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Kein Kompromiss bei der Qualität

Technik
Kein Kompromiss bei der Qualität

Vor vier Jahren gründete Frank Suschke im Sächsischen einen Tischlereibetrieb. Nachdem er zunächst nur mit „Gebrauchten“ arbeitete, gönnte er sich jetzt erstmals eine neue Maschine: den Schleifautomaten „Magiq“ von Kündig.

Seinen Meister machte Frank Suschke 1997 in Dresden. Drei Jahre später kaufte er – ausschließlich von privaten Ersparnissen – einige gebrauchte Maschinen und richtete in Freital bei Dresden im Obergeschoss einer früheren Maschinenfabrik eine rund 400 m2 große Werkstatt für Innenausbau und Möbelfertigung ein. Heute beschäftigt er drei Gesellen und zwei Azubis (die bei ihm noch „Lehrlinge“ heißen).

Suschke arbeitet zu hundert Prozent in der Werkstatt mit. Abends macht er Kundenbesuche, erledigt die Büroarbeit einschließlich der Buchhaltung und erstellt Angebote. Zur Ausstattung gehören CAD-Zeichnen und 3-D-Raumplanung, damit er den Kunden ihr neues Möbelstück gleich räumlich visualisiert vor Augen führen kann.
Während der Betrieb des 35-jährigen Existenzgründers zunächst ausschließlich mit gebrauchten Maschinen produzierte, leistete sich Suschke jüngst erstmals eine brandneue Breitbandschleifmaschine. In Sachen Qualität kennt der erfolgreiche Jungunternehmer keinen Kompromiss, und deshalb wollte er auch bei der geplanten Investition nichts Halbes, weil „die Qualität bereits an der Oberfläche zu erkennen sein muss“. Außerdem sollte es die neue Maschine auch einem Handwerksbetrieb wie dem seinen ermöglichen, alles zu schleifen – vom Kalibrieren bis zum Hochglanz- und Lackschliff –, ohne dass er sich dazu einen aufwändigen, für ihn kaum zu finanzierenden Mehrfach-Aggregate-Automaten leisten musste.
Suschkes Wahl fiel schließlich auf den Schleifautomaten „Magiq“ von Kündig. Ausschlaggebend war dafür u.a. die besondere Technik der neuartigen Brillant-Modul-Einheit mit pneumatisch zustellbarer und nach Schleifbandkorn-Skala über Exzenter stufenlos einzustellender Kontaktwalze einschließlich einem gesteuerten Segmentschleifschuh (32 Segmente).
Die komplette Schleifeinheit ist schwenkbar und kann auf einen diagonalen Schliff eingestellt werden. Damit wird das zentrale Problem beim hochwertigen Lackzwischenschliff gelöst, nämlich Streuungsfehler und Ausrisse am Schleifkorn des Schleifbandes, unregelmäßiges Zusetzen sowie sicht- oder fühlbare Markierungen auf der geschliffenen Oberfläche. Für den Lackzwischenschliff lässt sich das Schleifmodul ebenso einfach wie praktisch um mehr als zehn Grad gegenüber der Vorschubrichtung schwenken. Durch den entstehenden Diagonalschliff bewegen sich Schleifkorn und Werkstückvorschub nicht mehr in die gleiche Richtung. Damit wird die wiederholte Überdeckung des durch das Schleifband verursachten Fehlers vermieden, und die unerwünschten Markierungen treten nicht mehr auf. Für den Holzschliff (Furniere, Massivholz, kalibrieren und feinschleifen) lässt sich das an einem Drehpunkt gelagerte Schleifaggregat mit nur einem Handgriff vom Diagonal- auf den Längsschliff in eine 90°-Position schwenken.
Dank dieser Voraussetzungen erlaubt die Magiq eine vielfältige, wirtschaftliche Betriebsweise für alle hochwertigen Schleifarbeiten im Handwerksbetrieb – und genau darauf kommt es Frank Suschke wesentlich an. Gegenüber den früheren Gegebenheiten bringt der flexible Einsatz z.B. bei Schleifarbeiten mit Kalibrieren eine achtfache Zeitersparnis. Außerdem sind jetzt Dinge möglich, die zuvor überhaupt nicht gingen. So können bei Rahmenfüllungstüren alle Teile bereits vor dem Verleimen fertig geschliffen werden.
Weil Suschke heute an Aufträge kommt, die er zuvor nicht ausführen konnte, und sich zudem bereits einige Kollegen zum Lohnschleifen angemeldet haben, rechnet er wegen der hohen Wertschöpfung, die sich mit der Magiq erzielen lässt, mit einer Amortisationszeit von maximal fünf Jahren.
Dass Tischlermeister Frank Suschke mit seiner Einstellung „Qualität über alles“ richtig liegt, ist am Geschäftserfolg des Existenzgründers abzulesen: Von 2001 bis 2003 hat sich sein Umsatz versechsfacht. Die Spezialisierung auf individuellen Aus- und Möbelbau sowie die hochwertige Qualität und solide Handwerksarbeit zu akzeptablen Preisen wird von seinen Kunden anerkannt. Deshalb kommt Suschke auch mit der Konkurrenzsituation ganz gut zurecht: „Der Preis ist kein eigentliches Thema – aus zehn Angeboten erhalte ich neun Aufträge.“ Die Folge: „Ich habe mehr als ausreichend zu tun und könnte fast rund um die Uhr arbeiten!“ Ragnar London,
Kündig GmbH
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