Lufttechnik von Ligno Scheuch bei Rieder Zillertal

Er versteht Wasserlack

Gute Wasserlackoberflächen sind für Rieder Zillertal heute kein Problem mehr, denn lufttechnische Anlagen von Ligno Scheuch sorgen für saubere Luft und das richtige Lackierklima.

Im Erdgeschoss der Tischlerei von Rieder Zillertal in Ried im Zillertal, Tirol, errichtete der österreichische Lufttechnikspezialist Scheuch Ligno einen Doppelschleifplatz für die Lackiervorbereitung, einen Lackierraum in Paneelbauweise mit Glasschiebetüren, die Vorbereitung für einen zweiten Lackierraum sowie einen Trockenraum. Seine lufttechnischen Anlagen für den Oberflächenbereich nennt Scheuch Ligno Selas Plus. Bei Rieder installierte der Anlagenbauer diese im Keller unter dem Oberflächenbereich. Das minimiert die Luftwege.

Im Handschleifbereich hat sich Rieder für eine Wandabsaugung im Umluftbetrieb entschieden. Eine Wandabsaugung erfasst den in Tischhöhe entstehenden Schleifstaub besser als eine Bodenabsaugung. Die gefilterte Rückluft hält alle vorgeschriebenen Staubgrenzwerte ein.

Der große Lackierraum ist mit einer Bodenabsaugung ausgestattet. Ein über den gesamten Boden hinweg sehr gleichmäßiger leichter Luftstrom nach unten erfasst den Lacknebel zuverlässig und gründlich und führt ihn nach unten in die Filteranlage. Über einen Wärmetauscher gelangt Luft ins Freie. Die Anlage führt im gleichen Maße vorgeheizte Frischluft in den Lackierraum zurück.
Das Reinhalten der Luft von Farbnebeln in den Produktionsräume verbessert die Qualität der Produkte. Es entstehen gleichmäßige, staubfreie Lackfilme. Der Materialfluss läuft ohne Störungen und die Durchsatzleistung im Lackierraum steigt.

Eine integrierte Kühlung hält an warmen Sommertagen die Temperatur konstant. Die Wärmerückgewinnung stellt eine hohe Energieeffizienz der Anlage sicher. Darüber hinaus hat Ligno Scheuch auch eine Befeuchtungsanlage eingebaut.

Rieder hat sich für einen separaten Raum zum Trocknen entschieden. Bei höheren Qualitätsansprüchen, aber auch der Verwendung von Wasserlacken empfiehlt sich für das Trocknen ein separater Raum. Darin lassen sich Temperatur, Luftmenge, Umluftanteil und Betriebsmodus präzise an die Eigenschaften des Lackes anpassen.

Die Luft zirkuliert durch den Trockenraum und den Filter. 35 Prozent der abgesaugten Luft gelangen durch einen Rotationswärmetauscher nach draußen. Im gleichen Maße führt die Anlage vorgeheizte Frischluft zu.

Das als Tischlerei und Zimmerei gegründete Unternehmen beschäftigt über 400 Mitarbeiter und ist für seine Produktqualität über die Grenzen Tirols hinaus bekannt. Hoch- und Tiefbau, Zimmerei und Holzbau, Fenster- und Türenbau, Tischlerei und Blockhausbau sind die Arbeitsbereiche.

Für Rieder war es besonders wichtig, dass die Luft befeuchtet wird und die Temperaturen passen. Nach dem Umbau durch Scheuch misst das Unternehmen in der Oberflächenabteilung jetzt konstante Temperatur- und Luftfeuchtewerte. Mit der Spritzanlage lackiert Rieder in erster Linie Haustüren und zwar ausschließlich mit Wasserlack.

»Der Lack verrinnt sauber«, sagt Armin Gruber, Leiter der Produktion Türen und Möbel. »Früher hatten wir im Sommer hohe Temperaturen im Spritzraum. Der Lack ist dann oft viel zu schnell getrocknet. Unebene Oberflächen waren das Resultat. Nacharbeiten waren die Folge. Dieses Problem gibt es jetzt nicht mehr. Dank der Befeuchtung und der zuverlässig konstanten Raumtemperatur haben wir jetzt eine wirklich hervorragende Oberfläche. Aber nicht nur im Spritzraum läuft es jetzt besser. Im Trockenraum hat es früher oft nach Lösungsmittel gerochen. Jetzt ist nichts mehr zu riechen.«

Scheuch Ligno GmbH

A 4941 Mehrnbach

Tel.: +43 (7752) 9058000

www.scheuch-ligno.com

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