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Exakter Zuschnitt

Technik
Exakter Zuschnitt

Welche Maschinen braucht eine Tischlerei mittlerer Größe? Die Tischlerei Lange unterhält einen stets auf ihre aktuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Maschinenpark.

Die Tischlerei Lange in Petershagen bei Minden beschäftigt neun Mitarbeiter und befasst sich mit dem Laden- und Innenausbau. Neben der Geschäfts- und Privatkundschaft ist die Firma als zweites Standbein auch Zulieferer für große Ladenbauunternehmen, die kompliziertere Teile und kleinere Losgrößen gerne fremdfertigen lassen. Gerade das Zulieferergeschäft veranlasste den Inhaber und Tischlermeister Reinhard Lange, seinen auf die Plattenverarbeitung ausgelegten Maschinenpark auf einem aktuellen und leistungsstarken Niveau zu halten. Die jüngste Investition zum Jahresbeginn war das Bearbeitungszentrum »Pro-Master« von Holzher Reich Spezialmaschinen. Im Sommer letzten Jahres kaufte er die liegende Plattensäge »Cut 70«, ebenfalls von Holzher. Die ältere Kantenanleimmaschine ist mit einem Fügefräser ausgestattet und läuft, wenn Feuchte- und Wärmebeständigkeit gefragt ist, auch mit PUR-Kleber. Seit 1982, als er die Werkstatt gekauft hatte, bezieht Lange seine Betriebsausstattungen beim Mindener Maschinenhändler Müller Minden, der Vertriebspartner von Holzher ist. »Das Verhältnis war von Anfang an sehr vertrauensvoll. Alles, was Müller Minden uns verkauft hat, ist auf uns exakt zugeschnitten. Service und die Geschäftsabwicklungen laufen tadellos. Das hat sich jetzt bei unseren beiden jüngsten Neuanschaffungen wieder bestätigt«, sagte Reinhard Lange.

Vorher hat die Tischlerei mit einer senkrechten Plattensäge gearbeitet. »Obwohl die Schnittgüte nicht schlecht war und wir auf der Kantenanleimmaschine mit dem Fügefräser etwas Material abgefräst haben, gab es gelegentlich kleine Maßabweichungen. Diese lagen zwar bei nur höchstens einem halben Millimeter, jedoch addierten sie sich manchmal so ungünstig, dass es problematisch wurde. Mit der neuen hochpräzisen Säge ist dies jetzt kein Thema mehr«, sagte Lange. Neben der verbesserten Maßgenauigkeit profitiert die Tischlerei jetzt auch von einem deutlich höheren Materialdurchsatz an der Säge. »Früher lag bei uns der Engpass an der Säge. Jetzt ist er in den Bankraum oder die Oberflächenabteilung gewandert,« sagte Werkstattleiter und Tischlermeister Peter Krömer. Im Durchschnitt verarbeitet die Tischlerei wöchentlich 50 Halbformatplatten mit Abmessungen von 2,80 x 2,07 m. Trotzdem entschied Lange sich für eine Schnittlänge von 3,9 m, so ließen sich die Platten für Kopfschnitte drehen. Außerdem biete diese Schnittlänge genug Platz, die Plattenstreifen rechts neben dem Bediener auf dem vorderen Tisch zwischenzustapeln.
Das neue Bearbeitungszentrum löst eine alte Maschine ab, die bereits 1995 angeschafft wurde. Die Pro-Master lässt sich nämlich mit dem komfortablen Programmiersystem »Campus« von Holzher betreiben. Lange arbeitet noch mit mehreren Konstruktionsprogrammen, u. a. »Palette CAD« und »Imos«. Peter Krömer beschäftigt sich zurzeit mit der vollständigen Umstellung auf Imos, mit der dann auch die Maschinen direkt angesteuert werden sollen. GM
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