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Zeit für das Wesentliche

Drei Schritte zur vernetzten Fertigung
Zeit für das Wesentliche

Zeit für das Wesentliche
Diese Möbelproduktion organisiert sich selbst. In 3D konstruierte Produkte lösen sich in Stück- und Bestelllisten sowie CNC-Programme auf Grafik: Homag
Stücklisten schreiben, zuschneiden, sortieren … Viele Routinetätigkeiten des Schreiners könnten sich wie von selbst erledigen. Dann hätte er Zeit für das Wesentliche. Alexander Lindner von Homag nennt die drei Schritte zur Digitalisierung und Vernetzung der Schreinerwerkstatt.

Alexander Lindner, Technical Sales Software HOMAG

Die Digitalisierung und Vernetzung der Produktion auch über die Grenzen von Unternehmen und Ländern hinaus ist der Kern von »Industrie 4.0«. Verschiedenste Einheiten im Unternehmen sollen miteinander kommunizieren und sich sogar selbst organisieren. Die Maschinen einer vernetzten Produktion wissen, wo welches Bauteil gerade benötigt wird, wie es zu bearbeiten ist und wo Engpässe bestehen. Industrie 4.0 bringt mehr Effizienz, auch in Handwerksbetriebe. Der Einstieg lässt sich für Handwerksbetriebe in drei Stufen einteilen.

1. Vernetzung von Büro und Produktion. Dazu gehört es, alle Maschinen ins Netzwerk zu bringen, Aufgaben wie die CNC-Programmierung von der Werkstatt ins Büro zu verlagern oder die Datenablage zentral zu gestalten. Hinzu kommt die Verwendung von Etiketten mit Barcodes, um die Werkstücke eindeutig den Produktionsdaten und Prozessen zuordnen zu können. Beide Maßnahmen steigern die Kapazität der Maschine und vereinfachen weitere Arbeitsabläufe. Neue oder gerade geänderte, zentral auf dem Server gespeicherte CNC-Programme stehen gleich an allen Maschinen zur Verfügung. Barcodeetiketten automatisieren das Laden der Programme auf die Maschinen.

2. Automatisierte Datengenerierung. Hier geht es um die Optimierung der Arbeitsvorbereitung. Die Frage ist: »Wie komme ich vom Kundenwunsch zu meinen Fertigungsdaten?« Dies erreicht man beispielsweise mit einem CAD/CAM-System wie WoodCAD/CAM von Homag. Die WoodWop-Tools »Project Manager« und »DXF-Import Professional« reduzieren den Programmieraufwand deutlich. CAD/CAM-Systeme gestalten die Arbeitsvorbereitung effizienter und reduzieren die Zahl manueller Arbeitsschritte. Die generierten Schnittlisten, Etiketten, Zeichnungen oder CNC-Programme sind vollständig und fehlerfrei. Das vermeidet Rückfragen und beschleunigt die Durchlaufzeit.

3. Optimierung der Produktionsprozesse. In den kommenden Jahren wird zunehmend Software die Organisation der Produktion übernehmen: Von der Produktions- und Kapazitätsplanung über die Teile- und Auftragsverfolgung bis hin zur Organisation von Nachfertigungen, Kommissionierung und den Versand. Diese Aufgaben übernehmen Fertigungsleitsysteme wie beispielsweise »Controller MES« von Homag.

Ein Fertigungsleitsystem bringt Transparenz und beantwortet dem Schreiner Fragen in Echtzeit: »Habe ich schon alle Bauteile für den Auftrag XY fertig?« »Reichen meine Kapazitäten, um den Auftrag zu bearbeiten?« Das Bauteil wird zum wissenden Werkstück und stellt jedem Arbeitsplatz die passenden Informationen zur Verfügung. Das unterstützt den Schreiner dabei, beispielsweise die Nachfertigung oder das Kommissionieren optimal zu organisieren.

Die Vernetzung und die Automatisierung der Prozesse wird die Art der Tätigkeit des Schreiners und der Mitarbeiter wandeln. Dies ist für jeden Betrieb und jeden Mitarbeiter Chance und Herausforderung zugleich. Mehr Zeit für das Wesentliche ist das, was der nach wie vor wichtige Faktor Mensch beim Schritt in Richtung Industrie 4.0 gewinnt.

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