Frischer Wind bei Klemmsia

Im Jahr 1914 machte sich Ernst Dünnemann selbstständig und begann, seine legendären Klemmzwingen aus Holz herzustellen. Im Jahr 2017 ging der letzte Inhaber in den Ruhestand. Doch dann gelang es doch noch, Nachfolger für den Traditionsbetrieb zu finden.

Es ist nicht selbstverständlich, dass es dieses Unternehmen immer noch gibt: Nachdem zunächst die Tochter des Firmengründers Ernst Dünnemann mit ihrem Mann die Geschäfte fortführte und dann deren Sohn Peter Tangemann Geschäftsführer wurde, gab die Familie die Geschäftsführung 2003 in die Hände von Werner Guse, einem langjährigen Mitarbeiter. Doch als auch bei ihm das Rentenalter näherrückte, machte man sich ernstlich Sorgen über die Firmennachfolge. Sowohl die Kinder von Werner Guse als auch die von Peter Tangemann hatten sich beruflich anderweitig orientiert. Alles lief darauf zu, die Firma mit Guses Renteneintritt abzuwickeln. Doch zum Glück kam es anders: Werner Guses Nichte ist gelernte Industriekauffrau und ihr Mann Maschinenbauingenieur – eine durchaus passende Konstellation! Werner Guse suchte das Gespräch und tatsächlich erwogen Anna-Nina und Matthias Diephaus, ihre Berufe im Ruhrgebiet aufzugeben und zurück in ihre Heimat nach Norddeutschland zu ziehen. Schließlich entschieden sie sich dafür, das Familienunternehmen mit über 100-jähriger Geschichte fortzuführen.

Seit dem 1. Juli 2017 sind nun beide Geschäftsführer und leiten das Unternehmen mit Leidenschaft. »Wir wollen uns entwickeln, jedoch auch unsere bekannten Produkte weiter am Markt halten. Daher wird es Neuerungen im Produktprogramm geben, aber auch die gute und bewährte Klemmsia-Zwinge wird es selbstverständlich immer weitergeben«, so Anna-Nina Diephaus. »Wir blicken positiv in die Zukunft und sind glücklich, dass wir einen Betrieb in dieser schönen Region Deutschlands leiten, langjährige und erfahrene Mitarbeiter beschäftigen und die Möglichkeit haben, uns zu entwickeln.«

Ernst Dünnemann GmbH & Co. KG

49419 Wagenfeld

Tel.: (05444) 559-6, Fax: -8

www.klemmsia.de