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UV-Praxis

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Qualität okay? Besucher am Tag der Oberfläche bei Hasenkopf
Anfang September veranstalteten die Firmen Hasenkopf, Bürkle, Ernst und Votteler gemeinsam den »Tag der Oberfläche«. Kernthema des Symposiums war die Lackierung mit UV-härtenden Lacken. 45 Schreiner nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren.

Tischlermeister Helmut Mitsch aus Österreich berichtete anlässlich der bei Hasenkopf in Mehring stattfindenden Veranstaltung über seine Erfahrungen mit der UV-Technik. Er hat bereits vor vielen Jahren in eine Kompaktlackieranlage (KA) von Bürkle investiert. Dadurch sank nicht nur die Lösungsmittelemission auf unter zehn Prozent, sondern auch der Lackverbrauch. Gleichzeitig erhöhte sich der Mengendurchsatz, weil die UV-Einheit den Lack sofort aushärtet, sodass das Werkstück sofort weiterbearbeitet werden kann. Egal, ob die Möbelteile zwei oder sechs Mal lackiert werden müssen. Mitsch rechnete vor, dass er seither jährlich 82.000 Euro Kosten spart, verglichen mit einer Lackierung an einem Spritzstand.

Bürkle Verkaufsleiter Bernd Jochims rechnete vor, wie sich die KA innerhalb eines Jahres amortisiert. Im Vergleich zum Lackauftrag von Hand mittels Spritzpistole, Hordenwagen oder Etagentrockner verringere sich die eingesetzte Lackmenge um 90 Prozent. Um eine vergleichbare Oberfläche zu erzeugen, muss bei der UV-Lackierung zirka 40 g Lack pro m² aufgewendet werden, was beim gespritzten PU-Lack 250 g/m² benötigt. Rechnet man den Verlust auf dem Weg von der Pistole zur Oberfläche mit, kommen hier schnell 500 g/m² zusammen. Mit den Vorteilen der UV-Lackierung, wie etwa die sofortige Weiterverarbeitung der Werkstücke und keine Lösemittelemissionen, ergibt sich für die KA diese kurze Amortisationszeit.
Um zu sehen, wie diese Rechnung aufgeht, schauten die Besucher in der Schreinerei Hasenkopf genau hin. Der Praxistest mit einer Anlage bestehend aus Ernst-Schleifmaschine und Bürkle-Kompaktlackieranlage überzeugte die Holzexperten: Die 2,80 und 1,50 m schmale KA lässt ebene Werkstücke von 3 bis 80 mm bei Vorschüben von 4 bis 12 m/min (1 UV-Strahler) beziehungsweise 8 bis 25 m/min (2 UV-Strahler) durchlaufen. Auf kleinstem Raum sind so alle Vorteile modernen Lackiertechnologie nutzbar. Michael Sudahl
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