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Kleine Schwergewichte: Marktübersicht kleine Tischfräsen

Marktübersicht kleine Tischfräsen
Kleine Schwergewichte

Die Tischfräse zählt immer noch zu den Standardmaschinen. Zahlreiche Hersteller bieten viele Ausführungen an, die sich oft nur im Detail unterscheiden. Wer eine Maschine kauft, sollte die Unterschiede kennen. Zwei Marktübersichten ordnen sie ein.
Teil eins: Kleine Tischfräsen.

Hier finden Sie die Marktübersicht „Kleine Tischfräsen“ zum Download

Ist die Tischfräse tatsächlich noch das Schwergewicht unter den Standardmaschinen oder ist ihre große Zeit vorbei? Schon seit einigen Jahren drängt sich das Bearbeitungszentrum an ihr vorbei. Es übernimmt deren klassische Aufgaben Nuten, Fälzen, Profilieren und Formfräsen – und kann darüber hinaus noch viel mehr. Da liegt die Frage nahe: »Setzen Sie in Ihrem Betrieb noch eine Tischfräse ein?« 54 Schüler der Meisterschule Ebern gaben Antwort: 46 Prozent nutzen die Maschine häufig, 33 Prozent gelegentlich und 20 Prozent selten oder gar nicht.

Gerade für die letzten beiden Gruppen, immerhin die Mehrheit in der nicht repräsentativen Umfrage, stehen bei einer Neuanschaffung kleine und einfache Fräsmaschinen im Fokus. Diese Maschinen haben in der Regel weder einen aufwendigen Touchscreen noch CNC-Stellachsen.
Zwei Merkmale werden beispielhaft betrachtet:

  • Antrieb
    Für den gelegentlichen Einsatz reicht eine geringe Motorleistung ab 4 kW, die mit ausreichend Kraft die Spindel auf die gewünschte Drehzahl bringt. Der Drehzahlwechsel erfolgt bei diesen Maschinen meistens durch Umlegen eines Keilriemens. Vier Drehzahlstufen sind Standard, manche Hersteller bieten fünf Stufen, damit sich Schnittgeschwindigkeiten besser auf das Werkzeug und das zu bearbeitende Material abstimmen lassen. Die fünfte Drehzahlstufe, meist sind es 10 000 min–1, ist für Anwender sinnvoll, die Werkzeuge mit kleinen Durchmessern einsetzen. Häufig sind es Fügefräser mit segmentierten oder durchgehenden Schneiden, die bei einer Fräserhöhe von 100 mm lediglich 80 mm Durchmesser haben. Mit der üblichen maximalen Drehfrequenz von 9000 min–1 werden 38 m/s erreicht, mit der um 1000 Umdrehungen höheren Geschwindigkeit immerhin etwa 42 m/s. Dieser geringe Unterschied verbessert spürbar die Rückschlagsicherheit und die Fräsqualität.
  • Anschlagbacken
    Obwohl der Integralanschlag der Firma Aigner mit seinen schwenkbaren Lamellen sehr verbreitet ist, sind auch die guten alten Multiplex-Anschlagbacken noch im Angebot. Viele Schreiner schätzen auch den praktischen und soliden Stahlanschlag. Seine beiden Anschlagbacken können durch Führungsstäbe aus Aluminium oder mittels Sperrholzbrett zu einem durchgehenden Anschlag verbunden werden. Die Befestigung der Elemente übernehmen rechteckige Nutensteine, die es ermöglichen, die Stege auch unterhalb eines gerüsteten Werkzeugs schnell einzusetzen.

Schon der kurze Blick auf diese beiden Details zeigt, dass die Wahl der für den jeweiligen Einsatz richtigen Tischfräse durch das Abwägen vieler Informationen gelingen kann. Die Marktübersicht ist ein guter Anfang.


Willi Brokbals, Fachlehrer an der Meisterschule Ebern, berichtet in dds immer wieder über Maschinen. Trotz der Überlegenheit der CNC für viele Aufgaben sieht er immer noch die Daseinsberechtigung der Standardmaschinen.

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