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Effektlack hüllt MDF in einen Metallmantel

Echtmetallbeschichtungen von Adler
Effektlack hüllt MDF in einen Metallmantel

Echtmetallbeschichtungen von Adler verleihen Holzoberflächen metallischen Glanz oder authentische Patina. Gespritzt, gerollt, gestrichen, gespachtelt: Kupfer, Messing, Bronze und Zinn erweitern das Schreiner-Repertoire.

Dominik Schwaiger, Adler-Werk Lackfabrik GmbH & Co. KG, Schwaz/Österreich

Metallische Oberflächen im Innenausbau, an Küchenfronten oder Möbeln erweitern die Gestaltungspalette des Innenarchitekten und des Tischlers und Schreiners. Die Schwierigkeiten jedoch, die ein Mix aus Holz und Metall mit sich bringt, lassen sich umgehen, wenn man statt massiven Metalls Plattenmaterialien mit einer Beschichtung aus Echtmetall verwendet.

Der österreichische Lackhersteller Adler bietet mit einem neuen Sortiment von Echtmetallbeschichtungen die Möglichkeit, den optischen Effekt von Metall mit den Bordmitteln des Schreiners zu erzeugen. Das Material kann gespritzt, gestrichen, gerollt und durch ein Oxidationsspray mit echter Patina versehen werden. Einen edlen, warmen Look erhält man z. B. mit der Messingbeschichtung im Spachtelauftrag. Walter Streiter, Anwendungstechniker im Hause Adler, zeigt ausführlich und Schritt für Schritt, wie sich Holz in Metall verwandeln lässt.

Schritt 1: Vorbereiten. Die perfekte Mischung sorgt für das perfekte Ergebnis: 400 g Aqua-Pure-Metal, 20 g Aqua-Pur-Härter und 1000 g Aquafix Messing sowie 40 bis 70 g Verdickerlösung, damit der Lack die richtige zähflüssige Konsistenz für den Auftrag mit der Spachtel erhält. Alle Bestandteile werden gründlich und knollenfrei gemischt – am besten maschinell mit einem Korbrührer. Danach kann der Lack sofort aufgetragen werden.

Schritt 2: Lack auftragen. Die ideale Grundlage für Oberflächen mit Echtmetalleffekt sind gefüllerte MDF- und Spanplatten. Dazu wird PUR-Ecofill-Weiß einmal im Spritzauftrag aufgebracht. Die gefüllerte, trockene Fläche wird dann mit Körnung 240 angeschliffen und gereinigt. Auf diese Oberfläche kann man anschließend den Lack auftragen.

Schritt 3: Spachteln. Die Beschichtung wird gründlich verteilt, danach verleiht man der Oberfläche mit einem glatten Spachtel die charakteristische Struktur – ganz nach Belieben unterschiedlich stark, um intensivere oder schwächere Effekte zu erzielen.

Schritt 4: Schleifen. Nach einer Trockenzeit von mindestens 5 Stunden – noch besser über Nacht – wird die Oberfläche mit ansteigender Körnung geschliffen, um ihr einen warmen, metallischen Glanz zu verleihen. Gleichzeitig werden durch den Schliff die Vertiefungen, die man mit dem Spachtel erzeugt hat, herausgearbeitet. Walter Streiter empfiehlt für den Schliff vier Stufen: 180 – 240 – 360 – 600.

Schritt 5: Polieren und Überschleifen. Nachdem man den Schleifstaub gründlich entfernt hat, greift man zur Poliermaschine. Mit Lammfell und grober Schleifpaste wird die Oberfläche poliert. Danach reinigt man die Fläche mit einem weichen Tuch, um die Reste der Schleifpaste zu entfernen. Ein letzter Schliff – mit Körnung 3000 – sorgt für den perfekten Glanz der Messing-Oberfläche. Danach muss die Oberfläche noch einmal ca. 2 Stunden trocknen.

Schritt 6: Decklackieren. Der Decklack sorgt dafür, dass die Messingfläche wie pures Metall schimmert, und garantiert gleichzeitig optimalen Schutz. Walter Streiter empfiehlt, mit Adler Tiropur im Glanzgrad G70 zu arbeiten. Der Lack wird einmal im Spritzverfahren aufgetragen und trocknet nochmals mindestens fünf Stunden bzw. über Nacht. Damit ist der edle, leicht antik wirkende Messing-Look perfekt.


Kontakt

Adler-Werk Lackfabrik
GmbH & Co. KG

A 6130 Schwaz
Tel.: +43 (5242) 6922-0, Fax: -999
www.adler-lacke.com

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