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Glasbau im Blaurausch

EDV
Glasbau im Blaurausch

Bei der Sanierung des WDR-Stammhauses in Köln setzten die Architekten ganz auf Glas – überwiegend in Blau, der Hausfarbe des Senders. Saint-Gobain Glassolutions war Lieferant und Problemlöser für Decken und Wände, Böden, Trennwände und Verkleidungen.

Das Stammhaus der WDR Mediagroup in Köln stammt aus den späten 80er-Jahren und zeigte sich vor der Sanierung als architektonisches Kind seiner Zeit: Außen kleinteilig gegliedert, mit Sprossenfenstern und einem kupfernen Dachaufbau. Funktional und bauphysikalisch hatte das Gebäude einige Defizite. Nach der Kernsanierung durch eines der führenden integralen Planungsbüros in Deutschland, die Architekten von SSP aus Bochum, ist das Gebäude heute energetisch und technisch auf dem neuesten Stand. Die Planer strebten bei dem Projekt eine Funktionsoptimierung der Nutzflächen und der Betriebsabläufe an sowie die Wiederherstellung des repräsentativen Erscheinungsbildes. Für klare Präsenz in der Kölner Innenstadt sorgt heute eine puristisch-strenge Rasterfassade aus feinstrukturierten, großformatigen Betonfertigteilen.

Glas zeigt hier, was es kann
Die klare Formensprache der Außenhülle findet ihre Fortsetzung im Inneren: Hochwertige Materialien bestimmen die Atmosphäre. Zur Betonung einzelner Bereiche und als Orientierungssystem wurde gezielt Glas verwendet. Dabei taucht leitmotivisch Blau als Farbakzent auf – im Sinne des Corporate Design. Besucher und Mitarbeiter werden beim Betreten des Foyers von der WDR-Hausfarbe begrüßt: Die Empfangstheke ist mit blau lackierten Scheiben verkleidet. Durch eine weiße Grundierung wirkt der Blauton intensiv und gleichmäßig. Für die Wandbereiche vor den Aufzügen entwickelten die Architekten einen Farbverlauf in Streifenoptik, der im Erdgeschoss in satten Blautönen beginnt und sich zu den oberen Geschossen hin aufhellt. Als gestalterische Leitidee diente Wasser in seinen unterschiedlichen Aggregatzuständen: Vom Eis über fließendes Wasser bis zum gasförmigen Zustand in der oberen Etage. Um dieses Bild bestmöglich zu transportieren, wurde auf ein eisenoxidarmes Weißglas rückseitig ein Digitaldruck aufgebracht. Durch die farbneutralen Gläser kommt das abstrakte Dekor besonders gut zur Geltung.
Experten waren gefragt
Produktion und Einbau wurden von Glassolutions Köln ausgeführt. Dieser Standort des Glasverarbeiter-Netzwerks von Saint-Gobain liefert alles aus einer Hand: Von der Bemusterung und dem Verkauf über die Planung bis hin zur Montage. Dank des tiefgreifenden Materialverständnisses und der großen Erfahrung der Werkstoffexperten konnte das von den Architekten vorgegebene Fugenbild der 50 Scheiben – alle in Sonderformaten – exakt eingehalten werden. Dabei war absolute Präzision und sorgfältige Verarbeitung gefragt, denn nicht nur die Wandverkleidung wurde in Glas ausgeführt, auch die Decken und Fußböden in den Bereichen vor den Aufzügen sind mit Glas verkleidet. Die Fugen von Decke, Wand und Boden mussten passgenau aneinanderstoßen: dafür war eine exakte Detailplanung der entscheidende Faktor. Ebenso wichtig war aber auch die Auswahl der eingebauten Produkte, denn je nach Einsatzort unterschieden sich die Anforderungen deutlich: So galten für den Bodenbereich besondere Sicherheitsanforderungen, weshalb hier lackiertes Sicherheitsglas mit rutschhemmendem Siebdruck eingebaut wurde. Abgerundet wurde der vielseitige Einsatz von Glas in diesem Projekt durch die Verbundgläser in den Trennwänden der Schulungsräume. Nicht überraschend: Auch die einlaminierte Schallschutzfolie wurde blau eingefärbt. –HN
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