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Effizient arbeiten im Bankraum

Ergonomie an Handarbeitsplätzen
Effizient arbeiten im Bankraum

Hobelbank und Werkzeugkiste im Bankraum sind Relikte aus der Vergangenheit, sagt Helmut Rückel von der Barth GmbH in Feichten. Wie ergonomisch gestaltete Handarbeitsplätze die Mitarbeiter entlasten und dem Unternehmen Zeit und Geld sparen.

Helmut Rückel, Barth Maschinenbau, Feichten

Wie eh und je kommt dem Bankraum eine große Bedeutung zu, wenn es um Verleimtätigkeiten, Kantennachbearbeitung und Lackiervorbereitung geht. Gerade diese Tätigkeiten sind mit hohem Platzbedarf, vielen Spanntätigkeiten und Handhabungen verbunden, die mehrere Mitarbeiter erfordern. Wenn die Arbeitsplätze nach den neuesten Erkenntnissen eingerichtet sind, lassen sich Zeit und Geld sparen.

Flexibilität, Multifunktionalität und Ergonomie sind die wesentlichen Kriterien, wenn es um die Ausstattung im Bankraum geht. Denn nicht zuletzt freut es die Mitarbeiter, wenn sie rückenschonend und ergonomisch arbeiten können. Unnötige Krankheits- und Ausfallzeiten werden vermieden und die Leistungsfähigkeit bleibt bis ins Alter erhalten.

Die moderne Fertigungszelle im Bankraum wird maßgeblich durch eine sinnvolle und prozessgerechte Zusammenstellung von Arbeitsplatzkomponenten wie Transport- und Hubwerkzeugen, Arbeits- und Montagetischen, Werkzeugträgern, Rahmen- und Lochwandpressen sowie Organisationseinheiten für die Arbeitsvorbereitung bestimmt. Produktivitätsgewinne ergeben sich vor allem dann, wenn folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Effizienz: Vermeidung von unnötigen Hub- und Wegearbeiten
  • Ein-Mann-Prinzip: Werkstückhandling ohne zweiten Mann
  • Schnelles Rüsten: werkzeugloser An- und Abbau von Zubehör
  • Ergonomie: Vermeidung von Ermüdung und wiederkehrender Belastung
  • Vorsorge: Reduzierung von Arbeitsausfällen und Fehlzeiten durch unnötige Belastungen

Herzstück Montagetisch

Herzstück eines zeitgemäßen Bankraum-Arbeitsplatzes ist ein höhenverstellbarer Montagetisch. Der universell einsetzbare »VakuuLift« von Barth beispielsweise kann schwere Lasten bis 350 kg bewegen. Per Hydraulikzylinder lässt sich die Arbeitshöhe zwischen 550 und 1150 mm variieren. Ein ergonomisches Arbeiten ist damit möglich, unnötige Belastungen und Ermüdungsfolgen werden vermieden. Eine vielseitige Grundausstattung und individuell anpassbare Zubehörteile ermöglichen eine Vielzahl von Bearbeitungsschritten.

Durch Auszüge kann man die Arbeitsfläche bis auf 3100 mm x 2000 mm vergrößern – selbst größere Werkstücke können so bearbeitet werden. Die Lochplatte bietet zudem die Möglichkeit, Lager und Anschläge sowie Spannvorrichtungen für die Werkstückfixierung und -bearbeitung aufzusetzen. Als Spannvorrichtung dienen drei Vakuumsauger, die das Werkstück an Ort und Stelle halten. Das Ansaugen erfolgt dabei mit der Aktivierung der Tastventile durch bloßes Auflegen des Werkstückes auf den silikonfreien Sauger, ohne bleibende Spuren zu hinterlassen. Die stufenlose 90°-Kippvorrichtung, an welcher die Sauger montiert sind, erleichtert die Bearbeitung im Kantenbereich. Profilierungen mit der Oberfräse, Einpassen von Möbelbändern, Fensterbeschlägen oder das Setzen von Türschlössern sind nun präzise auszuführen, da das Werkstück fest an seiner Position bleibt.

Zur Not: Hobelbank nachrüsten

Wer sich noch nicht von der in die Jahre gekommenen Hobelbank trennen kann, sollte ihr eine Frischzellenkur in Form von nachrüstbaren Komponenten verordnen. Spannvorrichtungen wie »VakuuSyst« z. B. lassen sich einfach unter die Hobelbank schrauben und bei Bedarf schnell in die gewünschte Arbeitsposition bringen. Durch die höhen- und neigungsverstellbaren Vakuumsauger wird ein Werkstück nur durch Berühren des Ventils fixiert und zuverlässig in der gewünschten Position gehalten. Zum Lösen des Vakuums reicht ein Druck auf den Fußschalter.

Wer im Bankraum heute noch mit Zwingen arbeitet, ist eigentlich nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Häufig muss in gebückter Haltung hantiert werden. Das belastet die Wirbelsäule und führt schon nach kurzer Zeit zur Ermüdung.

