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Soll der Kunde Flecken vermeiden? Siegfried Reichenberger empfiehlt Lack statt Öl

Leserzuschrift: »Viele Kunden können mit der geölten Oberfläche nicht umgehen«

Für geöltes Holz können sich zwar meine Kunden begeistern, jedoch bringt es immer wieder Reklamationen mit sich. In Ainring bei Freilassing betreibe ich ein Möbelhaus mit 40 Mitarbeitern sowie eine Schreinerei mit zwölf Beschäftigten. Über das Möbelhaus verkaufen wir leider viele geölte Tische. Viele Kunden jedoch können mit dieser Oberfläche nicht umgehen, selbst wenn sie das Pflege- und Reparaturset des Herstellers erhalten haben. Fragt ein Kunde der Schreinerei nach geölter Oberfläche, so zeigen wir ihm unsere Lackmuster in geölter Optik. Selbst wir kennen keinen Unterschied mehr zwischen dem Lack und dem Öl. Das Bild rechts zeigt eine reklamierte geölte Tischplatte mit Wasserflecken. Der Tisch ist lediglich ein halbes Jahr alt und steht in einem Haushalt ohne Kinder. Unsere lackierten Muster haben den Kunden überzeugt. So durften wir den Eichenholztisch abschleifen und lackieren. Optik und Haptik haben darunter nicht gelitten. Die Flecken von Wasser, Kaffee oder Rotwein gehören aber der Vergangenheit an und unser Kunde ist wieder vollauf zufrieden. Unser Möbelhaus bezieht viele Massivholzmöbel. Oftmals liefern die industriellen Hersteller mit den Möbeln nur sehr dürftige Informationen zur Oberfläche. Wenn wir genau wissen wollen, womit ein Möbelstück genau behandelt ist, müssen wir in der Regel beim Hersteller nachfragen. In der Schreinerei tun wir uns da leichter, weil wir alles selbst in der Hand haben und das Thema ganz offen ansprechen. Bestellt ein Schreinereikunde lackiertes Holz, so empfehlen wir zurzeit den nicht zytotoxischen, schweiß- und speichelechten PUR-2K-Lack »Legnopur« im Glanzgrad G30 von Adler. Für eine geölte Optik verwenden wir den gleichen Lack im Glanzgrad G5.

Siegfried Reichenberger