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Strom, Gas, Hybrid

Technik
Strom, Gas, Hybrid

Die Suche nach mehr Wirtschaftlichkeit zog sich wie ein roter Faden durch die 63. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Transporter mit Hybrid, Elektro- und Gasantrieb standen im Mittelpunkt. Andreas Fritzsche war für uns vor Ort und hat die wichtigsten Neuheiten zusammengefasst.

In dds 12/2010 stellen wir die neuen Elektro-Transporter im Detail vor.

Auf der wichtigsten Messe Europas für Lastkraftwagen und Transporter gab es in diesem Jahr 272 Weltpremieren. Damit hat die IAA Nutzfahrzeuge ihre Position als weltweit wichtigste Leitmesse für Mobilität, Logistik und Transport weiter ausgebaut. »Das Nutzfahrzeug setzt technologische Trends«, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) auf der IAA-Abschluss-Pressekonferenz in Hannover: »Bei Transportern geht es klar in Richtung alternative Antriebe: Hybrid, Elektro, Brennstoffzelle, beim schweren Lkw geht es um die weitere Optimierung der Clean-Diesel-Motoren, die noch sauberer und sparsamer werden.« Zudem wurde in Hannover deutlich, dass Hersteller und Zulieferer die Aerodynamik des Nutzfahrzeugs weiter verbessern – mit großen Potenzialen zur Verbrauchsreduzierung. Innovationen der Zulieferer sowie der Anhänger- und Aufbautenhersteller führten zu einer weiteren Effizienzsteigerung des Nutzfahrzeugs und damit zu geringeren CO2-Emissionen. Aber auch aktive Sicherheit und Fahr- assistenzsysteme waren dominierende Themen auf der IAA.
Eines ist klar nach der Messe: Die Fahrzeuge werden sauberer und sparsamer. Mercedes-Benz präsentierte den Transporter »Vito E-Cell« mit Elektroantrieb und einer Reichweite von 130 Kilometern – ausreichend für eine Tagestour in Großstädten. Ford zeigte den »Transit Connect Electric« mit Lithium-Ionen-Batterie, der im kommenden Jahr in Deutschland auf den Markt kommt. Opel stellte den Transporter »Vivaro E-Concept« mit einer Reichweite von 300 Kilometern vor. Citroen präsentierte den »Berlingo First Electric« und Renault den »Kangoo Rapid Zero Emission«. Der Kleintransporter von Peugeot »Partner Origin Electric Venturi« ist von der französischen Post bereits fest gebucht. Ähnlich verläuft die Entwicklung in Deutschland: Paketdienstleister DHL nimmt die ersten Iveco »Electric Daily« in den Alltagsbetrieb auf. Volkswagen steht mit einer Elektroversion des VW Caddy und einer Plug-in-Hybridversion des Transporters T5 in den Startlöchern.
Die wichtigsten Neuheiten
Die neu aufgelegten Modelle Vito und Viano von Mercedes-Benz zeigen nicht nur Kosmetik: Das Fahrwerk des Vito wurde verbessert und bietet höchsten Fahrkomfort. Im Inneren ist er durch neue Schalthebel, Drucktasten und Bedienfelder bedienungsfreundlicher geworden. Zur Sicherheit begleitet den Vito neben kraftvoll zupackenden Scheibenbremsen serienmäßig eine Vielzahl unsichtbarer Schutzengel: Das elektronische Stabilitätsprogramm ESP mit Antiblockiersystem ABS, Antriebsschlupfregelung ASR und Bremsassistent BAS. Bei Ausstattung mit Anhängerkupplung ab Werk gehört eine Anhängerstabilisierung (Trailer Stability Assistent) TSA zum Serienumfang. Auf Wunsch erweitern der Anfahrassistent AAS, ein automatisches Reifendruck-Kontrollsystem, die Einpark- und Rangierhilfe Parktronic sowie eine Rückfahrkamera die umfangreiche Komfort- und Sicherheitsausstattung. Neue Motoren und neue Getriebe senken Emissionen und Verbrauch um bis zu 15 Prozent. Sämtliche Motoren erfüllen die Abgasstufe Euro 5. Verbrauch und Emissionen lassen sich noch mal mit der optional verfügbaren BlueEfficiency Technologie mindern – im Vito Kastenwagen optional, im Kombi mit Pkw-Zulassung serienmäßig. Der Umfang des Pakets ist in der Klasse der Transporter einzigartig. Dazu gehören unter anderem die Start-Stopp-Funktion mit bis zu acht Prozent Kraftstoffersparnis und rollwiderstandsoptimierte Reifen. Je nach Modell und Motorisierung wird der Verbrauch so nochmals um 0,2 bis 0,3 Liter/100 km gesenkt. Das zulässige Gesamtgewicht wurde beim Vito deutlich angehoben: serienmäßig von 2,77 auf 2,8 Tonnen. Optional sind alle Modelle jetzt auch als 3,05 Tonnen Variante erhältlich. Mit dem Vito erfuhr auch die Van-Variante Viano eine Neuauflage. Sie bietet sich an, wenn das Geschäftsauto als Transporter und privat genutzt werden soll: Am Wochenende kommen die Sitzreihen wieder rein – für die ganze Familie.