Es gibt heute Lösungen, mit denen ein Mann alleine zwingenfrei Verleimtätigkeiten aller Art ausführen kann, auch Gehrungen, Rundungen und Korpusse.

Die multifunktionale Verleimpresse

Die »Multi-Press RPGL« von Barth ist eine Kombination aus Rahmen-, Korpus- und Lochwandpresse und ermöglicht ein Arbeiten auf mehreren Ebenen. Während sich auf den Presseinheiten auch große Korpusse winklig und schnell alleine verleimen lassen, kann zeitgleich auf der Lochwand z.B. eine Gehrung oder ein beliebiger Rahmen verleimt werden.

Der große Vorteil dieser multifunktional einsetzbaren Presse:

  • geringer Platzbedarf
  • hohe Einsatzflexibilität
  • Vielseitigkeit
  • geringe Rüstzeiten durch werkzeuglosen
    An- und Abbau von Zubehörteilen

Eine weitere Möglichkeit ist die »Verheiratung« einer Multi-Press mit einer Vakuum-Membranpresse, wodurch ein platzsparendes Presszentrum für alle Leimarbeiten entsteht. Das Arbeiten an einer Verleimpresse bietet aus ergonomischer Sicht entscheidende Vorteile. Die Mitarbeiter können die anfallenden Arbeiten in der richtigen Höhe und in aufrechter Haltung erledigen. Außerdem wird die Kraftanstrengung beim Arbeiten deutlich reduziert.

Werkbank und Montagewagen

Zu einem rundum perfekten Handarbeitsplatz gehören aus unserer Sicht neben dem höhenverstellbaren Montagetisch und einer multifunktionalen Verleimpresse noch zwei weitere Komponenten: die Organizer-Werkbank und der Montagewagen.

Die Barth-Werkbank der Serie »APS-Orga« ist ein moderner, ergonomischer Arbeitstisch, der die Organisation am Arbeitsplatz erheblich erleichtert. Die große Auflagefläche besteht aus einer Multiplexplatte mit Lochreihen zum Spannen von Werkstücken. Die Höhenverstellung der Arbeitsfläche ermöglicht für jede Körpergröße eine ergonomische Arbeitshöhe. Die Werkbank bietet unter der Arbeitsfläche Stauraum für Rollcontainer oder ein Systainer-System.

Eine integrierte Rückwand ist das Herzstück der Arbeitsplatzorganisation. Das Schienensystem ermöglicht eine individuelle Gestaltung der Rückwand – je nach Anwendung. Ganz gleich, ob Werkzeuge, Hilfsmittel, Materialien oder Ordner untergebracht werden müssen, die flexible Anordnung der einzelnen Bauteile bietet individuellen Gestaltungsfreiraum. Die optional erhältliche Plantafel über der Rückwand kann, unterstützt durch Gasdruckfedern, stufenlos in der Höhe verstellt werden. Magnetleisten gewähren immer eine sichere Fixierung von Stücklisten, Plänen o. Ä. Ein persönliches, abschließbares Fach, Halter für Akkuschrauber und Ladegerät, schräg verstellbare Lagerboxen, Magnettafeln, der Müllbeutelhalter, Rollcontainer, Radiofach und Greifkästen sind nur einige Beispiele, die in das System integriert werden können. Die Werkbank ist für jeden Mitarbeiter eine persönliche, zentrale Anlaufstelle, die er im Hinblick auf seine Tätigkeit und auf seine Anforderungen selbst gestalten kann.

Komplettiert wird der moderne Handarbeitsplatz schließlich durch einen Organisationswagen mit Multischwenkausleger, wie z. B. »OrgaCar« von Barth. Ein zentraler Luft- und Stromanschluss versorgt die Energieampel für den Anschluss von Handmaschinen. Fächer für Staubsauger, Handmaschinen, Verbrauchsmaterialien oder Zulagen bieten dem Anwender eine perfekte Organisation bei seinen täglich zu verrichtenden Aufgaben.


Für Barth gehen Ergonomie und Effizienz am Arbeitsplatz Hand in Hand

Barth GmbH: Ergonomie am Arbeitsplatz auf die Fahnen geschrieben

Die Barth GmbH mit Sitz im oberbayerischen Feichten an der Alz ist ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Arbeitsabläufe sowohl in Handwerks- als auch in Industriebetrieben zu optimieren. Um den jeweiligen Anwendungen der Kunden gerecht zu werden, bietet Barth individuelle Lösungen in den Bereichen Rahmen-, Lochwand- und Vakuumpressen sowie Hub- und Arbeitstische. Dabei stehen die zentralen Argumente der Kunden wie Ergonomie, Wirtschaftlichkeit und individuelle Fertigung im Mittelpunkt. Alle Produkte werden ausschließlich in Deutschland entwickelt und gefertigt.

www.barth-maschinenbau.de

Barth auf der Messe Ligna:

Halle 12, Stand B68

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