Startseite » Technik » Maschinen & Anlagen »

Staubbewusstsein

Maschinen & Anlagen
Staubbewusstsein

In unserer Marktübersicht zeigen wir mobile Absauggeräte der Staubklasse M. Ausgewählt sind 18 Geräte, die leicht und kompakt genug sind, um damit auf der Baustelle flott zu arbeiten, die aber auch genug Power haben, um jederzeit Sauberkeit und Gesundheitsschutz zu gewährleisten.

Absaugen auf der Baustelle – dazu wird der Schreiner nicht nur vom Gesetz gedrängt, das verlangt, nach den Regeln für die Staubklasse M zu arbeiten – sondern auch vom Kunden, der eine saubere Baustelle erwartet, vor allem bei der Renovierung. Schließlich spielt die Musik nicht nur im Neubau, sondern zu einem großen Teil im Bestand, beim Um- und Ausbau bestehender Wohnumgebungen. Hier macht Sauberkeit einen entscheidenden Eindruck: kein Schreiner wird einen Kunden wiedersehen, bei dem er so viel Staub erzeugt, dass die Rauchmelder anspringen.

Immer selbstverständlicher wird es deshalb, Elektrowerkzeuge direkt an der Stelle abzusaugen, an welcher der Staub entsteht. Das gilt nicht nur für Schleifgeräte und Tauchsägen, sondern auch für Bohrhämmer oder Winkelschleifer im Rohbau, d. h. für Geräte, die nicht vorwiegend Holzstaub erzeugen, sondern mineralische und andere Stäube. Die Sauger für den Baustelleneinsatz kommen von Herstellern, die sich in zwei Gruppen einteilen lassen: die Elektrowerkzeug-Spezialisten wie Festool, Bosch oder Hilti, und die Reinigungsexperten wie Kärcher, Nilfisk-Alto oder Starmix. Dazu gibt es noch Manufakturen wie Dustcontrol, die hochwertige Geräte bauen, aber preislich in einer anderen Liga spielen. Interessant: Hilti hat einen Sauger im Programm, der mit einem 36-V-Akku betrieben werden kann, sodass man selbst beim Akku-Bohrhammer, fern jeder Steckdose, nicht auf die Absaugung zu verzichten braucht.
Unterschiedliche Konzepte
Je nach Hersteller verschieden gewichtet sind die Geräte-Features – und damit die Kaufkriterien: Staubklasse, Art der Filterreinigung, Saugleistung und Handling in Kombination mit dem Elektrowerkzeug. Staubklasse-M-Geräte mit dem vorgeschriebenen Volumenstromalarm führen alle Hersteller. Die Filterreinigung erfolgt manuell oder automatisch. Hier liegt ein gewisses Einsparpotenzial: 100 bis 150 Euro sind automatische Geräte teurer, und für den Schreiner ist das automatische Reinigen nicht zwingend nötig. Die Saugleistung (Unterdruck x Volumenstrom) wird bestimmt durch die Turbinenleistung, die Schlauchdicke bzw.-länge, die Luftwege im Gerät und durch den Verschmutzungsgrad des Filters. Von 3600 l/min Volumenstrom an der Turbine bleiben typischerweise ca. 2200 am anderen Schlauchende übrig. Hier müsste gemessen werden, was jedoch nicht üblich ist – die meisten Hersteller geben den Unterdruck und den maximalen Volumenstrom an. Doch für den Schreiner gilt: Werkzeugabsaugung ist nicht gleich Arbeitsplatzreinigung. Den Teppichboden reinigt die Hausfrau besser, denn ihr Haushaltssauger hat einen kurzen, dicken Schlauch. Ein Elektrowerkzeug ist dagegen mit einem dünneren und längeren Schlauch besser handhabbar und die Turbinenleistung reicht, um das Zerspanungsareal zuverlässig abzusaugen. Nicht zu unterschätzen ist daher für den Schreiner der Systemgedanke der Elektrowerkzeughersteller, die den Sauger mit dem Werkzeug als abgestimmte Einheit sehen und die Baustelle nicht nur durch die Staubbrille betrachten.
Jörg Zinßer
Anzeige
Aktuelles Heft
Titelbild dds - das magazin für möbel und ausbau 7
Aktuelle Ausgabe
07/2020

EINZELHEFT

ABO

Anzeige
dds-Zulieferforum
Grafik des Monats

Zahl der Betriebe im Tischlerhandwerk

dds auf Facebook


dds auf YouTube

Im dds-Channel auf YouTube finden Sie:
– Videos zu Beiträgen aus dds
– Kollegen stellen sich vor
– Praxistipps-Videos
– Maschinen & Werkzeuge

Abonnieren Sie dds auf YouTube »