompatibel sind und sich auch Beleuchtungskomponenten und Verbraucher bis 3600 Watt einbinden lassen, ergeben sich für den Fachhandwerker zusätzlich zur Kundenbindung interessante Möglichkeiten für attraktive Folgegeschäfte: Für Kunden, die weitergehende Ansprüche an ihre Haustechnik stellen und diese beispielsweise auch von unterwegs aus mit PC, Tablet-PC oder Smartphone steuern wollen, hat Somfy eine ganz eigene Produktwelt auf Basis des »io-Homecontrol«-Funkprotokolls entwickelt.
Lukratives Zusatzgeschäft
Hier werden die Empfänger über eine internetbasierte Haussteuerung, »TaHoma Connect«, bedient. Ein weiterer Vorteil für den Anwender besteht bei dieser Lösung darin, dass er jederzeit Rückmeldung über die Ausführung der Fahrbefehle erhält. Mehr dazu im zweiten Teil unserer Mini-Serie in einer der folgenden Ausgaben.

RTS-Funk

Ach so!

RTS steht für Radio Technology Somfy. Das proprietäre Funkprotokoll sendet auf einer Frequenz von 432,42 MHz und kann über Transmittermodule auch in neuere Funkstandards eingebunden werden.

Serviceleistungen für Somfy-Partner
Somfy bietet für seine Handwerkspartner umfangreiche Unterstützung durch einen festen Ansprechpartner im Außendienst, z. B. für Einkaufskonditionen und Verkaufsfördermaßnahmen sowie über die Service-Hotline (07472) 930495, die von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr für Anfragen, Bestellungen, Reklamationen und technische Hilfestellungen erreichbar ist. Über das »Somfy Experten Programm« werden zusätzlich spezielle Produkt-, Marketing- und Verkaufsschulungen organisiert. Zudem werden Anfragen von Endkunden aus der Region automatisch an Somfy-Experten weitergeleitet.
Mehr Infos unter www.somfy.de und www.somfy.de oder per E-Mail an ev-service.rottenburg@somfy.com
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