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Stille Reserven

Technik
Stille Reserven

Rationalisierungspotenziale im Bankraum zeigt eine Musterwerkstatt an der Uni Hannover. Rainer Kemner berichtet über das Seminar »Tatort Bankraum«.

Wie Tischler und Schreiner die Produktivität ihrer Handarbeitsplätze steigern können, war das Thema des Ibat-Seminars am 23. Mai in der Musterwerkstatt der Universität Hannover.

Hans Rich von Institut für Berufswissenschaften im Bauwesen an der Uni Hannover stellte ein Modulsystem vor, das den Handarbeitsplatz aus fünf Elementen individuell zusammensetzt. Dazu zählen Einrichtungen für die Ver- und Entsorgung, Arbeitsplätze und Arbeitstische, Hilfsmitteleinheiten, Werkzeugeinheiten und Transporteinheiten. Rich plädiert für mobile Arbeits- und Aufbewahrungsmodule und setzt in seiner Musterwerkstatt fahrbare und höhenverstellbare Werk- und Hobelbänke ein. Zur Versorgung mit Werkstücken empfiehlt er fahrbare Hebebühnen, die sich so aufstellen lassen, dass der Tischler und Schreiner die Werkstücke einfach auf seine Werkbank ziehen kann ohne große Wege zurückzulegen . Für die Pufferung und den Transport bearbeiteter Werkstücke zeigte er Hordenwagen, die sich mit Scheren- und Klappmechanismen auf die verschiedensten Werkstückformate verstellen lassen. Zu den Highlights des Seminares zählte das gebrauchsmustergeschütze Handmaschinencenter »HMC«, eine Entwicklung von Tischlermeister Thomas Lange. Sie bringt Ordnung in das Kabelgewirr und ermöglicht die sichere Ablage, Bereitstellung, Stromversorgung sowie Absaugung der üblichen Handmaschinen.
Bereits zum dritten Mal präsentierte Tischlermeister Guido Einemann seinen Montagetisch im »Tatort Bankraum«. Dieser Arbeitstisch lässt (fast) keine Wünsche hinsichtlich Mobilität, Standfestigkeit, Höhenverstellbarkeit, variabler Arbeitsfläche, Energieversorgung und Spannmöglichkeiten offen. Für Spannung sorgte Bernd R. Kunze aus dem Hause Bessey, der mittlerweile gemeinsam mit dem Einemann Spannelemente entwickelt, die alle auf einem Lochraster mit einem Durchmesser von 20 mm basieren und damit in Zukunft hoffentlich in der gesamten Werkstatt auf den unterschiedlichsten Arbeitsplattformen universell einsetzbar sind. Martina Winkler, Jowi Mobile Ablagesysteme, stellte fahrbare Regalwagen vor, die sich nicht nur zur Ablage und zum Trocknen von frisch lackierten Teilen eignen, sondern auch für den Transport durch den gesamten Betrieb und die Kommissionierung kratzempfindlicher Möbelbaute. Rainer Kemner
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