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Made in Germany

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Made in Germany

Josef Friedrich aus Prien am Chiemsee hat sich einen neuen Markt erschlossen. Er verkauft hochwertige Treppen nach Russland. Wir berichten, wie es dazu kam.

Zuerst war Schreinermeister Josef Friedrich Senior wenig begeistert: Treppen für Russland zu fertigen, hörte sich nach Schwierigkeiten an – mit der Sprache, der Lieferung und der Bezahlung. Das war Anfang 2008. Rund ein Jahr später hat Friedrich (www.friedrich-treppenbau.com) bereits zwölf hochpreisige Treppen nach Russland verschickt. Rund ein Zehntel seines Umsatzes im vergangenen Jahr.

Der Kontakt kam über eine Anfrage eines russischen Treppenanbieters an die Treppenmeister-Zentrale zustande. Dieser betreibt Studios in Moskau und in Miass im Ural-Gebiet. Sein Schwager wohnt im bayerischen Bad Endorf nahe Friedrichs Firmensitz und dient als Kontaktmann. Jetzt ist Friedrich der Lieferant für das höherwertige Sortiment.
Die Treppen sind für private Villen bestimmt. Friedrich kennt die Häuser nur von Fotos. Aufmaß, Einbau und Wartung übernimmt der Vertragspartner. Angefragt werden hauptsächlich Wangentreppen in Nuss- oder Kirschbaum. »Gediegen, aber modern müssen sie sein«, sagt Friedrich. »Das Wichtigste ist das Schild Made in Germany«, so Friedrich.
Seit über 30 Jahren ist er als Treppenmeister-Partner auf den Holztreppenbau spezialisiert und beschäftigt 15 Mitarbeiter. Demnächst übernimmt Sohn Josef die Geschäftsleitung, der zurzeit für die Konstruktion und die Abwicklung des Russlandgeschäftes per Internet zuständig ist. Die bis zu 3,50 Meter hohen Geschosstreppen baut Friedrich zur Probe in seiner Werkstatt auf. Eine auf Transporte nach Russland spezialisierte Spedition holt die verpackten Treppenteile ab und erledigt die Zollformalitäten. Reklamationen gab es bisher keine.
Die anfängliche Skepsis war offensichtlich unbegründet: Aktuell liegen Friedrich weitere Anfragen aus Russland vor. Ob aus den Angeboten jedoch Aufträge werden, sieht er angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise als sehr ungewiss an. AG
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