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Nussbaum-Intarsie gedruckt

Technik
Nussbaum-Intarsie gedruckt

Alles gedruckt: Trennwände in Wenge-Optik mit Intarsien aus »Nussbaum-Wurzelmaser«
Die Arteligna GmbH bedruckt Furnier mit Bildmotiven oder Holzdekoren. Das Unternehmen sieht für das patentierte Verfahren vielfältige Verwendungsmöglichkeiten im Möbel- und Innenausbau.

Mit Hilfe des BHF-Verfahrens (= Bildhaftes Färben von Holzoberflächen) veredelt Arteligna Furnier mit individuellen Motiven, Grafiken oder auch mit Holzdekoren. Der Charakter und die Haptik des Holzes bleiben dabei erhalten. Helle Furniere wie z.B. Birke werden auf diese Weise zu »Tropenhölzern« und kommen als »Wenge« oder »Rio-Palisander« daher. Schlichte Holzarten wie Ahorn oder Buche verwandeln sich durch partielles Bedrucken in »Vogelaugenahorn« und »Kernbuche«.

Buche wird zur Kernbuche
Speziell im gehobenen Innenausbau, aber auch im Messebau sieht Arteligna-Geschäftsführer Attila Lottner vielfältige Anwendungen. »Für ein jüngst abgeschlossenes Projekt z.B. wollte der Architekt 300 Türen mit Furnieroberfläche. Dabei sollte jede Tür absolut gleich aussehen, auch vom Holzbild her. Mit Hilfe unseres Verfahrens sind solche Anforderungen leicht zu erfüllen.« Lottner sieht das Bedrucken auch als Alternative für Kunden, die einerseits eine Tropenholzoptik möchten, andererseits jedoch aus ökologischen Gründen kein Tropenholz einsetzen wollen. Alle verwendeten Materialien seien ökologisch unbedenklich und zu 100 % recycelbar.
Verfahren ist patentiert
Das BHF-Verfahren ist ein sogenanntes Sublimationsdruckverfahren. Dabei wird ein spiegelverkehrtes Bild auf Papier gedruckt und anschließend auf bzw. ins Holz übertragen. Die Wärme des Pressvorgangs löst einen chemischen Prozess aus, der dafür sorgt, dass die Farbe sich fest mit dem Holz verbindet, womit eine echte Färbung gegeben ist. Hier sieht Lottner auch einen wesentlichen Vorteil gegenüber dem Digitaldruck direkt auf Holz: »Die Farbe verläuft nicht und dringt tief ins Holz ein. Die Oberfläche kann sogar leicht angeschliffen werden, um z.B. eine schadhafte Lackstelle auszubessern.
Ein wichtiges Qualitätskriterium ist die Lichtechtheit: die Widerstandsfähigkeit der Farbe gegen Lichteinwirkung. Mittels verschiedener Prüfmethoden wird sichergestellt, dass die Oberflächen ihr Aussehen auf Dauer behalten.
Arteligna versteht sich im Prinzip als Furnierveredler. In Zusammenarbeit mit dem Architekten, Innenarchitekten oder Innenausbauer wird objektbezogen ein Motiv bzw. Dekor erarbeitet. Dabei kooperiert das Unternehmen mit den führenden industriellen Anbietern von Dekoren und kann dadurch eine breite Auswahl an »Holzarten« bieten. Der Auftraggeber erhält schließlich fertig bedruckte Furnierfixmaße und kann diese dann weiter verarbeiten. Die Furniere können ab Losgröße 1 produziert werden und werden grundiert oder fertig lackiert geliefert. HJG

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