Alternative Antriebe spielen mittlerweile bei den Transportern eine große Rolle. Der erste batterie-elektrisch angetriebene Transporter ab Werk, der Vito E-Cell, eignet sich dank seines emissionsfreien Antriebs ideal für den innerstädtischen Einsatz. Mit seiner Reichweite von rund 130 Kilometern erfüllt er die Kundenanforderungen an Transporter im Kurzstreckenverkehr. Der Laderaum ist ohne jede Einschränkung nutzbar, die Nutzlast beträgt 900 kg, die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h.
Mit dem neuen Sprinter LGT erweitert Mercedes-Benz den erfolgreichen Transporter um eine weitere Antriebsvariante. Sein Flüssiggasantrieb amortisiert sich aufgrund der vergleichsweise niedrigen Kraftstoffpreise zügig. Der Gastank ist im Heck unter dem Ladeboden untergebracht und fasst 76 Liter, ausreichend für rund 500 Kilometer. Da der Sprinter LGT bivalent ausgelegt ist, stehen bei Bedarf außerdem 100 Liter Benzin zur Vergrößerung der Reichweite zur Verfügung. Der Sprinter LGT ist in zahlreichen Ausführungen verfügbar: Kastenwagen, Kombi, Fahrgestell mit Fahrerhaus, Doppelkabine, jeweils mit 3665 und 4325 mm Radstand. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 3,5 t. Parallel dazu wurde das Angebot des Sprinter NGT mit Erdgasantrieb erweitert. Neu sind die Doppelkabine und der Kombi mit monovalentem Erdgasantrieb. Als Kastenwagen gibt es den Sprinter jetzt zusätzlich mit 3,88 t zulässigem Gesamtgewicht.
Verbrauch, Emissionen und Transporteigenschaften stehen auch im Mittelpunkt bei Volkswagen. Star der Messe war der technisch wie optisch weitreichend neu gestaltete Caddy, den wir bereits in dds 9/2010 vorgestellt haben. Als einziges Auto seiner Klasse wird es ihn optional mit 6- und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe sowie Berganfahrassistent geben. Er ist nach wie vor mit verlängertem Radstand (Maxi) und mit Allradantrieb erhältlich. Die sieben Benzin- und Dieselmotoren erfüllen die Grenzwerte der Abgasnorm Euro 5. Sechs davon sind neu entwickelt und mit Turboaufladung sowie Direkteinspritzung ausgestattet. Sparsamstes Modell ist der Caddy 1,6 TDI BlueMotion. Mit seinen 75 kW oder 102 PS verbraucht er im Schnitt 5,9 Liter Diesel auf 100 km.
Nach der international erfolgreichen Einführung des Amarok mit Doppelkabine stellt Volkswagen eine Variante mit kurzer Kabine und langer Ladefläche vor, ein richtiges Arbeitstier. Im Vergleich zum Pick-up mit Doppelkabine verfügt der Zweitürer bei gleicher Fahrzeuglänge über eine 2205 mm lange Ladefläche. A
Volkswagen zeigte auf seinem Stand auch den sparsamsten Transporter in seiner Klasse. Dank BlueMotion benötigt er nur 6,8 Liter auf 100 km. Die drehmomentstarken Vierzylinder-Diesel sind mit Start-Stopp-System, Rekuperation (Energierückgewinnung), besonders rollwiderstandsarmen Reifen und aerodynamischen Veränderungen ausgestattet. Die Rekuperation wird durch Halten der Geschwindigkeit erreicht. Dadurch kann die Spannung der Lichtmaschine abgesenkt werden. Das entlastet den Motor und senkt auf diese Weise den Verbrauch. Die Start-Stopp-Funktion ist jetzt auch in den Crafter-Modellen verfügbar. Die Ersparnis liegt bei mindestens fünf Prozent Verbrauch! Für alle, die Kunden in unwegsamem Gelände oder einfach Spaß am Offroader haben, produziert Volkswagen jetzt auch einen Transporter für den harten Geländeeinsatz: den Rockton. Der permanente Allradantrieb 4Motion, eine serienmäßige Differenzialsperre an der Hinterachse und eine Höherlegung um 30 Millimeter lassen das Allroundtalent auch abseits von befestigten Straßen gut aussehen.
Ausgezeichneter Transporter
»Für die Nutzfahrzeugindustrie sind die Handwerker besonders wichtige Kunden. Für sie wollen wir Nutzfahrzeuge so wirtschaftlich wie möglich machen«, so VDA-Präsident Matthias Wissmann anlässlich der Verleihung des Deutschen Nutzfahrzeugpreises. Gewinner ist der Volkswagen Transporter T5, gefolgt vom Mercedes-Benz Vito und dem Fiat Scudo. Zehn Transporter unter drei Tonnen wurden von Handwerkern zwei Tage lang getestet. Andreas Fritzsche

Schnell beantragen Zuschuss zum Diesel-Partikelfilter
Wer als Diesel-Fahrer schnell handelt, kann für den nachträglichen Einbau eines Partikelfilters noch 330 Euro Barzuschuss vom Staat verbuchen. Die Nachrüstung muss bis Ende 2010 erfolgen. Förderanträge können bis zum 15. Februar 2011 unter www.bafa.de gestellt werden. Das Budget reicht für insgesamt 160000 Fahrzeuge. Erstmalig förderfähig sind leichte Nutzfahrzeuge wie Transporter oder Kleinlaster mit bis zu 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, die vor dem 17. Dezember 2009 zugelassen wurden.
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