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Wärmerückgewinnung von Höcker Polytechnik

Lufttechnik
Mehr als ein Drittel

Heizkosten gesenkt und CO2-Bilanz verbessert: Der Hersteller der Klemmsia-Klemmen nutzt Wärmerückgewinnung von Höcker.

Die Heizkosten konnte der Zwingenhersteller Dünnemann – Schreinern und Tischlern bekannt ist seine Marke Klemmsia – durch Modernisierung seiner Betriebstechnik um 37,5 Prozent senken. Er ließ eine Luftrückführung an der bestehenden Absauganlage nachrüsten. Felix Mallon von Höcker Polytechnik, hat mit Matthias Diephaus, Geschäftsführer bei Dünnemann, die Verjüngungskur umgesetzt. Matthias Diephaus sagt: »Wir haben bisher einen Großteil unserer Resthölzer zerhackt und als Heizmaterial verbraucht. So gingen Jahr für Jahr gut 40 t hochwertiges Weißbuchenholz durch unsere Heizung. Ein wunderbares, hartes und langlebiges Holz, das eigentlich viel zu schade zum Verheizen ist. Doch da Holz ein Naturprodukt ist, haben wir bei der Herstellung unserer Klemmen einen ziemlich hohen Verschnitt. Astlöcher und Unregelmäßigkeiten sortieren wir aus. Das gehört zum hohen Qualitätsstandard, den wir und unsere Kunden an unsere Klemmen anlegen. Und obwohl wir 40 t verheizten, war es im Winter oftmals nicht wirklich warm in der Werkstatt. Höcker ist unser Ansprechpartner für Absaugfragen, und ich suchte mit dem zuständigen Projektleiter Felix Mallon eine funktionale und vor allem finanzierbare Lösung. Ein neuer Silofilter kam für uns nicht infrage, doch dann kam die Idee auf, die Peripherie einfach zu optimieren und eine Rückluftführung zur Nutzung der Abluftwärme zu integrieren. Das Ergebnis überzeugt. Unsere Werkshallen sind nun im Winter angenehm warm und wir benötigen 37,5% weniger Material zum Heizen. Jährlich werfen wir jetzt 15 t weniger der hochwertigen Weißbuchenreste in den Heizkessel, sondern

verkaufen sie stattdessen deutschlandweit an Bastler.« Außerdem hat sich im Winterbetrieb die Zugluft reduziert, da die abgesaugte und entstaubte Luft wieder in den Bereich der Absaugungsstellen zurückgeführt wird. Der alte Siloaufsatzfilter unterstützt nun die Heizung. Die Abluftführung wurde komplett erneuert. Die vom Filter gereinigte Luft wird über zwei 90-Grad-Umlenkungen in die Werkstatt zurückgeführt. Wichtig ist eine zugfreie und gleichmäßige Verteilung der Luft. Hierzu wird die Luft durch Ausblasquellschläuche in die Halle geblasen. Eine Umschaltweiche leitet die gereinigte Luft im Sommerbetrieb wie gewohnt nach außen. Höcker installierte die Rückführung während des laufenden Betriebes ohne Ausfallzeiten. Da der reduzierte Energieverbrauch nicht nur profitabel ist, sondern auch die Umwelt schont, konnte eine KfW-Förderung in Anspruch genommen werden. Dies erleichterte die Investition und verbesserte spürbar den Return on Invest.

Höcker Polytechnik GmbH

49176 Hilter a. T. W.

Tel.: (05409) 405-0

www.hoecker-polytechnik.de

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